Kinderbilder im Netz: Doppelmoral-Vorwürfe an Meghan Markle in Genf

Luca Micheli
Luca Micheli

Genève,

Meghan Markle plädierte in Genf für mehr Sicherheit im Netz – postete am Abend zuvor jedoch ein Foto mit ihrer Tochter. Ein Experte kritisiert den Widerspruch.

Meghan Markle
Meghan Markle gerät nach ihrem Auftritt in Genf erneut in Kritik. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Meghan Markle kämpft gegen digitale Gewalt an Minderjährigen.
  • Ausgerechnet vor ihrer Rede in Genf teilte die Herzogin ein Selfie mit Tochter Lilibet.
  • Royal-Experte Tom Sykes kritisiert, das Foto sei «erschreckend unsensibel».

Am Sonntag reiste Meghan Markle (44) nach Genf, um auf digitale Gewalt gegen Kinder und Jugendliche aufmerksam zu machen. An einer Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gedachte die Herzogin in einer zehnminütigen Rede auf dem Place des Nations minderjährigen Todesopfern.

Die Ehefrau von Prinz Harry (41) forderte mehr globale Sicherheit für Kinder und Jugendliche im Internet. «Unsere Kinder sind keine Produkte, keine Experimente und nicht entbehrlich», so Meghan. Social-Media-Plattformen sei Profit wichtiger als Menschen, lautete die Kritik.

Meghan Markle
Meghan Markle eröffnete am 17. Mai in Genf das «Lost Screen Memorial» zur Gedenkfeier von Kindern und Jugendlichen, die durch digitale Gewalt ihr Leben verloren. - keystone

Ein Anliegen, das bei Royal-Experte Tom Sykes einen bitteren Beigeschmack hinterlässt.

Der Grund? Am Abend zuvor teilte sie ein Spiegelselfie von sich und Töchterchen Lilibet (4). Der Spross schaut beim Anprobieren von Outfits zu und ist auf dem Foto von hinten zu sehen. «Mamas kleine Helferin», heisst es im Beitrag der Herzogin.

«Erschreckend unsensibel»

Sykes wirft der Zweifach-Mama in seinem Blog «The Royalist» nun Doppelmoral vor. «Die Heuchelei ist atemberaubend. Es ist ein prahlerisches Bild, es ist ein eitles Bild. Es ist ein erschreckend unsensibles Bild.»

Der Vorwurf? Während Meghan über Schäden sozialer Medien für Kinder diskutiert, habe sie gerade ihr eigenes Kind sozialen Medien ausgesetzt. «Die Genfer Rede ist Rhetorik. Das Foto aus dem Kleiderschrank ist die Realität», spottet Sykes weiter.

Würdest du dein Kind auf Social Media zeigen?

Das Argument, Meghan zeige Lilibets Gesicht nicht und schütze damit ihre Privatsphäre, sei absurd. Stattdessen ist sich der Royal-Experte sicher: Das Gesicht eines Kindes nicht zu zeigen, erzeuge Neugierde. Fotos ihrer Tochter veröffentlichte die Herzogin bisher nur selten – und meist ohne erkennbares Gesicht.

Lob für Meghan Markle: «Begnadete Rednerin»

Die Gedenkfeier in Genf eröffnete das von Meghan und Harry initiierte «Lost Screen Memorial».

Das Denkmal ist eine Installation aus 50 grossen Bildschirmen. Jeder Bildschirm ist einem Kind gewidmet, das infolge von Online-Gewalt, Cybermobbing oder anderen digitalen Gefahren ums Leben kam.

Meghan Markle
Auf grossen Bildschirmen, die Handys darstellen sollen, erscheinen die minderjährigen Opfer mit Foto und Todeszeit. Das Denkmal wurde 2025 erstmals ausgestellt - keystone

An der Veranstaltung lobten Zuschauende derweil ihre Rede über die Gefahren von Online-Mobbing. «Sie braucht niemanden, der auftaucht. Ihre Geschichte in Genf wird in der ganzen Welt erzählt», schrieb ein User auf der Plattform X.

Ein anderer lobte: «Ihre Rede! Sie ist eine begnadete Rednerin! [...] Ich hoffe wirklich, dass das Aufmerksamkeit erregt. Wir sind es unseren Gemeinschaften schuldig, Kinder online zu schützen.»

Nach ihrer Ansprache mischte sich Meghan Markle unter die Anwesenden, darunter auch trauernde Familien.

Fotos zeigen, wie sie mehrere sichtlich bewegte Teilnehmer umarmt. Zudem posierte ausserdem für Selfies mit Fans und nahm Geschenke von Kindern entgegen.

Kommentare

User #2240 (nicht angemeldet)

Prinz William hat beschlossen, einen Teil von seinem Herzogtum Cornwall zu verkaufen. Mit dem Erlös wird er Wohngebäude bauen lassen, die den Einwohnern zur Verfügung gestellt werden. Ausserdem will er öffentliche Naturanlagen und Gebäude restaurieren lassen, damit Cornwall für die Öffentlichkeit bzw den Touristen attraktiver wird. Die Regierung hat seinem Vorhaben schon zugestimmt. Bezahlt wird aber alles aus der Kasse von William. Der Erlös der Grundstücksverkäufe geht nicht an ihn privat sondern zurück an das Herzogtum Cornwall. Er hortet die Einnahmen von Cornwall nicht komplett für sich selbst, obwohl sie nach einem uralten Gesetz als Lebensunterhalt dem Prinz of Wales und seiner Familie gehören. William ist der Prinz des Volkes und der beliebteste Royal in GB. Und er ist sehr geschäftstüchtig.

User #2674 (nicht angemeldet)

Die kann zwar gut sprechen und auftreten war ja einmal ihren Beruf aber sonst ist diese Dame nicht viel wert. Sie braucht Geld und aus diesem Grund lässt sie sich einladen. Moral hat sie keine

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