Jetzt wird auch Mette-Marits Bruder verklagt
Espen Høiby, der Bruder von Königin Mette-Marit wird verklagt. Ehemalige Flugschüler werfen ihm vor, die Insolvenz der Schule zu spät angemeldet zu haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Espen Høiby, der Bruder von Mette-Marit wird von ehemaligen Flugschülern verklagt.
- Sie werfen ihm vor, die Insolvenz der Flugschule zu spät angemeldet zu haben.
- Høibys Verteidiger weist die Vorwürfe als «unrichtig» und «unausgewogen» zurück.
Das norwegische Königshaus kommt nicht zur Ruhe: Neben Marius (29), dem Sohn von Königin Mette-Marit (53), steckt nun auch ihr Bruder Espen Høiby (67) in rechtlichen Schwierigkeiten.
Wie zahlreiche Medien berichten, wird er verklagt. Hintergrund ist seine Flugschule «Pilot Flight Academy», die Anfang des Jahres Insolvenz anmelden musste.
Dadurch verloren rund 40 Angestellte ihren Job und 160 angehende Piloten ihren Ausbildungsplatz. Viele von ihnen haben die Studiengebühren von 250’000 Kronen (rund 22’000 Franken) im Voraus bezahlt und dann verloren.
60 dieser ehemaligen Flugschüler verklagen den Bruder der Königin nun. Sie werfen dem Miteigentümer unter anderem vor, die Insolvenz zu spät angemeldet zu haben.
Vertreten werden die Flugschüler von der Gewerkschaft Parat. Deren Anwalt teilt mit, dass nach seinem Wissen Høiby die Entscheidungen in der Flugschule getroffen habe.
Auch Insolvenzverwalter Kåre Jølberg machte Høiby im Juni Vorwürfe. In einem Bericht schreibt er, der Insolvenzantrag hätte «viel früher» gestellt werden müssen. Er äusserte den Verdacht, dass die Unternehmensleitung Informationen über die finanzielle Krise zurückgehalten habe.
Anwalt: Darstellung ist «unrichtig» und «unausgewogen»
Der Anwalt von Espen Høiby weist alle Vorwürfe zurück. «Wir sind der Ansicht, dass es keine Grundlage gibt, Espen Høiby in dieser Sache zu verklagen.»
Er argumentiert damit, dass Høiby nie ein Vorstandsamt bekleidet oder die Schule gegenüber Schülern vertreten habe. Die Darstellung der Kläger sei «unrichtig» und «unausgewogen».
Wie der norwegische Rundfunk «NRK» berichtet, wurde noch nicht entschieden, ob Ermittlungen aufgenommen werden. Auch die Höhe der von den Schülern geforderten Entschädigung ist noch unbekannt.















