SNB erwartet nur leicht erhöhte Inflation
Die Folgen des Iran-Krieges und des höheren Ölpreises zeigen sich auch bei den Inflationserwartungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Sie rechnet allerdings nur mit einem leichten Anstieg der Teuerung.

Konkret erwarten die Währungshüter für 2026, 2027 und 2028 Jahresinflationsraten von 0,6, 0,6 und 0,7 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Bei der letzten Lagebeurteilung im März waren sie von Werten von 0,5 Prozent für 2026 und 2027 sowie von 0,6 Prozent für 2028 ausgegangen.
Die Europäische Zentralbank hatte vor einer Woche wegen der gestiegenen Inflation die Zinsen erhöht. Die aktuellen Inflationsprognosen der SNB deuten nicht auf einen solchen Schritt hin. Ihr Ziel ist es, die Inflation im Bereich von 0 und 2 Prozent zu halten. «Die Prognose befindet sich über den gesamten Prognosezeitraum im Bereich der Preisstabilität», heisst es denn auch im Communiqué der SNB. Die Inflationsprognose der SNB geht stets davon aus, dass der Leitzins auf dem aktuellen Niveau bleibt.
Der zuletzt beobachtete Anstieg der Inflation war laut der SNB hauptsächlich auf höhere Preise für Erdölprodukte zurückzuführen. Die anderen Waren und Dienstleistungen hätten kaum zum Anstieg beigetragen.
Die SNB geht davon aus, dass die Auswirkungen der gestiegenen Energiepreise mit der Zeit nachlassen dürften. Gemäss der bedingten Inflationsprognose werde die Teuerung in den nächsten Quartalen zwar zunächst noch leicht zunehmen, bevor sie in der ersten Jahreshälfte 2027 dann voraussichtlich wieder etwas zurückgehen werde. Alles in allem bleibe die Inflationsprognose damit mittelfristig praktisch unverändert.










