Kessler-Zwillinge kündigten gemeinsamen Tod schon 2011 an
Kürzlich sind die Kessler-Zwillinge gemeinsam aus dem Leben geschieden. Schon 2011 hatten sie öffentlich über ihre Pläne gesprochen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Kessler-Zwillinge sind kürzlich verstorben.
- Die deutschen Show-Ikonen bestimmten ihren gemeinsamen Tod selbst.
- Schon vor vielen Jahren sprachen sie im TV über ihre Pläne.
Als Alice und Ellen Kessler Ende Oktober noch lächelnd bei der Premiere des Circus Roncalli in München (D) erschienen, ahnte niemand: Die berühmtesten Zwillinge Deutschlands würden wenige Wochen später ihren lang angekündigten Entschluss umsetzen.
Am 17. November starben die 89-Jährigen gemeinsam in ihrer Villa in Grünwald. Genau so, wie sie es schon vor langer Zeit geplant hatten.
Ein Versprechen im Fernsehen
Bereits am 8. September 2011 hatten die Kessler-Zwillinge in der ZDF-Sendung «Markus Lanz» nämlich offen über ihr Lebensende gesprochen.

Damals 75 Jahre alt, erklärten sie, dass sie ihr Leben selbstbestimmt beenden würden, sobald schwere Krankheit oder Demenz drohe. Und zwar gemeinsam.
Ellen meinte damals, dass sie sich umbringen würde, wenn sie einen Schlaganfall erleiden sollte. «Ich will so nicht leben», sagte sie.
Schwester Alice ergänzte mit Blick auf Gunter Sachs' Freitod: «Ich würde das Gleiche tun. (...) Das habe ich so für mich entschieden.»
Gesundheitliche Warnsignale
Schon damals machten die Zwillinge deutlich, dass sie nicht ohne einander leben möchten. «Wenn meine Schwester dement würde, würden wir gemeinsam gehen», so Ellen Kessler dazumal.
Die beiden lebten seit 1986 in einem Doppelhaus mit ständig offener Verbindungstür – ein Symbol ihrer lebenslangen Verbundenheit.

Berichten zufolge soll Ellen zuletzt gesundheitlich stark angeschlagen gewesen sein. Schwester Alice hingegen war gesund, heisst es.
Am 17. November setzten die Zwillinge ihren Plan schliesslich in die Tat um.
Das Schwesternpaar, das sein Leben lang unzertrennlich war, entschied sich, gemeinsam zu gehen. Dafür nahmen sie eine begleitete Sterbehilfe von der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) in Anspruch.
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