SIX-Finanzchef: Handelsvolumen haben mit Nahost-Konflikt angezogen
An der Schweizer Börse SIX hat sich das Handelsvolumen mit dem Konflikt in Nahost noch einmal gesteigert.

«Die Volumina sind deutlich angestiegen, und die Volatilität an den Märkten ist höher», sagte SIX-Finanzchef Daniel Schmucki im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. Bereits in den ersten Wochen 2026 waren die Volumen ihm zufolge überdurchschnittlich stark angezogen, was seit Anfang März nochmals zugenommen hat. Davon profitiere das Börsenhandelsgeschäft und auch das Clearing- und Settlement-Geschäft.
Auf der anderen Seite belaste der Rückgang an den Aktienmärkten die Vermögenswerte in Verwahrung (Custody), aus denen die Börsenbetreiberin ebenfalls Erträge generiere. Beides gleiche sich in der Regel aus, was für die Robustheit des Geschäftsportfolios spreche, sagte Schmucki.
Derweil läuft das Transformationsprogramm bei der SIX Schmucki zufolge nach Plan. Vor einem Jahr war in dem Zusammenhang ein Stellenabbau von ungefähr 150 Stellen für das vergangene Jahr in Aussicht gestellt worden. Die Grössenordnung habe sich in etwa so bestätigt, so der Finanzchef. Der Abbau sei global verteilt gewesen, sagte er auf die Frage, ob auch in der Schweiz Jobs weggefallen sind.
Auch 2026 und 2027 werde es noch weitere Massnahmen geben. Dass ein Teil davon auch Mitarbeiter betrifft, könne das SIX-Management derzeit nicht ausschliessen. Eine Grössenordnung nannte er nicht. Ende Dezember hatte die Gruppe rund 4300 Mitarbeitende, davon knapp 2200 in der Schweiz.
Für 2026 und 2027 strebt die SIX ein Ertragswachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Die EBITDA-Marge soll sich dabei von 36,2 Prozent im Jahr 2025 (ohne Restrukturierungskosten) auf über 40 Prozent verbessern. Ausserdem will die SIX ihre Kostenbasis bis Ende 2027 im Vergleich zu 2024 um mehr als 120 Millionen Franken senken.










