Nestlé-Konkurrent Unilever übertrifft Erwartungen

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Grossbritannien,

Der britische Konzern Unilever erzielt im dritten Quartal bessere Ergebnisse als prognostiziert, obwohl der Umsatz leicht zurückgeht.

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Unilever baut in der Schweiz schon seit Jahren Stellen ab. - keystone

Unilever hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, obwohl der Umsatz leicht sank. Der britische Konsumgüterkonzern, bekannt für Marken wie Dove, Axe, Knorr, Ben & Jerry's und Magnum, erzielte 14,7 Milliarden Euro – ein Minus von 3,5 Prozent.

Der bereinigte Umsatz, der Sondereffekte und Wechselkurse ausklammert, stieg jedoch um 3,9 Prozent und übertraf die Markterwartungen. «Das ist eine leichte Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr dank stärkerer Schwellenländer und robuster Kernmarken», erklärte Analyst Aarin Chiekrie von Hargreaves Lansdown.

Die Aktie zeigte sich zunächst uneinheitlich. Sie lag am Morgen in London 0,4 Prozent im Minus.

Konzernneuausrichtung unter Druck von Investoren

Unter Druck von Investoren darunter der US-Milliardär Nelson Peltz mit seinem Fonds Trian hatte Unilever 2024 eine Neuausrichtung angekündigt: Der Konzern will sich auf 30 Kernmarken konzentrieren und die Speiseeis-Sparte abspalten.

Das neue Unternehmen soll «The Magnum Ice Cream Company» heissen und Marken wie Magnum, Ben & Jerry's und Cornetto bündeln. Zugleich plant Unilever ein Sparprogramm mit 7500 Stellenstreichungen – knapp 6 Prozent der Belegschaft.

«Abgesehen vom Eisgeschäft haben sich unsere Ergebnisse verbessert, mit einer beschleunigten Absatzsteigerung», sagte Konzernchef Fernando Fernandez.

Abspaltung verzögert sich wegen US-Haushaltsstillstand

Die Abspaltung verzögert sich jedoch wegen des US-Haushaltsstillstands, der die Arbeit der Börsenaufsicht blockiert. Unilever will die Trennung nun bis Jahresende abschliessen. Die neue Eisfirma soll in Amsterdam notiert sein, mit Zweitlistings in London und New York.

Fernandez erwartet, dass die Abspaltung «ein einfacheres Unilever» mit «dauerhaft höheren Margen» schaffen wird. Der Konzern will zunächst rund 20 Prozent behalten.

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