Sitten erwartet 12’000 Besucher zum Finale der Eringerkämpfe
Das nationale Finale der Kämpfe der Eringerkühe findet am 9. und 10. Mai in Sitten statt. In der Arena Pra Bardy werden über 12’000 Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet. Die Ausgabe 2026 wird von den Viehzuchtgenossenschaften des Oberwallis organisiert.

Die Organisation dieser Ausgabe 2026 ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den sieben Eringer-Zuchtgenossenschaften des Oberwallis. «Es war eine echte Herausforderung, aber die Leidenschaft für die Eringer-Rasse und ihre Traditionen hat uns zusammengebracht», erklärte OK-Präsident Aron Pfammatter am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Agarn VS. «Diese Zusammenarbeit ist ein starkes Symbol für Solidarität und Stolz in der gesamten Region.»
Über den Anlass hinaus verfolgt diese Ausgabe ein langfristiges Ziel: den Bau einer neuen Arena im Oberwallis, konkret in Turtmann. Ziel ist es, diese neue Infrastruktur bereits für das nationale Finale 2028 nutzen zu können.
Die Burgergemeinde des Ortes, Eigentümerin des Geländes, hat dem Projekt kürzlich zugestimmt. Zudem wurde ein entsprechender Verein gegründet.
«Ziel ist es, ein verbindendes Projekt für das gesamte Wallis zu schaffen», so Pfammatter, der auch Fraktionschef der Mitte Oberwallis im Grossen Rat ist. «Trotz unserer zwei Sprachen, die manchmal eine Barriere darstellen können, zeigt diese Initiative, dass wir uns um eine gemeinsame Leidenschaft und ein gemeinsames Ziel vereinen können.»
«Heute belaufen sich die Infrastrukturkosten am Standort Pra Bardy auf über eine Viertelmillion Franken pro Jahr. Die neue Arena wird es ermöglichen, die Finalissima langfristig zu sichern und die Zukunft dieser Tradition zu gewährleisten», betonte Fabien Sauthier, Präsident des Eringerzuchtverbands.
Am Samstag sind die Kämpfe der Rinder und Zweitkalbtiere bereits ausverkauft. Für den Sonntag sind derzeit 80 Kühe angemeldet. Diese Zahl dürfte bis zum Ende der Anmeldefrist am 4. Mai noch steigen, mit dem Ziel, die Marke von über 100 Teilnehmerinnen zu überschreiten. Die grosse Mehrheit der qualifizierten Kühe aus den Ausscheidungskämpfen wird erwartet.






