Jan Josef Liefers griff den Pflegefachkräften für kurze Zeit unter die Arme. Er arbeitete einen Tag lang auf einer Corona-Station mit.
Liefers
Jan Josef Liefers verschaffte sich auf einer Intensivstation einen persönlichen Eindruck. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Jan Josef Liefers half einen Tag lang auf einer Intensivstation aus.
  • Zuvor hatte der Schauspieler wegen der Aktion #allesdichtmachen starke Kritik erhalten.
  • Er berichtet nun über seine Erlebnisse.

Jan Josef Liefers rudert nach seiner viel kritisierten Aktion von letztem Frühling zurück. Der Schauspieler half für einen Tag auf einer Corona-Station mit. Nach seinem eindrücklichen Tag erzählt er nun davon.

Bei «Bild» hat der Schauspieler nun einen Bericht über seinen Tag in der Pflege abgelegt. Er schreibt über die Tätigkeiten, die bei Covid-Komapatienten anfallen. Eine typische Aufgabe sei die Körperpflege der Patienten.

Liefers erlebt harten Tag auf der Intensivstation

An dem Tag, als er in der Intensivstation aushalf, seien sieben Patienten mit Covid-Pneumonie auf der Station gelegen. Sie seien alle künstlich beatmet worden und ihr Blut werde maschinell mit Sauerstoff angereichert.

Laut dem Deutschen seien die Patienten alle schwer krank, dem Tode näher als dem Leben. Und sie seien noch jung, zwischen 28 bis 48 Jahre alt, schreibt er. «Alle ungeimpft. Auch die beiden hochschwangeren Frauen, deren Kinder per Not-OP geholt wurden und leben, während die Mütter es nicht geschafft haben.»

Den Tag verbrachte Liefers eingepackt in zusätzlicher Schutzkleidung, FFP2-Maske und einer Art Taucherbrille. Helfen hätte er nicht viel können, nur bei der Umlagerung der Patienten habe er mit angepackt. Warum es einige so schwer treffe und andere nicht, ist weiterhin unklar. «Allerdings, da waren sich Pfleger wie Ärzte einig, wäre keiner hier gelandet mit einer Impfung».

Mehr zum Thema:

Coronavirus Schauspieler