Wladimir Putin: Geliebte erhielt Millionen aus Palast-Bau
Das überschüssige Geld des Baus des Palastes für Wladimir Putin wurde gespendet – an Stiftungen seiner Geliebten. Es ging um 65 Millionen Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bau des Palastes von Wladimir Putin war günstiger als geplant.
- Das überschüssige Geld wurde an zwei Stiftungen der Putin-Geliebten gespendet.
- Es soll jedoch für «Unterhaltung, Shopping und Hobbys» ausgegeben worden sein.
Für 100 Milliarden Rubel (eine Milliarde Franken) liess sich Wladimir Putin (73) in Gelendschik an der Schwarzmeerküste einen Palast bauen. Das Team des getöteten Oppositionellen Alexei Nawalny berichtete vor einiger Zeit über den Luxus: 7000 Hektar Fläche, unterirdisches Eisfeld, Kino, Billardraum, Restaurants und Lift direkt an den Strand.
Doch gemäss neuen Recherchen des Nawalny-Teams, über die «Meduza» berichtet, war der Bau des Palastes günstiger als ursprünglich geplant. So blieben am Schluss rund 6,5 Milliarden Rubel übrig. Die umgerechnet etwa 65 Millionen Franken gingen dann weiter an Alina Kabajewa (42), eine Geliebte von Wladimir Putin.
Die Firma «Investment Solutions» war für den Bau zuständig. Die Arbeiten wurden im Jahr 2023 mit dem Überschuss von 6,5 Milliarden Rubel abgeschlossen. Rund die Hälfte davon spendete das Unternehmen an eine Wohltätigkeitsstiftung. Dahinter steht die ehemalige rhythmische Sportgymnastin und Putin-Geliebte Kabajewa.
Die Stiftung fördert nach eigenen Angaben junge Sportler und organisiert ein Festival für rhythmische Sportgymnastik. Das Nawalny-Team aber bezweifelt, dass dafür drei Milliarden Rubel aufgewendet werden können. Es geht davon aus, dass Kabajewa das Geld für sich investiert hat und nun Zinsen kassiert.
Die andere Hälfte des Überschusses wurde an die Stiftung «himmlische Gnade» von Kabajewa gespendet. Auch diese fördert die rhythmische Sportgymnastik. Zudem veranstaltet sie Trainingslager in Waldai – ganz in der Nähe einer anderen Putin-Villa. Und dort sollen die Kinder des Präsidenten und der ehemaligen Athletin leben.
Dieses Lager dient laut den Recherchen primär dazu, die Kinder von Putin und Kabajewa «durch Kontakt zu Gleichaltrigen zu unterhalten».
Das Nawalny-Team sagt dann auch: Putins Freunde von der Bau-Firma hätten der Geliebten Geld «für Unterhaltung, Shopping und Hobbys» überwiesen. Das Ganze sei «unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit» geschehen.
























