Reporterin wusste von Kates erster Schwangerschaft – und schwieg
Bereits vor der offiziellen Bekanntgabe wusste eine Journalistin von Kates Schwangerschaft. Doch sie entschied sich bewusst gegen eine Erstveröffentlichung.

Das Wichtigste in Kürze
- Prinz William lüftete 2012 bei einer Party in Anwesenheit einer Journalistin Baby-News.
- Diese entschied sich jedoch gegen die Veröffentlichung einer exklusiven Story.
- Sie habe bei Prinzessin Kate keine Grenze überschreiten wollen, erklärt die Journalistin.
Vor dem High Court in London (GB) kämpfen Prinz Harry (41) sowie sechs weitere Personen des öffentlichen Interesses derzeit gegen Berichterstattungen. Den «Associated Newspapers», zu denen auch die «Daily Mail» gehört, wird vorgeworfen, private Informationen, etwa durch gehackte Voicemails, erschlichen zu haben.
Charlotte Griffiths, eine leitende Journalistin der «Mail on Sunday», weist die Vorwürfe, Informationen durch Betrug beschafft zu haben, in einer schriftlichen Zeugenaussage zurück. Für ihre Arbeit habe sie sich auf ein Netzwerk von Freunden der Königsfamilie gestützt, die sie zu Veranstaltungen eingeladen hätten.

Einer der Punkte im Rechtsstreit dreht sich um Prinz Williams Familienplanung im Jahr 2012. Laut Griffiths soll der britische Thronfolger seinen Gästen auf einer Landhausparty in Wiltshire exklusiv von seiner bevorstehenden Vaterschaft erzählt haben.
Kate wegen Schwangerschaftsübelkeit verhindert
David Sherborne, der Anwalt der Kläger, beschuldigt die Reporterin, die Geschichte erfunden zu haben. Denn offenbar wusste zu dem Zeitpunkt nicht einmal die Königsfamilie vom geplanten Nachwuchs. Doch seinen Gästen konnte der Blaublüter das Glück nicht länger verheimlichen – aus einem Grund.

«William kam am Freitag allein an und erklärte, Kate leide unter Schwangerschaftsübelkeit», erklärt die Journalistin. Und ohnehin: «Die Tatsache, dass sie mit ihrem ersten Kind schwanger war, wäre eine grosse Neuigkeit gewesen.»
Doch sie und die anderen Gäste entschieden sich, die brisanten Neuigkeiten zunächst unter Verschluss zu halten. Griffiths: «Ich habe auf eine exklusive Story verzichtet, um meine Freundschaften zu pflegen. Und weil ich wusste, wo die Grenze ist und beschlossen habe, sie nicht zu überschreiten.»
Kollege wollte Story exklusiv machen
Nur drei Tage später wurde das süsse Geheimnis um Prinzessin Kates (44) erste Schwangerschaft mit Sohn George (heute 12) vom St. James's Palace gelüftet. Zum Ärger von Griffiths Kollegen Geordie Greig, wie die Journalistin gesteht.

«Geordie fand heraus, dass ich es gewusst hatte und war ziemlich verärgert, dass ich es ihm nicht gemeldet hatte. Da wir sonst die übrige Presse überholt hätten», erklärt sie.
Doch die Wahrung der journalistischen Sorgfaltspflicht setzte sie an erster Stelle: «Es handelte sich um Informationen, die ich auf einer privaten Veranstaltung erhalten hatte. An der ich in meiner privaten Funktion teilnahm, daher behandelte ich sie auch so.»
















