WHO-Chef: Wir leben in gefährlichen Zeiten
In angespannten Zeiten hat in Genf die Weltgesundheitsversammlung begonnen.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte bei der Eröffnung des WHO-Jahrestreffens: «Wir leben in schwierigen, gefährlichen und von Spaltung geprägten Zeiten.»
Die WHO hatte in der Nacht zu Sonntag wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo eine Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Das gilt vor allem für Kongo und die Nachbarländer. Die Gefahr einer Ausbreitung nach Europa gilt als gering.
Das wichtigste geplante Unterfangen bei dieser Konferenz findet mangels Einigung der WHO-Mitgliedsstaaten nicht statt: Eigentlich sollte das Herzstück des Pandemie-Vertrags, ein System namens Pabs (auf deutsch: Zugangs- und Vorteilsausgleich für Krankheitserreger) verabschiedet werden. Das soll unter anderem regeln, wie Länder kompensiert werden, die einen bei ihnen aufgetauchten Erreger teilen, damit dagegen Impfstoffe und Medikamente entwickelt werden können.
Der Pandemie-Vertrag selbst wurde ohne Pabs im vergangenen Jahr zwar beschlossen. Die Ratifizierung in den einzelnen Ländern kann aber erst beginnen, wenn er vollständig ist.














