Schauspieler Russell Brand wegen Vergewaltigung verurteilt
Der US-Schauspieler Russel Brand wurde in vier Punkten schuldig gesprochen.

Ein britisches Gericht hat den Komiker und Schauspieler Russell Brand in vier Anklagepunkten schuldig gesprochen.
Die Geschworenen befanden ihn der Vergewaltigung sowie der dreifachen sexuellen Nötigung für schuldig. Das Strafmass wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.
Brand stand wegen Vorwürfen von sechs Frauen vor Gericht. Die Vorfälle sollen sich zwischen 1999 und 2009 ereignet haben. Insgesamt umfasste die Anklage sieben Punkte, darunter drei Vorwürfe der Vergewaltigung.
Laut Gericht vergewaltigte Brand im Jahr 2009 eine damals 21-jährige Frau. Der Übergriff soll nach einem Auftritt im Londoner Hammersmith Apollo stattgefunden haben. In drei weiteren Fällen sprachen ihn die Geschworenen der sexuellen Nötigung schuldig.
Jury spricht Brand in drei Punkten frei
In drei Anklagepunkten wurde Brand freigesprochen. Vom Vorwurf einer Vergewaltigung im Jahr 1999 – am Rande einer Konferenz der britischen Labour-Partei in Bournemouth – wurde er entlastet. Auch zwei weitere Vorwürfe im Zusammenhang mit einer MTV-Mitarbeiterin führten zu keiner Verurteilung.
Brand wurde in den 2000er-Jahren als Stand-up-Comedian bekannt. Später moderierte er Fernsehsendungen und schaffte mit Kinokomödien den Durchbruch in Hollywood.
In den vergangenen Jahren wandelte er sich zum alternativen Online-Kommentator. Auf YouTube baute er ein Publikum von mehreren Millionen Abonnenten auf. Während der Corona-Pandemie verbreitete er zunehmend verschwörungsnahe Inhalte.
Vorwürfe wurden 2023 publik
Die Vorwürfe gegen Russell Brand wurden im Herbst 2023 durch Recherchen britischer Medien öffentlich. Damals berichteten mehrere Frauen über mutmassliche Übergriffe. Brand bestritt die Anschuldigungen.
Nach den Berichten verlor Brand mehrere Aufträge und Plattformen. YouTube schränkte die Monetarisierung eines Kanals ein. Auch sein Management trennte sich von ihm.














