Raiffeisen

Walliser Raiffeisen-Mitarbeiter klaut Viertelmillion

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

Sion,

Ein Bankmitarbeiter im Wallis hat mehr als 250’000 Franken aus dem Tresor seiner Raiffeisen-Filiale geklaut. Das Geld verspielte er dann bei Sportwetten.

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Der Mitarbeiter einer Raiffeisenbank im Wallis hat eine Viertelmillion Franken geklaut und für Sportwetten ausgegeben. (Symbolbild) - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Bankmitarbeiter im Wallis hat rund 250’000 Franken von der Raiffeisenbank gestohlen.
  • Das Geld verspielte er anschliessend bei Sportwetten.
  • Es ist nicht der erste Fall, wo gestohlenes Geld für das Glücksspiel verzockt wird.

Ein Bankangestellter im Wallis hat über acht Monate hinweg mehr als eine Viertelmillion Franken aus dem Safe seiner Raiffeisen-Filiale gestohlen. Das Geld verspielte er anschliessend bei Sportwetten. Im April stand er dafür vor Gericht, wie «Le Nouvelliste» berichtet.

Der Mitarbeiter hatte demnach alleinigen Zugang zum Banksafe seiner Filiale. Diesen Zugang nutzte er aus, um immer wieder Bündel mit 100- und 1000-Franken-Noten zu entnehmen. Am Ende fehlten 250'600 Franken in der Kasse, wie die Zeitung weiter schreibt.

Der Beschuldigte gestand die Taten und akzeptierte eine bedingte Strafe von zwei Jahren.

Geld muss mit happigem Zins zurückgezahlt werden

Der Diebstahl hat aber auch finanzielle Folgen für den Mann, wie «Le Nouvelliste» weiter schreibt: Er habe sich verpflichtet, den gestohlenen Betrag vollständig zurückzuzahlen, zuzüglich Zinsen von fünf Prozent pro Jahr. Das sind über 14'000 Franken Zinsen jährlich allein auf die gestohlene Summe.

Aber das ist noch nicht alles: Dazu kommen weitere 40'000 Franken Kosten.

Dieser Betrag entspricht den Ausgaben für eine interne Revision: Also eine interne Prüfung der Bankabläufe, die nach Aufdeckung des Betrugs nötig wurde. Auch diese Kosten werden zum gleichen Zinssatz von fünf Prozent verzinst.

Wie es möglich war, dass der Diebstahl über acht Monate unentdeckt blieb, bleibt offen. Florian Debons, Präsident des Verbandes der Raiffeisenbanken des französischsprachigen Wallis, wollte gegenüber «Le Nouvelliste» keine Stellung nehmen. Er äusserte sich nicht zu laufenden oder abgeschlossenen Strafverfahren.

Baselbieter Polizist klaut halbe Million aus Parkuhren und verzockt es im Casino

Vor rund einem Monat sorgte ein ehemaliger Polizist im Kanton Basel-Land für ähnliche Schlagzeilen. Er musste sich Ende März wegen jahrelanger Plünderung von Parkuhren vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten.

Auch er soll das Geld dann unter anderem für seine Casino-Besuche in Basel und im Jura verwendet haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, während etwa 18 Jahren in Laufen insgesamt rund 500'000 Franken entwendet zu haben.

Der heute 67-Jährige arbeitete während 22 Jahren als Stadtpolizist in Laufen BL. Dort war er unter anderem mit der Aufgabe betraut, Münzbehälter der Parkuhren zu leeren.

Wurde dir schon einmal Geld gestohlen?

Das Baselbieter Strafgericht hatte den Ex-Polizisten am 25. März wegen gewerbsmässigen Diebstahls verurteilt. Es hat eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten gegen ihn ausgesprochen. Der Mann soll der Stadt nun 356'215 Franken zurückzahlen.

Die Gemeinde Laufen BL und der Ex-Polizist haben eine Begleichung bis Ende Mai vereinbart: Der Betrag setzt sich einerseits aus dem zwischen 2011 und 2021 entstandenen Schaden von 350'000 Franken zusammen. Andererseits aus einer Parteientschädigung von 6'215 Franken. Alle anderen Ansprüche seien inzwischen verjährt.

Kommentare

User #6018 (nicht angemeldet)

In Amerika hätte er 20 Jahre abgesessen. Finde den Fehler in der Schweiz.

User #1515 (nicht angemeldet)

Ich spende regelmäßig! ...meine Daten an Google.

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