Zürcher Kantonsrat spricht sich für Förderklassen aus
Der Zürcher Kantonsrat hat sich am Montag deutlich für die Einführung von Förderklassen ausgesprochen. Damit sollen Gemeinden die Möglichkeit haben, lernschwache und verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler in separaten Klassen zu unterrichten.

Die Ratslinke warnte, dass so Kinder mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen in die Förderklassen kämen – erfolglos. Der Kantonsrat schmetterte alle Anträge ab. Einen Antrag auf Nichteintreten lehnte er mit 117 zu 57 Stimmen ab.
Nach dem Willen der Mehrheit sollen die Gemeinden künftig Förderklassen einführen, wenn sie Bedarf sehen. Diese würden von Heilpädagoginnen und Heilpädagogen geführt. Vertreter der linken Parteien sahen darin einen Angriff auf die integrative Schule und warnten vor hohen Kosten.
Das Geschäft geht nun an die Redaktionskommission. Die Schlussabstimmung findet an einer der nächsten Sitzungen statt. Das Stimmvolk könnte definitiv entscheiden, ein Referendum gegen den Entscheid wäre möglich.






