Italiens Target-Schulden erreichen seit September 2020 einen neuen Höchststand. Die Deutsche Bundesbank gilt seit längerem als grösster Gläubiger.
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Die Frau zahlte am Bayreuther Bahnhof einer Geldabholerin mehrere zehntausend Euro in bar (Symbolbild). - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Italiens Target-Schulden stiegen stark an und liegen nun bei rund 567 Milliarden Franken.
  • Dabei handelt es sich um das höchste Niveau seit 2020.
  • Bei der Bundesbank dagegen stiegen die Target-Forderungen an.

Italiens Verbindlichkeiten im Zahlungsverkehr der Euro-Zone sind im November auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr geklettert. Die Target-Schulden nahmen im vergangenen Monat um fast 26 Milliarden Euro (etwa 27 Milliarden Franken) zu. Sie liegen bei circa 545 Milliarden Euro (rund 567 Milliarden Franken). Dies geht aus am Dienstag veröffentlichten Daten der Banca d'Italia hervor.

Das ist das höchste Niveau seit September 2020. Bei der Bundesbank stiegen dagegen im vergangenen Monat die Target-Forderungen kräftig an.

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Vor dem Haupttor der Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main steht ein Wegweiser mit der Aufschrift «Deutsche Bundesbank». - dpa

In der Währungsunion wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr der Banken über das «Target 2» genannte Verrechnungssystem abgewickelt. Die Salden zeigen die Forderungen und Verbindlichkeiten an, die bei den Euro-Notenbanken dadurch entstehen. Italien war zuletzt der grösste Schuldner in dem System.

Umfangreiche Anleihenkäufe der Euro-Notenbanken

Ökonomen beobachten die Daten genau, denn dahinter könnten sich Veränderungen bei den Kapitalströmen verbergen. Während der Euro-Schuldenkrise war es beispielsweise zu Kapitalabflüssen aus südeuropäischen Ländern gekommen. Die EZB erklärt den aktuellen Anstieg der Salden mit den umfangreichen Anleihenkäufen der Euro-Notenbanken.

Die Bundesbank wies für den November einen Anstieg ihrer Target-Forderungen auf rund 1 Billion Euro (etwa 1 Billion Franken) aus. Das ist das höchste Niveau seit dem Rekordstand vom Dezember 2020. Die deutsche Notenbank ist schon seit längerem mit Abstand der grösste Gläubiger in dem Verrechnungssystem.

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