Walliser Parlament beschliesst Hilfen für den Weinbau
Das Walliser Parlament hilft den Winzern mit Verkaufsförderung und beim Kampf gegen eine Rebenkrankheit. Einen Zehn-Millionen-Kredit für die Rodung von Reben lehnte es aber ab.

Das Parlament verabschiedete das Unterstützungspaket am Mittwoch mit 101 zu 24 Stimmen bei 2 Enthaltungen.
Das Parlament beschloss, die Aktion «Valais 200 pour 1000» zu erneuern, die bereits während der Covid-19-Krise zur Anwendung kam. Das Konzept sieht vor, dass Gastronomiebetriebe in der Schweiz ausserhalb des Wallis für einen Einkauf von Walliser AOC-Weinen im Wert von 1000 Franken einen Beitrag von 200 Franken von der Branchenorganisation «Swiss Wine Valais» erhalten. Die Finanzierung der Massnahme teilen sich die Branchenorganisation und die vom Einkauf profitierenden Weinkellereien je zur Hälfte.
Zudem beschloss der Grosse Rat eine Massnahme zur Bekämpfung der Rebenkrankheit Goldgelbene Vergilbung. Verwilderte Reben müssen neu innert 30 Tagen gerodet werden, bisher betrug die Frist ein Jahr.
Für das freiwillige Roden von Reben in stark befallenen Gebieten zahlt der Kanton ausserdem einen Beitrag von 3 Franken pro Quadratmeter. Dafür sind insgesamt 750'000 Franken vorgesehen, wovon die betroffenen Gemeinden 150'000 Franken beisteuern.
Keine Mehrheit fand hingegen ein Antrag der landwirtschaftlichen Gruppe für einen Kredit von 10 Millionen Franken für eine Subvention von bis zu 2 Franken pro Quadratmeter für die freiwillige Rodung von Rebflächen. Die Massnahme sollte der Redimensionierung der kantonalen Produktion dienen.










