Stadt Zürich

Unispital-Skandal: Parteien wollen PUK und Einsitz im Spitalrat

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Gleich drei Parteien haben am Montag nach dem Skandal um die Übermortalität am Zürcher Unispital weitere Schritte gefordert. Diese gingen von der Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) bis zum Einsitz der Gesundheitsdirektion im Spitalrat.

Drei Parteien forderten im Zürcher Kantonsrat weitere Schritte nach dem Bericht über die Vorgänge an der Herzchirurgie des Unispitals. (Archivbild)
Drei Parteien forderten im Zürcher Kantonsrat weitere Schritte nach dem Bericht über die Vorgänge an der Herzchirurgie des Unispitals. (Archivbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Erschüttert zeigten sich die Sprecherinnen und Sprecher von FDP, Grünen und AL vom Bericht zu den Vorgängen am Unispital (USZ). Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung der vermeidbaren Todesfälle sollen ihrer Ansicht nach auch politische Schritte folgen.

Claudio Zihlmann (Zürich) forderte in einer Fraktionserklärung der FDP, dass der Kantonsrat als Oberaufsicht tätig werden soll. «Wenn es eine PUK braucht, dann setzen wir diese ein», sagte er. Die Vorgänge müssten aufgearbeitet werden, auch im Wissen darum, dass mit Thomas Heiniger ein Freisinniger zur damaligen Zeit Gesundheitsdirektor war, so Zihlmann.

Gegen eine PUK sprach sich hingegen Jeannette Büsser (Horgen) im Namen der Grünen aus. Es brauche aber mehr als eine Entschuldigung bei den Angehörigen der Verstorbenen. «Die Gründe liegen im System. Die Strukturen schaffen Anreize für Fehlverhalten», sagte sie. Die Grünen forderten Transparenz, einen Lohndeckel, keine Zusatzeinkommen für Ärzte und mehr griffige Kontrollen.

Die AL schliesslich reichte einen Vorstoss ein, der den Einsatz der Gesundheitsdirektion im Spitalrat fordert. Nicole Wyss (Zürich) sah zwar gute Ansätze, etwa, dass die Gesundheitsdirektion nun Administrativuntersuchungen einleiten kann. «Aber wir müssen noch weiter gehen».

Die Aufsicht habe versagt. Wenn die Gesundheitsdirektion im Spitalrat sitze, übernehme die Politik Verantwortung.

Der letzte Woche veröffentlichte «Oberholzer- Bericht» ergab, dass es im Zeitraum von 2016 bis 2020 bei rund 4500 Operationen an der Herzklinik des USZ zu 68 bis 74 Todesfällen mehr kam, als statistisch zu erwarten gewesen wäre. Der damalige Klinikdirektor Francesco Maisano habe zudem ein von ihm mitentwickeltes Produkt eingesetzt und soll finanziell profitiert haben.

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Kommentare

User #5075 (nicht angemeldet)

In dieser PUK dürfen aber keine Mittäter sein!!! Sonst wird das so wie in der Enquette-Kommission im Bundestag werden! Eine peinliche Show, die zu nichts führt und die Täter am Schluss befördert.

User #3032 (nicht angemeldet)

Egal wer in der Aufsicht des USZ sitzt der Klüngel und der Matchogeist im Oberen USZ Bereich wird nicht vermieden! Das ist eine 50 jährige Strucktur

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