Inflation in Deutschland steigt nach Tankrabatt auf 2,8 Prozent
Die Inflation in Deutschland ist im Juli auf 2,8 Prozent gestiegen. Nach dem Ende des Tankrabatts verteuerten sich Kraftstoffe besonders stark.

Die Inflation in Deutschland hat im Juli deutlich angezogen. Die Verbraucherpreise lagen 2,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, berichtet der «Deutschlandfunk».
Im Juni hatte die Inflationsrate noch 2,3 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Juli um 0,8 Prozent.
Als wichtigsten Preistreiber nennen die Berichte die Entwicklung der Energiepreise. Diese lagen im Juli 8,3 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Ende des Tankrabatts wirkt nach
Der staatliche Tankrabatt war Ende Juni ausgelaufen. Zuvor hatte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vorübergehend gesenkt, schreibt die «Zeit».
Nach dem Ende der Entlastung zogen die Preise an den Tankstellen deutlich an. Laut der «VerkehrsRundschau» bleiben Kraftstoffe damit der grösste Preistreiber.
Im Juli kosteten Kraftstoffe 23 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber Juni verteuerten sie sich innerhalb eines Monats um 11,2 Prozent.
Inflation in Deutschland: Internationale Märkte unter Druck
Zusätzlichen Druck auf die Energiepreise erzeugt die angespannte Lage am Persischen Golf. Die «Zeit» verweist dabei auf den ungelösten Konflikt zwischen den USA und Iran.
Die Strasse von Hormus ist für den weltweiten Öl- und Gashandel von grosser Bedeutung. Ihre Blockade belastet deshalb die internationalen Energiemärkte.
Auch die Transportkosten können den Preisdruck verstärken. Die «VerkehrsRundschau» verweist auf Niedrigwasser und höhere Logistikkosten auf wichtigen Wasserstrassen.
Lebensmittel bleiben vergleichsweise stabil
Bei Lebensmitteln fiel die Teuerung im Juli deutlich geringer aus. Die Preise lagen lediglich 0,4 Prozent über dem Vorjahresmonat, berichtet der «Deutschlandfunk».
Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 1,9 Prozent binnen Jahresfrist. Zucker und Süsswaren kosteten vier Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Butter wurde dagegen deutlich günstiger als vor einem Jahr. Die «VerkehrsRundschau» nennt einen Preisrückgang von 30,1 Prozent.
Dienstleistungen ebenfalls teurer
Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Juli um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit fiel die Teuerung etwas geringer aus als in den beiden Vormonaten.
Die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag im Juli bei 2,4 Prozent. Damit blieb sie unter der allgemeinen Inflationsrate von 2,8 Prozent.
Höhere Energiekosten können nach Einschätzung von Ökonomen weitere Preise beeinflussen. Die «Zeit» verweist dabei insbesondere auf mögliche Auswirkungen bei Transport, Lagerung und Lebensmittelpreisen.















