Schweizer bestellte Missbrauchs-Video von Kindern – verurteilt

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    Philippinen,

    Ein Schweizer bestellte sexuelle Übergriffe auf Kinder auf den Philippinen. Für den Kindesmissbrauch auf Bestellung wurde er nun verurteilt.

    PC Hände abgedunkeltes Zimmer
    Bei dieser Form des Online-Missbrauchs werden Kinder auf den Philippinen sexuell ausgebeutet. Täter bezahlen für Aufnahmen oder steuern Übergriffe per Livestream. - depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Philippinische Tanten boten Kinder gegen Geld für Inhalte mit Kindesmissbrauch an.
    • Ermittler fanden Zahlungen von mehreren Tausend Dollar.
    • Auf den Philippinen sind fast eine halbe Million Kinder betroffen.

    Ein Schweizer wurde wegen seiner Beteiligung am sexuellen Missbrauch von Kindern auf den Philippinen verurteilt. Das berichtet CNN unter Berufung auf die Betreuungspersonen der betroffenen Kinder. Das Strafmass ist nicht bekannt.

    Der Fall zog zudem Ermittlungen gegen einen Mann in Grossbritannien nach sich.

    Die Kinder waren von ihren eigenen Tanten missbraucht und für die Produktion sexueller Inhalte im Internet ausgebeutet worden.

    Schweizer bestellte Missbrauchsvideos

    Laut CNN bot eine Tante unter dem Namen Rosy dem Schweizer Videos von Mädchen an. Aus Chatnachrichten und Polizeidokumenten geht hervor, dass sie offenlegte, dass die Aufnahmen Minderjährige zeigten.

    Auch die zweite Tante, die unter dem Namen Che-che auftrat, verhandelte mit dem Mann über den Preis für sexuelle Handlungen. Die Nachrichten belegen, wie die beiden Frauen die Ausbeutung der Kinder gegen Bezahlung anboten.

    Der Schweizer wurde laut dem Bericht zu einem wiederkehrenden Kunden. Chatverläufe und Bildbeschreibungen dokumentierten den Missbrauch, den er bei den Kindern in Auftrag gegeben haben soll.

    Auf einem mit Rosy verbundenen Paypal-Konto fanden Ermittler mehr als 3500 US-Dollar. Das Geld soll aus dem Verkauf der produzierten Inhalte gestammt haben.

    Hunderttausende Kinder betroffen

    Nach Angaben der Betreuungspersonen führte der Fall zur Verurteilung des Schweizers. Zu seiner Identität, dem Strafmass und dem Zeitpunkt des Urteils macht CNN keine näheren Angaben.

    Der Fall verdeutlicht das Ausmass der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf den Philippinen. Laut der International Justice Mission (IJM) sind dort fast eine halbe Million Kinder betroffen. Sie werden gezwungen, sexuelle Inhalte zu produzieren, die anschliessend gegen Bezahlung verbreitet werden.

    Die Philippinen gelten als Zentrum dieses Geschäfts mit Darstellungen sexueller Gewalt gegen Kinder. Zu den Abnehmern zählen häufig Männer aus westlichen Ländern.

    Täter weichen auf verschlüsselte Chats aus

    Wie CNN bei eigenen Recherchen in Telegram-Gruppen feststellte, werden entsprechende Inhalte teilweise offen angeboten. Interessenten können dort bestehende Aufnahmen kaufen oder konkrete Wünsche an die Anbieter richten.

    Die Strafverfolgung wird dadurch erschwert, dass Täter zunehmend auf verschlüsselte Messenger und Livestreams ausweichen.

    Bei Live-Übertragungen werden die Übergriffe häufig nicht aufgezeichnet. Den Ermittlern fehlen dadurch wichtige Beweismittel.

    Hier findest du Hilfe bei Fällen von Pädokriminalität

    Bei Verdacht auf Pädokriminalität in der Schweiz ist der Polizeinotruf 117 die erste Anlaufstelle im Notfall.

    Für anonyme Meldungen im Internet ist clickandstop.ch zuständig, die auch Beratung für Betroffene und Fachpersonen bietet.

    Weitere Unterstützung bieten kantonale Polizeien sowie Opferhilfe- und Kinderschutzorganisationen wie kinderschutz.ch. Diese Stellen gewährleisten schnelle Hilfe, Meldemöglichkeiten und Präventionsangebote. So können Betroffene und Angehörige gezielt unterstützt werden.​

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