Journalistin: Prinz Harry legte mir Tablette in den Mund
Die Journalistin Charlotte Griffiths berichtet von einem Loyalitätstest, den Prinz Harry durchgeführt habe. Er habe ihr eine Pille in den Mund gelegt.

Das Wichtigste in Kürze
- Beim ersten Treffen habe Prinz Harry ihr eine Pille in den Mund gelegt, berichtet eine Journalistin.
- Es sei ein Loyalitäts- und Vertrauenstest gewesen.
- Sie schluckte die Tablette nicht, geht aber davon aus, dass es bloss ein Paracetamol war.
Prinz Harry (41) verlor den Prozess gegen den britischen Boulevard. Er warf der «DailyMail» vor, mit unlauteren Mitteln an private Informationen gekommen zu sein und diese publiziert zu haben. Immer wieder ging es im Prozess auch um die Journalistin Charlotte Griffiths. Sie schlägt nun in der «DailyMail» zurück.
«Die Wahrheit über den Prinzen und mich» steht in grossen weissen Buchstaben auf schwarzem Grund. Darüber eine Collage von Fotos von Prinz Harry in verschiedenen Posen und auch ihr eigenes Gesicht. Vor allem die Geschichte des ersten Kennenlernens sticht aus dem langen Artikel hervor.
Es war ein Freitag im Dezember 2011, schildert Griffiths. Sie, damals noch Praktikantin bei der «Mail on Sunday», war zu einem Jagdwochenende in Hampshire eingeladen. In einem blauen Kleid von H&M sass sie beim Dinner dann neben dem Royal.
Harry sei «zweifellos etwas skeptisch» gewesen, als er der «Fremden in H&M» vorgestellt worden sei. Deshalb habe er sich für einen Loyalitätstest entschieden.
Journalistin: Pille war wohl bloss ein Paracetamol
Er habe eine kleine weisse Pille aus der Tasche gezogen und ihr in den Mund gelegt. Anschliessend habe er lächelnd gesagt: «Jetzt weiss ich, dass ich dir vertrauen kann.»
Die Journalistin schluckte die Pille aber nicht, wie sie weiter schreibt. Diskret sei es ihr gelungen, sie aus dem Mund zu nehmen und in eine Serviette zu packen. Sie sei sich ziemlich sicher gewesen, dass es bloss ein Paracetamol und nichts Schlimmeres gewesen sei.
«So begann eine kurze und völlig surreale Freundschaft mit dem überschwänglichen jungen Mann», schreibt Griffiths.

Gemäss Prinz Harry war es das einzige Treffen. Kurz später habe er den Kontakt abgebrochen, als er erfahren habe, dass sie eine Journalistin sei. Das zumindest gab er vor Gericht zu Protokoll.
Charlotte Griffiths aber sagt, sie hätten mehrere Wochen lang Kontakt gehabt, meist über Textnachrichten, aber auch persönlich.
So erzählt sie von einem weiteren Treffen. Damals hätten sie, der Prinz und weitere Personen zusammen einen Film geschaut. Harry habe sich dann zu ihr unter die Decke gelegt. Es sei nichts Romantisches gewesen, dennoch habe sie sich leicht unwohl gefühlt.
Prinz Harry drohen Millionenkosten
Prinz Harry und die sechs anderen berühmten Kläger verloren den Prozess. Der Richter argumentierte, dass die Promis keine ausreichenden Beweise für die illegale Informationsbeschaffung vorlegen konnten.
Der Angeklagte, der Herausgeber von «DailyMail» und «Mail on Sunday», will nach dem Freispruch die Prozesskosten laut Berichten rückerstattet haben. Auf Harry könnten also Millionenkosten zukommen.





















