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WHO-Chef: Wir leben in gefährlichen Zeiten

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Genève,

In angespannten Zeiten hat in Genf die Weltgesundheitsversammlung begonnen.

ARCHIV - Tedros Adhanom Ghebreyesus ist Chef der Weltgesundheitsorganisation. Foto: Britta Pedersen/dpa (Archivbild)
ARCHIV - Tedros Adhanom Ghebreyesus ist Chef der Weltgesundheitsorganisation. Foto: Britta Pedersen/dpa (Archivbild) - Keystone/dpa/Britta Pedersen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte bei der Eröffnung des WHO-Jahrestreffens: «Wir leben in schwierigen, gefährlichen und von Spaltung geprägten Zeiten.»

Die WHO hatte in der Nacht zu Sonntag wegen eines Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo eine Notlage von internationaler Tragweite erklärt. Das gilt vor allem für Kongo und die Nachbarländer. Die Gefahr einer Ausbreitung nach Europa gilt als gering.

Das wichtigste geplante Unterfangen bei dieser Konferenz findet mangels Einigung der WHO-Mitgliedsstaaten nicht statt: Eigentlich sollte das Herzstück des Pandemie-Vertrags, ein System namens Pabs (auf deutsch: Zugangs- und Vorteilsausgleich für Krankheitserreger) verabschiedet werden. Das soll unter anderem regeln, wie Länder kompensiert werden, die einen bei ihnen aufgetauchten Erreger teilen, damit dagegen Impfstoffe und Medikamente entwickelt werden können.

Der Pandemie-Vertrag selbst wurde ohne Pabs im vergangenen Jahr zwar beschlossen. Die Ratifizierung in den einzelnen Ländern kann aber erst beginnen, wenn er vollständig ist.

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Kommentare

User #6403 (nicht angemeldet)

Von Spaltung geprägte Zeiten wie wahr. Leider wurde nie mit einer richtigen Aufarbeitung begonnen seitens WHO, Politiker/innen, und wenn ja immer nur in eine Richtung, wir haben alles richtig gemacht.

User #3025 (nicht angemeldet)

Anlässlich der heutigen Eröffnung der 79. Weltgesundheitsversammlung in Genf bezeichnete Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider die WHO als «unersetzlich». Ob sie glaubt sie sei ebenfalls "unersetzlich"? Peinlich für unser Land.

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