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    Seitan: Die pflanzliche Fleischalternative im Detail

    Kiran Iqbal
    Kiran Iqbal

    Bern,

    Seitan ist eine vielseitige Eiweissquelle, die in der veganen Küche beispielsweise als Fleischerstsatz dient. Was steckt drin? Hier erfährst du mehr.

    Seitan
    Seitan ist ein pflanzlicher Eiweisslieferant. - Depositphotos

    Seitan hat sich als beliebte pflanzliche Eiweissquelle etabliert, besonders in der veganen und vegetarischen Küche. Er wird aus Weizengluten hergestellt, wodurch er eine interessante fleischähnliche Textur erhält.

    Aber was ist eigentlich drin? Und welche Vor- und Nachteile bietet das Weizenprotein?

    Nährwerte von Seitan: Wenig Fett, viel Eiweiss

    Seitan bietet eine beachtliche Menge an Eiweiss und enthält dabei nur wenig Fett und Kalorien. 57 Gramm des Weizenproteins liefern etwa 17 Gramm Protein und lediglich 100 Kalorien.

    Seitanspiesse mit Paprika und Tomaten
    Wer sich vegan oder vegetarisch ernährt, kann Seitan als Fleischersatz verwenden. - Depositphotos

    Dies macht ihn zu einer attraktiven Eiweissquelle, besonders für diejenigen, die eine pflanzliche Ernährung bevorzugen. Im Vergleich zu anderen pflanzlichen Eiweissquellen wie Tofu oder Tempeh hat Seitan einen deutlich höheren Proteingehalt.

    Er enthält jedoch wenig Ballaststoffe, was ihn in Bezug auf die Nährstoffdichte etwas einseitig macht. Trotz seiner positiven Eigenschaften sollte man bei der Zubereitung auf die Zutaten achten, insbesondere auf zusätzlichen Zucker und Salz in Fertigprodukten.

    Seitan: Vorteile und mögliche Nachteile

    Ein grosser Vorteil von Seitan ist seine vielseitige Verwendbarkeit. Durch seine neutrale Geschmacksbasis lässt er sich hervorragend mit verschiedenen Gewürzen und Aromen kombinieren.

    Allerdings gibt es auch einige Nachteile, die man berücksichtigen sollte. Da Seitan aus Weizen besteht, ist er für Menschen mit Zöliakie oder Glutenempfindlichkeit nicht geeignet.

    Zudem handelt es sich bei Seitan um ein unvollständiges Protein, was bedeutet, dass es nicht alle essenziellen Aminosäuren enthält. Deshalb ist es wichtig, andere Eiweissquellen in die Ernährung einzubauen.

    Wie man Seitan richtig verwendet

    Der pflanzliche Eiweisslieferant lässt sich auf vielfältige Weise zubereiten: von Grillen über Braten bis hin zu Wokgerichten. Da er von Natur aus einen neutralen Geschmack hat, nimmt er die Aromen von Gewürzen, Saucen und Marinaden auf.

    Seitan
    Ob als Steak, im Sandwich oder im Curry ‒ Seitan ist vielseitig einsetzbar. - Depositphotos

    Für eine einfache Zubereitung kann man fertigen Seitan kaufen oder ihn selbst herstellen. Bei der traditionellen Methode wird Weizenmehl mit Wasser vermengt und geknetet, um den Teig anschliessend zu waschen, sodass das Weizengluten übrig bleibt. Dieses wird dann weiterverarbeitet und gekocht oder gedämpft, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

    Das pflanzliche Protein lässt sich in zahlreichen Gerichten verwenden, etwa in Currys, als Fleischersatz für Sandwiches oder als vegetarische Alternative zu Gulasch. Mit seiner elastischen Konsistenz eignet sich Seitan besonders gut für die Zubereitung von pflanzlichen Fleischalternativen.

    Kommentare

    User #5625 (nicht angemeldet)

    Ist ja nicht so,dass mir früher das Fleisch nicht geschmeckt hat(deshalb den "Ersatz")! Aber seit mir bewusst geworden ist, dass man dafür ja Lebewesen umbringen muss, verzichte ich doch lieber darauf! Und Fleischersatz schmeckt nur für diejenigen grässlich, die lieber "totes Tier" mögen?

    User #4101 (nicht angemeldet)

    Seit 16 Jahren lebe ich vegan – was soll ich sagen? Eine super Entscheidungen fühl mich fit, mental gestärkt und bin so gut wie nie krank. Für mich ist vegan nicht nur Tofu und Sojawurst hmm auch wenn’s die gibt und hey sie retten so manchen Grillabend!😅 sondern vor allem frisches, regionales unverarbeitetes Essen so natürlich wie möglich. Vegan zu leben heisst nicht, auf alles zu verzichten, viel mehr bewusster zu wählen. Und nein, es ist kein geheimer Club für Sellerie-liebende Superfoodgurus. Es ist einfach eine Entscheidung für Gesundheit, Tierwohl und die Umwelt mit einem grossen Plus für den eigenen Körper. Und mal ehrlich: Ein achtsamer Umgang mit der Umwelt unseren Freunden den Tieren und der Natur, wäre doch ein starker Beitrag für eine Zukunft. In der unsere Kinder fröhlich barfuss über Wiesen rennen und nicht durch Müll waten. Weniger „Ich zuerst mehr Wir alle“. Tut uns allen gut:)

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