Meghan Markle: Halbbruder gerät ins Visier der Ermittler
Der Bruder von Meghan Markle hatte die Ermittlungen gegen ihren Vater ins Rollen gebracht. Jetzt steht er selbst im Fokus mutmasslicher Straftaten.

Das Wichtigste in Kürze
- Thomas Markle Jr. übergab den Behörden vier Kisten mit möglichen Beweismitteln aus dem früheren Haus seines Vaters.
- Zeugen sollen ausgesagt haben, dass minderjährige Mädchen zum Haus von Thomas Markle Jr. gebracht worden seien.
- Die Ermittler prüfen nun eine mögliche Verwicklung von Meghans Halbbruder in dem Fall.
Die Ermittlungen gegen Thomas Markle Sr. (82, Meghans Vater) wegen des Verdachts auf sexuellen Kindesmissbrauch nehmen eine weitere Wendung.
Auf den Philippinen beschäftigen sich die Behörden inzwischen auch mit seinem Sohn Thomas Markle Jr. (60). Der Halbbruder von Meghan Markle (45) könnte möglicherweise ebenfalls in die mutmasslichen Straftaten verwickelt gewesen sein.
Das bestätigte der philippinische Innenminister Jonvic Remulla am Donnerstag, 5. November. Wie der Sender ABS-CBN News berichtet, sollen Zeugen ausgesagt haben, dass minderjährige Mädchen zum Haus von Markle Jr. gebracht worden seien.

Die Ermittler gehen den Hinweisen nun nach und prüfen, ob er in die mutmasslichen Taten involviert gewesen sein könnte. Als Verdächtiger werde er bislang jedoch nicht geführt. Vielmehr gelte er als sogenannte «Person of Interest», also als Person von besonderem Interesse, stellte Remulla klar.
Eine konkrete Beschuldigung gegen ihn liege derzeit nicht vor.
Bislang 7500 Fotos sichergestellt
Ins Rollen gekommen waren die Ermittlungen durch einen Fund im ehemaligen Haus von Meghans Vater in der philippinischen Provinz Cebu. Dort wurde offenbar eine grössere Menge an Material mit Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs zurückgelassen.
Die Behörden darauf aufmerksam gemacht hatte ausgerechnet Meghans Bruder selbst. Den Ermittlern übergab er insgesamt vier Kisten mit möglichen Beweismitteln. Darin befanden sich unter anderem Computer, Mobiltelefone, Festplatten und alte Videokassetten.

Nach Angaben von Innenminister Remulla konnten bislang rund 7500 Fotos sowie ein Video sichergestellt werden. Die Aufnahmen sollen mutmasslich missbrauchte minderjährige Jungen und Mädchen zeigen.
Der Minister beschrieb das gefundene Material als besonders verstörend. Darüber hinaus versuchen die Behörden, die Herkunft der beschlagnahmten Geräte zu klären. Mehrere Mobiltelefone sollen aus den USA stammen. Um deren Zuordnung zu ermöglichen, wollen die philippinischen Ermittler das FBI einschalten.
Noch ist allerdings unklar, wem die Geräte tatsächlich gehörten und wer für die darauf entdeckten Inhalte verantwortlich ist.
Meghan Markle: Jahrelanges Zerwürfnis
Thomas Markle Sr. lebt mittlerweile wieder in den USA und weist die Vorwürfe gegen sich zurück. Seine Tochter Meghan Markle hatte sich bereits Ende Oktober öffentlich zu den Berichten geäussert.
Die Herzogin von Sussex zeigte sich damals «zutiefst bestürzt» über die Anschuldigungen gegen ihren Vater. Angeblich wurde sie bereits vor mehreren Jahren von britischen Sicherheitsbehörden über «beunruhigende und verstörende Vorwürfe» in Kenntnis gesetzt.

In ihrer Erklärung ging Meghan Markle auch auf das angespannte Verhältnis zu ihrem Vater ein. Dabei machte sie deutlich, weshalb sie den Kontakt zu ihm abgebrochen hat. Und ihm bis heute keinen Zugang zu ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) gewährt.
Hinter dieser Entscheidung stehe allein der Wunsch, ihre Familie zu schützen.
Das Zerwürfnis zwischen Meghan Markle und ihrem Vater Thomas Markle Sr. reicht bis ins Jahr 2018 zurück.
Kurz vor der Hochzeit mit Prinz Harry (42) geriet Thomas Markle in die Kritik, weil er gegen Bezahlung gezielt Paparazzi-Fotos von sich hatte anfertigen lassen. Der Hochzeit blieb er letztlich fern. Seither ist das Verhältnis zwischen den beiden nachhaltig zerrüttet.
















