Volkswagen

Volkswagen sorgt mit Sparplänen für Widerstand

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Deutschland,

Volkswagen steht mit seinen geplanten Sparmassnahmen weiter unter Druck. Beschäftigte, Regionen und Experten warnen vor weitreichenden Folgen.

Volkswagen
Volkswagen stösst mit seinen Sparplänen bei Beschäftigten, Regionen und Experten auf deutliche Kritik. (Archivbild) - keystone

An mehreren deutschen Standorten protestierten Beschäftigte gegen die angekündigten Sparpläne des Autobauers und forderten mehr Planungssicherheit für ihre Zukunft. IG Metall und Betriebsrat lehnen mögliche Werksschliessungen entschieden ab und verlangen stattdessen ein langfristiges Zukunftskonzept für den Konzern.

Nach Medienberichten stehen mehrere Werke auf der Liste möglicher Schliessungskandidaten, während weltweit zahlreiche Stellen wegfallen könnten künftig. Zudem sollen Investitionen sinken und einzelne Fahrzeugmodelle künftig in kostengünstigeren Werken ausserhalb Deutschlands produziert werden.

Wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet, kündigten Arbeitnehmervertreter an, den Druck auf den Konzern bei Bedarf weiter zu erhöhen. Auch die Landesregierung in Niedersachsen unterstützt Forderungen nach Lösungen, die Arbeitsplätze und Standorte langfristig sichern sollen.

Volkswagen verunsichert ganze Regionen

Besonders am Standort Zwickau wächst die Sorge vor möglichen Werksschliessungen und ihren wirtschaftlichen Folgen für die gesamte Region. Beschäftigte berichten von grosser Unsicherheit, während zahlreiche Unternehmen um ihre wirtschaftliche Zukunft fürchten.

Glaubst du, dass Volkswagen seine Sparziele ohne Werksschliessungen erreichen kann?

Neben Volkswagen wären auch Zulieferer, Einzelhandel, Gastronomie und Handwerksbetriebe von einem möglichen Stellenabbau erheblich betroffen. Kommunalpolitiker warnen deshalb vor spürbaren Auswirkungen auf Investitionen, Konsum und die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region.

Laut «Deutsche Welle» verschärft insbesondere die schwächere Nachfrage nach Elektroautos den Sparkurs des Unternehmens zusätzlich erheblich. Vor allem in Zwickau wächst deshalb die Sorge um den Erhalt vieler Arbeitsplätze und regionaler Wertschöpfung dauerhaft.

Experten warnen vor Dominoeffekten

Branchenexperten rechnen mit weniger Stellenabbau als zunächst befürchtet und setzen auf weitere Gespräche zwischen Unternehmensführung und Gewerkschaften. Als mögliche Alternativen gelten Verhandlungen sowie flexible Arbeitszeitmodelle zur Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze innerhalb des Konzerns.

volkswagen arbeitszeiten
Bei Volkswagen gelten Verhandlungen und flexible Arbeitszeitmodelle als mögliche Alternativen. (Symbolbild) - keystone

Gleichzeitig warnen Fachleute vor erheblichen Folgen für Zulieferer und zahlreiche weitere Unternehmen im wirtschaftlichen Umfeld von Volkswagen. Werksschliessungen könnten weit mehr Arbeitsplätze gefährden als ausschliesslich jene innerhalb des Autobauers selbst.

Wie das «Handelsblatt» berichtet, prüfen Experten und Konzernführung weiterhin Alternativen, um Beschäftigung möglichst langfristig sichern zu können. Ziel bleibt es, notwendige Einsparungen mit tragfähigen Lösungen für Standorte und Beschäftigte miteinander zu verbinden.

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Kommentare

User #1410 (nicht angemeldet)

Werksschliessungen allein lösen die eigentlichen Probleme nicht. Wenn ein Unternehmen sparen muss, sollte auch das Management Verantwortung übernehmen. Es kann nicht sein, dass zuerst jahrelang Gewinnmaximierung und hohe Ausschüttungen an Aktionäre im Vordergrund stehen und bei Schwierigkeiten vor allem die Mitarbeitenden die Konsequenzen tragen. Wer strategische Fehlentscheidungen trifft, sollte ebenfalls dafür geradestehen. Die Last einseitig auf die Belegschaft abzuwälzen, ist der falsche Weg!

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