Bundesregierung rät «dringend» von Reisen nach Israel ab
Wegen der Spannungen zwischen den USA und dem Iran rät Deutschland seinen Bürgern von Israel-Reisen ab. Die Lage sei angespannt und zunehmend volatil.

Angesichts wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran rät die Bundesregierung «dringend» von Reisen nach Israel ab. Das Auswärtige Amt (AA) passte am Abend seine Reise- und Sicherheitshinweise für das Land an. «Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten», heisst es auf der Homepage des AA. Israel befinde sich weiterhin «formell im Kriegszustand».
Hintergrund ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Sollten die USA im Iran angreifen, wird damit gerechnet, dass Teheran Ziele in Israel attackiert.
«Eskalation kann auch in Israel zu sicherheitsrelevanten Vorfällen führen»
«Die Sicherheitslage in der Region ist angespannt und zunehmend volatil», heisst es auf der Homepage des AA weiter. «Bei einer Eskalation könnte es auch in Israel und den Palästinensischen Gebieten ohne Vorwarnung zu sicherheitsrelevanten Vorfällen kommen.» Zudem müsse jederzeit mit Einschränkungen des Flugverkehrs gerechnet werden: Flüge könnten storniert werden, und auch längerfristige Sperrungen des Luftraums seien möglich.
Angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran mit Folgen auch für Israel und weitere Länder in der Region hatte das Auswärtige Amt erst vor ein paar Tagen Bundesbürger vor Ort zu Sicherheitsmassnahmen aufgerufen. Deutsche in Israel sollen sich etwa für den Fall, dass der Luftraum wegen iranischer Angriffe gesperrt wird, darauf vorbereiten, einige Zeit an ihrem Aufenthaltsort bleiben zu können, hatte die Deutsche Botschaft in Tel Aviv mitgeteilt.
USA und Iran verhandeln noch
Die USA und der Iran verhandeln derzeit über das umstrittene iranische Atomprogramm. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem militärischen Angriff gedroht, sollten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm scheitern.
Im Falle eines US-Angriffs im Iran wird damit gerechnet, dass Teheran Israel mit Raketen angreifen wird. Trump hatte der iranischen Staatsführung ein Ultimatum bis Anfang März für eine Einigung gestellt. Washington hatte seine militärische Präsenz in der Region zuletzt deutlich verstärkt.










