US-Inflation schwächt sich im Juli leicht ab
Die Inflation in den USA hat sich im Juli wie erwartet leicht abgeschwächt. Die Konsumentenpreise lagen 3,4 Prozent höher als im Vorjahresmonat, nach einem stärkeren Anstieg in den Monaten zuvor.

Damit entsprach die Teuerung den Erwartungen der Analysten, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des US-Arbeitsministeriums hervorgeht. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Konsumentenpreise um 0,1 Prozent. Auch dies lag im Rahmen der Markterwartungen.
Für die Abschwächung waren vor allem tiefere Energiepreise verantwortlich. Diese waren nach der zwischenzeitlichen Beruhigung des Konflikts im Nahen Osten im Juni und Anfang Juli gesunken. Wegen der erneuten Verschärfung des Kriegs und steigender Ölpreise könnte dieser Effekt allerdings wieder nachlassen.
Bei den Dienstleistungen sorgten insbesondere höhere Gesundheitskosten für Aufwärtsdruck auf die Preise.
Die Entwicklung dürfte an den Finanzmärkten mit Erleichterung aufgenommen werden. Die US-Notenbank Fed hatte Ende Juli auf eine weitere Zinsanhebung verzichtet. Eine Mehrheit im geldpolitischen Ausschuss FOMC geht davon aus, dass der jüngste Inflationsschub zumindest teilweise vorübergehender Natur ist.
Für ihre Geldpolitik orientiert sich das Fed allerdings stärker am PCE-Preisindex. Die Notenbank strebt langfristig eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Dieses Ziel wird seit mehr als fünf Jahren verfehlt.
Anfang 2025 hatte sich die Teuerung diesem Ziel noch angenähert. Danach verstärkten unter anderem die von Präsident Donald Trump eingeführten Zölle den Preisdruck. Nach Beginn des Kriegs gegen den Iran Ende Februar stieg die Inflation deutlich an und erreichte im Mai 4,2 Prozent.
Gleichzeitig blieb der US-Arbeitsmarkt vergleichsweise robust. Das Fed sieht deshalb bislang Spielraum, bei der Inflationsbekämpfung vorsichtig vorzugehen. Drei Mitglieder des FOMC hatten sich bei der jüngsten Sitzung dennoch für eine Zinserhöhung ausgesprochen.














