Hape Kerkeling hat Italien verlassen

Maja Bojic
Maja Bojic

Italien,

Hape Kerkeling spricht offen darüber, warum er Italien, lange seine zweite Heimat, verlassen hat und welche Erfahrungen er als schwuler Mann dort machte.

Hape Kerkeling
Hape Kerkeling lebte viele Jahre in Italien und fühlte sich dort als schwuler Mann wiederholt diskriminiert. (Archivbild) - keystone

Der deutsche Entertainer Hape Kerkeling (61) lebte viele Jahre zunächst mehrmals im Jahr in Umbrien, Italien. Laut «N‑TV» verlässt er das Land, weil er sich dort wegen seiner Homosexualität wiederholt diskriminiert sah.

Laut «RTL» berichtet Kerkeling in einem Stern-Interview, dass die täglichen Anfeindungen gegen schwule Paare ihn stark belastet hätten. Diese Belastungen seien ein Grund für seinen Wegzug aus Italien gewesen.

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Kerkeling sagte, er sei als schwuler Mann in Italien so diskriminiert worden, dass er nicht mehr dort leben wolle. Er bezeichnete die Erfahrungen als eine «tägliche Belastung».

Hape Kerkeling über Toleranz: Italien zurück, Deutschland nur mässig

Er kritisiert zudem, dass Italien beim gesellschaftlichen Fortschritt hinter anderen Ländern zurückbleibe. Dabei zieht er Vergleiche mit skandinavischen Staaten, wo homosexuelle Paare seiner Beobachtung nach kaum auffielen.

Er erwähnt die Politik unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, ohne genaue rechtliche Daten zu nennen, wie «RTL» berichtet.

Er betont, dass Deutschland in Sachen Toleranz im Vergleich in der Mitte liege. Oft werde hier nur mit hochgezogenen Augenbrauen reagiert, was ebenfalls als diskriminierend empfunden werden könne.

Diskriminierungserfahrungen in Italien bleiben weitgehend unerforscht

Wie auf «Wikipedia» vermerkt, ist Kerkeling ein vielfach ausgezeichneter deutscher Komiker, Autor und Moderator. Er gilt seit Jahren als öffentlich bekannte homosexuelle Persönlichkeit und hat zuvor international gearbeitet.

Hape Kerkeling ist laut dem «SRF» seit 2016 mit seinem Partner Dirk Henning verheiratet.

Hape Kerkeling Italien
Hape Kerkeling kritisiert, dass Italien beim gesellschaftlichen Fortschritt hinter anderen Ländern zurückbleibt und zieht Vergleiche zu toleranteren Staaten. (Archivbild) - keystone

Kein weiterer aktueller Bericht aus grossen Medien oder Behörden geht detaillierter auf die erlebte Diskriminierung im Alltag ein. Auch offizielle Einschätzungen zur Lage von LGBT in Italien liegen nicht vor.

Kommentare

User #5926 (nicht angemeldet)

Italien ist mit dem Vatikan ein zutiefst katholisches Land. Die katholische Lehre an sich zeigt bis heute Widerstand gegen Lesben und Schwule. 80% der italienischen Bevölkerung allerdings sieht diesen Glaubensbereich nicht mehr so eng und auch die Frau als „Rippe des Mannes ihm zu Diensten“ gilt heute als veraltete Lehre - und nur wenige Erzkatholische und sehr alte Leute sind heute noch diesem alten Glauben verhaftet. Wenn homosexuelle und lesbische Paare sich ebenso unauffällig wie heterosexuelle Paare verhalten auf den Strassen von Italien, kann ich fast nicht glauben, dass hier eine Diskriminierung herrscht. Leider hat Herr Kerkeling nicht genauer gesagt, wo, von wem und wie er diskriminiert wurde.

User #3262 (nicht angemeldet)

Italien ist kein gutes Land für Schwule. Holland und Norwegen sind da viel besser.

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