Vegan ist unbestreitbar ein Megatrend. Studien gehen für die nächsten Jahre von zweistelligen Wachstumsraten aus.
Würstchen vegan
Optisch und geschmacklich kommen vegane Würstchen dem Original sehr nahe. - Unsplash
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Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss Studien wird der Markt für vegane Fleischalternativen weiter stark wachsen.
  • 2040 soll der Anteil von Fleisch aus Pflanzen und dem Labor rund 60 Prozent betragen.
  • Ein gesteigertes Klima- und Gesundheitsbewusstsein treibt die Nachfrage in die Höhe.

Vegan ist ein scheinbar unaufhaltbarer Trend. Die pflanzliche Ernährung hat sich vom «Körnlipicker-Klischee» befreit und sich zu einer hippen Lebenseinstellung gewandelt.

Im Vergleich mit dem konventionellen Markt von tierischen Produkten bewegt sich die Nachfrage zwar noch in einer Nische. Marktstudien weisen jedoch darauf hin, dass diese weiterhin steigen wird.

Fleischalternativen weisen hohe Wachstumsraten auf

Der Gesamtmarkt der Fleischalternativen soll laut einer Studie von Polaris Market Research bis 2027 jährlich um 15,8 Prozent wachsen.

Ein Bericht von AT Kearney prognostizierte, dass 30 bis 40 Prozent der tierischen Proteine durch pflanzliche ersetzt werden könnten. Und dies bereits 2030.

Und bis 2040 soll der Marktanteil von Fleisch aus Pflanzen und dem Labor sogar auf 60 Prozent ansteigen.

Vegan Tofu
Tofu ist vegan und eine beliebte Alternative zu tierischen Proteinen. - Pexels

Tofu zählt zu den populärsten Alternativen zu tierischen Proteinen. Die Marktforschungsfirma Million Insights legte kürzlich die neuesten Entwicklungszahlen zum globalen Markt für Tofu vor.

Die Studie prophezeit dem Sojaprodukt eine jährliche fünfprozentige Wachstumsphase über die nächsten fünf Jahre. Der Tofumarkt soll im Jahr 2025 einen Wert von 3,28 Milliarden US-Dollar erreichen.

Die Konsistenz und der neutrale Geschmack von Soja eignen sich gut zur Herstellung von Fleischalternativen wie Würstchen oder Burger. Im asiatischen Raum ist neutraler Tofu zudem fest in der traditionellen Küche verankert.

Japan ist Marktführer im Tofukonsum. Länder wie die USA und Deutschland, in denen das Konsumverhalten von einem wachsenden Gesundheitsbewusstsein geprägt ist, treiben das Wachstum voran.

Auch die weltweite Corona-Pandemie hat sich positiv auf den Verkauf pflanzlicher Alternativen ausgewirkt, insbesondere in den USA und Europa.

Ist die Zukunft vegan?

In den kommenden Jahren wird die Lebensmittelproduktion einen radikalen Wandel erleben. Der Trend zu gesunder Ernährung und ein grösseres Bewusstsein für Tier und Umwelt treiben die Nachfrage nach Fleischalternativen voran.

Eine Studie der Universität Oxford belegte, dass die pflanzliche Ernährung ein effektives Mittel gegen den Klimawandel ist. Bis zu 73 Prozent könnte der ökologische Fussabdruck durch eine Umstellung auf vegan gesenkt werden.

Nicht umsonst stellt deshalb die EU im Rahmen des Programms Horizon 2020 zehn Milliarden Euro zur Erforschung alternativer Proteine bereit.

Durch die massiven Investitionen in die Forschung werden die Fleischalternativen zukünftig wohl günstiger und geschmacklich besser sein.

Vegan Burger mit Käse
Vegan oder nicht? Bei Burgern ist der Unterschied kaum mehr zu erkennen. - Unsplash

Dass die Zukunft komplett vegan sein wird, scheint zum jetzigen Zeitpunkt dennoch unrealistisch. Je nach Studie variieren die Prognosen zu Wachstum und Marktanteil von Fleischalternativen stark.

Einig sind sich die Berichte und Experten jedoch darin, dass dieser Markt signifikant anwachsen wird.

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