Eine Frau aus Bayern hat einen Brief aus alten Tagen versteigern lassen. Es war einst an ihre Ur-Ur-Grossmutter gerichtet. Was sie mit dem Erlös aus der Auktion anstellen wird, weiss die Frau auch schon.
Auf einen 1850 versendeten Brief sind die seltenen Briefmarken «Schwarzer Einser» und «Blauer Dreier» geklebt. Der Brief ist für 54 000 Euro versteigert worden. (zu dpa: «Alter Brief mit seltenen «Schwarzen Einsern» bringt 54 000 Euro»). Foto: Heinrich Köhler Auktionshaus/dpa
Auf einen 1850 versendeten Brief sind die seltenen Briefmarken «Schwarzer Einser» und «Blauer Dreier» geklebt. Der Brief ist für 54 000 Euro versteigert worden. (zu dpa: «Alter Brief mit seltenen «Schwarzen Einsern» bringt 54 000 Euro»). Foto: Heinrich Köhler Auktionshaus/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein etwa 170 Jahre alter Brief aus dem Familienbesitz einer 65-jährigen Frau aus Bayern hat bei einer Versteigerung eine beträchtliche Summe eingebracht.

Er habe für 54.000 Euro den Besitzer gewechselt, teilte das Auktionshaus Heinrich Köhler in Wiesbaden am Freitag mit.

Auf dem Brief sind gleich drei wertvolle «Schwarze Einser» und ein «Blauer Dreier», wie die seltenen und begehrten Briefmarken genannt werden.

«Das ist natürlich sehr schön», sagte die 65-jährige bisherige Besitzerin, die anonym bleiben möchte, der Deutschen Presse-Agentur. Der Brief mit den wertvollen Marken war vor etwa 170 Jahren an die Ur-Ur-Grossmutter der Frau adressiert worden und war seither in Familienbesitz. Ihren Anteil am Erlös werde sie nicht behalten, sagte die 65-Jährige. Er gehe an junge Geflüchtete.

«Schwarze Einser» im Wert von damals einem Kreuzer und «Blaue Dreier» im Wert von drei Kreuzern wurden am 1. November 1849 vom Königreich Bayern ausgegeben - die ersten Briefmarken Deutschlands. Der nun versteigerte Brief, der am 24. April 1850 entwertet wurde, ist besonders wertvoll: Er ist laut Auktionshaus «das einzig bekannte Stück in dieser Kombination, eine der ganz grossen Seltenheiten in insgesamt sehr attraktiver und ursprünglicher Erhaltung». Die Marken seien aus der allerersten Druckauflage.

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