Volkswagen

VW-Israel-Kooperation angeblich auf der Kippe wegen Katar

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Die geplante VW-Israel-Kooperation für das Werk Osnabrück gerät ins Wanken. Grossaktionär Katar stellt sich offenbar gegen die Zusammenarbeit mit Rafael.

VW Israel
VW und Israel stehen wegen einer geplanten Kooperation für das Raketenabwehrsystem Iron Dome im Fokus. (Symbolbild) - keystone

Das Volkswagen-Werk in Osnabrück sollte durch einen neuen Auftrag eine langfristige Perspektive erhalten. Geplant war die Produktion von Komponenten für das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome.

Wie die «Welt» berichtet, hatten Volkswagen und der israelische Rüstungskonzern Rafael Advanced Defense Systems Ende April eine Absichtserklärung unterzeichnet. Das Projekt sollte eine mögliche neue Nutzung für den Standort in Niedersachsen schaffen.

Im Werk Osnabrück arbeiten derzeit mehr als 2000 Beschäftigte. Die Fertigung des T-Roc Cabriolets soll nach aktuellem Stand noch bis Mitte 2027 weiterlaufen.

Katar blockiert offenbar VW-Pläne mit israelischem Rüstungskonzern

Danach benötigt Volkswagen eine neue Perspektive für die Fabrik. Eine Entscheidung über die Zukunft des Standorts soll bis Ende des Jahres fallen.

Die geplante VW-Israel-Kooperation gerät nun offenbar durch den Volkswagen-Grossaktionär Katar unter Druck. Der Staatsfonds Qatar Investment Authority ist derzeit der drittgrösste Einzelaktionär des Konzerns.

Soll Deutschland stärker auf die Produktion strategischer Technologien im eigenen Land setzen?

Laut dem «Handelsblatt» gibt es Widerstand aus Katar gegen eine Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und Rafael Advanced Defense Systems. Dem Bericht zufolge bestehen Vorbehalte gegen eine dauerhafte Kooperation mit dem israelischen Unternehmen.

VW schweigt zu Streit um Israel-Projekt und Standort Osnabrück

Die Beziehungen zwischen Katar und Israel sind seit Beginn des Gaza-Kriegs angespannt. Eine Beteiligung an einer Rüstungskooperation mit Israel wäre für Katar laut Berichten politisch schwer zu rechtfertigen.

Volkswagen äusserte sich bislang nicht zu den Berichten. Ein Sprecher erklärte dem «Focus» zufolge, dass der Konzern Spekulationen über den Standort Osnabrück weiterhin nicht kommentiere.

Auch das Land Niedersachsen beschäftigt sich mit der Zukunft des VW-Werks. Das Bundesland hält 20 Prozent der Stimmrechte bei Volkswagen.

Niedersachsen prüft Hilfe für VW-Werk Osnabrück

Die Landesregierung prüft eine mögliche Beteiligung am Standort Osnabrück. Dabei geht es um Unterstützung für den geplanten Umbau von der Auto- zur Rüstungsproduktion.

Die geplante Umstrukturierung soll dem Werk Osnabrück eine neue Perspektive geben, nachdem die klassische Fahrzeugproduktion dort ausläuft.

VW
VW und Israel planten eine Kooperation, die dem Werk Osnabrück eine neue Zukunft geben sollte. (Symbolbild) - keystone

Sollte die Produktion nicht in Osnabrück entstehen, könnten alternative Standorte geprüft werden. Israel könnte für weitere Iron-Dome-Komponenten unter anderem Indien als Standort betrachten.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Das sozialistische D implodiert

User #1801 (nicht angemeldet)

Das kommt davon wenn man alles in die ganze Welt verkauft. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Klarer Fall von selber schuld.

Weiterlesen

VW
41 Interaktionen
Auto-Krise
vw chef blume
6 Interaktionen
Stellenabbau
VW
26 Interaktionen
Zukunftskurs
Nachhaltigkeit
82 Interaktionen
Sonnenlicht nutzen

MEHR IN NEWS

Omaha
Unfall NW
Emmetten NW
Donald Trump Iran
481 Interaktionen
Video zeigt

MEHR VOLKSWAGEN

VW Tiguan
164 Interaktionen
Zeitenwende
Blume
20 Interaktionen
Wolfsburg
VW-Chef Oliver Blume dementierte zwar direkte Verkaufsgespräche, bezeichnete die Nutzung unterausgelasteter deutscher Fabriken mit chinesischen Partnern jedoch als «intelligente Lösung».
111 Interaktionen
Gerüchteküche
VW
9 Interaktionen
Strategiewechsel

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Edda Pilz
Kündigung
München
Siemens
München
Regisseur Volker Schlöndorff
Ludwigshafen