Intime Chats zwischen Prinz Harry und Reporterin enthüllt

Luca Micheli
Luca Micheli

Grossbritannien,

Prinz Harry wird vor Gericht mit privaten Chatnachrichten mit einer Briten-Journalistin konfrontiert. Aber: Eine Freundschaft soll laut ihm nie existiert haben.

Prinz Harry
Prinz Harry ist neben weiteren Prominenten Teil eines Rechtsstreits mit der britischen Boulevardpresse. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Prinz Harry wehrt sich vor Gericht gegen die Berichterstattung britischer Journalisten.
  • Mit einer von ihnen soll er freundlichen Kontakt gepflegt haben.
  • Nun kommen merkwürdige Inhalte aus gemeinsamen Chats ans Licht.

Im Zuge des Gerichtsprozesses gegen die britische Boulevardpresse wird Prinz Harry (41) mit pikanten Details aus seiner Vergangenheit konfrontiert.

Der Blaublüter kämpft derzeit mit sechs weiteren Prominenten, darunter auch Elton John (78), gegen unrechtmässige Informationsbeschaffung der Verlagsgruppe «Associated Newspapers».

Vertreten wird das Medienunternehmen, dem auch die «Daily Mail» angehört, von der Journalistin Charlotte Griffiths. Laut der «Times» soll sie im Jahr 2011 intime Chatnachrichten mit dem Blaublüter ausgetauscht haben. Dies geht nun aus einem Datenschutzverfahren hervor.

Chats mit Reporterin werfen Fragen auf

Auszüge aus der privaten Konversation wurden am letzten Prozesstag (31. März) den Richtern vorgelegt.

Die Reporterin soll Prinz Harry in den Chats «Mr. Mischief» («Mr. Schabernack») und «H Bomb» genannt haben. Die merkwürdigen Bezeichnungen seien offenbar in Bezug auf ein «lustiges Wochenende voller Unfug» entstanden.

Prinz Harry
Private Chatnachrichten zwischen Prinz Harry und Journalistin Charlotte Griffiths werden vor Gericht zum Thema. - keystone

Harry wiederum liess sich offenbar auf den humorvollen Austausch ein. Dabei habe er Griffiths unter anderem mit «Zucker» und «Schatz» angesprochen und ihr geschrieben: «Vermisse unsere Kuschelstunden beim Film!»

Prinz Harry war damals frisch Single

Nach einer Party, die er offenbar verpasst hatte, meldete sich der Prinz mit folgenden Worten bei der Frau: «Ich bin sehr glücklich, ich wünschte nur, dass ich hätte dabei sein können ... gerade, weil ich weiss, dass du da bist. Arbeitest du überhaupt mal?»

Klingt nach enger Vertrautheit. Vor dem Londoner High Court beteuerte der Sohn von König Charles III. (77) dennoch, keine privaten Freundschaften zu Journalisten zu führen. Aus diesem Grund sollen die Informationen für deren Berichterstattung illegal beschafft worden sein.

Griffiths sagt, sie sei dem Prinzen erstmals 2011 bei einer Wochenend-Party des Filmproduzenten Arthur Landon (45) begegnet. Chatnachrichten, die ab dem 4. Dezember besagten Jahres ausgetauscht wurden, sollen dies belegen.

Entstanden war der Kontakt offenbar mittels einer Facebook-Freundschaftsanfrage durch Harry. Auch seine Handynummer habe er ihr mitgeteilt. Zu diesem Zeitpunkt war der Royal frisch von seiner Freundin Chelsy Davy (heute 40) getrennt.

«Hatte keine Ahnung, dass sie Journalistin war»

Bereits vor wenigen Wochen schilderte die Britin, dass sie zu Harry jahrelang engeren, persönlichen Kontakt gepflegt habe.

Der Rotschopf soll Griffiths auch 2012 erneut zu einer Party eingeladen haben. Zudem habe er bei einem späteren Treffen noch vor der offiziellen Verkündung Prinzessin Kates (44) erste Schwangerschaft ausgeplaudert.

Prinz Harry
Ein freundschaftliches Verhältnis zu Journalisten streitet Prinz Harry ab. - keystone

Von diesen Erinnerungen will Prinz Harry aber nichts wissen. Er erklärte vor Gericht lediglich: «Das erste Mal, dass ich Ms. Griffiths traf, war tatsächlich bei einem Wochenende mit Freunden. Und ich hatte damals keine Ahnung, dass sie Journalistin war.»

Glaubst du Prinz Harry?

Nachdem er sich ihrer beruflichen Rolle bewusst wurde, soll er den Kontakt zu ihr abgebrochen haben.

Kommentare

User #2836 (nicht angemeldet)

Zum Glück hat er jetzt Meghane, welche eine grössere Bereicherung für das britische Königshaus ist, daher ist doch egal was 2011 war. 2011 war sowieso ein übles Jahr.

User #4196 (nicht angemeldet)

Schon komisch wie sich der chronische Gedächtnisschwund bei diesen Leuten einschleicht, wenn sie Verantwortung übernehmen müssten.

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