Insider: Andrew «unterhielt sich nur mit jungen Frauen»
Bis 2011 war Andrew der Handelsbeauftragte der britischen Regierung. Doch sein Interesse lag Insidern zufolge ganz woanders ...

Das Wichtigste in Kürze
- Als Handelsbeauftragter machte sich Andrew nicht sehr beliebt.
- Ranghohe Beamte packen über das unangebrachte Verhalten des Blaublüters aus.
- Er sei oft zu spät gekommen und habe sich nur mit jungen Frauen unterhalten.
Damit machte sich Andrew keine Freunde ...
Der ehemalige Prinz war von 2001 bis 2011 der Handelsbeauftragte des Vereinigten Königreichs. Doch wie nun ans Licht kommt, war der Blaublüter bei anderen ranghohen Beamten nicht sehr beliebt.
Insider behaupten, dass Andrew allgemein als Belastung angesehen wurde. Die Beendigung seiner offiziellen Funktion galt jedoch als heikel, da man den Palast nicht in einen Streit hineinziehen wollte.
«Wollten nichts mit ihm zu tun haben»
Vince Cable, ehemaliger Wirtschaftsminister, bezeichnet den Sohn der Queen (†96) gegenüber «The Observer» als einen «ziemlichen Schmarotzer». Andrew sei nie sehr nützlich gewesen und «wir wollten lieber gar nichts mit ihm zu tun haben».

Da er aber zur Königsfamilie gehörte, hiess es offiziell, dass er natürlich eine hervorragende Arbeit leiste, so Cable.
Auch Aussagen eines weiteren Beamten werfen kein gutes Licht auf Andrew. Der damalige Herzog von York sei zu grossen Empfängen von Botschaftern oft zu spät gekommen. Dann habe er sich «nur mit den jungen Frauen unterhalten» und sei schliesslich früh wieder gegangen.
Regierung erhielt Warnung wegen Andrew
Laut Angaben der «Mail on Sunday» erhielt die Regierung bereits 2002 einen Hinweis bezüglich Andrews Verhalten. Ein britischer Botschafter warnte, dass der Royal dem Land und der königlichen Familie schade.
So soll Andrew bei einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten beleidigende Kommentare über Saudi-Arabien und sein Öl gemacht haben. Während eines Empfangs in der Botschaft habe er ein Mitglied der emiratischen Königsfamilie zudem unhöflich missachtet.
Weitere Beamte hätten auch vor den «zweifelhaften Freunden» des ehemaligen Prinzen gewarnt.
Obwohl die Bedenken der Regierung bekannt waren, dauerte es fast zehn Jahre, bis Andrew gezwungen war, von seinem Posten zurückzutreten.
Wegen Epstein-Verbindung unter Beschuss
Der frühere Herzog von York steht schon lange wegen seiner Verbindung zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) in der Kritik. Erst vergangene Woche wurde er von der Polizei festgenommen.
Andrew wird Amtsmissbrauch vorgeworfen. Während seiner Rolle als Handelsbeauftragter der britischen Regierung soll er vertrauliche Dokumente an Epstein weitergegeben haben.

Darunter Berichte offizieller Besuche in Hongkong, Vietnam und Singapur. Auch eine Analyse zu Investitionsmöglichkeiten in Afghanistan landete in Epsteins Postfach.
Nebst dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs steht Andrew jedoch auch wegen mutmasslicher Sexualdelikte unter Beschuss. Der Bruder von König Charles (77) bestritt bislang jegliches Fehlverhalten.















