Trump droht Iran wegen angeblicher Minen in der Strasse von Hormus
Die Lage im Nahen Osten bleibt hoch angespannt. Nach Angriffen, Gegenschlägen und politischen Drohungen überschlagen sich im Iran-Krieg die Ereignisse.

Das Wichtigste in Kürze
- Mojtaba Khamenei wird neuer oberster Führer des Irans inmitten des Krieges.
- Luftangriffe der USA und Israels sowie iranische Gegenangriffe intensivieren die Gewalt.
- Ölpreise steigen deutlich, belastet durch die regionale Instabilität.
- Alle Neuigkeiten gibt es hier im Ticker von Nau.ch.
Seit nun mehr als einer Woche spitzt sich der Konflikt rund um den Iran immer weiter zu. Nach Angriffen, Gegenschlägen und scharfer Rhetorik wächst international die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Mehrere Länder haben ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, während Diplomaten gleichzeitig versuchen, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.
Am Montag war auch der Ölpreis erstmals seit Jahren auf weit über 100 US-Dollar angestiegen. Jüngste Aussagen von Donald Trump, nach denen der Krieg schon bald zu Ende sein könnte, liessen den Preis anschliessend wieder deutlich sinken.
Zusätzlich verschärft ein politischer Umbruch in Teheran die Lage: Nach dem Tod von Ali Khamenei wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum neuen obersten Führer ernannt. Bei einer Pressekonferenz wollte sich Trump nicht dazu äussern, ob der Chamenei-Sohn ebenfalls ein Ziel der US-Angriffe sein wird.
Weisses Haus verspricht Bericht zu Angriff auf Mädchenschule im Iran
21.53: Die Ergebnisse von US-Untersuchungen zu einem tödlichen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran sollen veröffentlicht werden.
Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte auf die Frage von Journalisten, ob der Bericht zugänglich gemacht werde: «Das Kriegsministerium wird das tun.»
Die Ermittlungen dauerten an. Einen genauen Zeitpunkt der Veröffentlichung nannte sie allerdings nicht.

Am ersten Kriegstag Ende Februar waren in Minab im Süden des Landes nach iranischen Angaben rund 170 Schülerinnen getötet worden.
US-Präsident Donald Trump hatte die Schuld dafür beim Iran gesehen.
Investigativjournalisten haben allerdings Zweifel an der Behauptung, der Iran selbst sei für die Bombardierung verantwortlich.
Trump droht Iran wegen angeblicher Minen in der Strasse von Hormus
21.19: US-Präsident Donald Trump hat auf Berichte von US-Geheimdiensten und Medien reagiert, wonach der Iran in der Strasse von Hormus Minen verlegt haben soll.
In einem Beitrag auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social richtete er eine deutliche Warnung an das iranische Regime.
«Sollte der Iran Minen in der Strasse von Hormus verlegt haben – und uns liegen keine Berichte darüber vor –, fordern wir deren sofortige Entfernung», schrieb Trump.

Der US-Präsident drohte zudem mit schweren Konsequenzen: «Sollten aus irgendeinem Grund Minen verlegt worden sein und diese nicht umgehend entfernt werden, werden die militärischen Folgen für den Iran beispiellos sein.»
Gleichzeitig erklärte Trump, dass eine Entfernung der Minen ein «gewaltiger Schritt in die richtige Richtung» wäre.
Bislang ist jedoch nicht bestätigt, ob der Iran tatsächlich Minen in der Strasse von Hormus verlegt hat oder wie viele es gegebenenfalls sind.
Israels Präsident verteidigt Angriffe auf iranische Ölfelder
21.16: Israels Staatspräsident Izchak Herzog verteidigt die umstrittenen Angriffe auf Öldepots in der iranischen Hauptstadt Teheran.
Es handele sich um Öl, das vom Militär gelagert werde und um Öl, das die iranische Regierung nutze, um damit auch seine Terror-Operationen zu finanzieren, sagte Herzog der «Bild».
«Es wird der Kriegsmaschinerie entzogen, weil sie es zur Finanzierung und, sagen wir, zum Schmieren ihrer eigenen Kriegsmaschinerie verwenden.»

Am Wochenende hatte Israels Luftwaffe Öldepots in Teheran bombardiert und in Flammen gesetzt. Experten hatten vor massiven auch langfristigen Umweltschäden gewarnt.
Die Weltgesundheitsorganisation warnte vor der Gefahr einer Kontamination von Lebensmitteln, Wasser und Luft.
US-Regierung: Mehr als 5000 Ziele im Iran getroffen
20.55: Die USA haben nach Angaben des Weissen Hauses mittlerweile mehr als 5000 Ziele im Iran attackiert. Das teilte die Sprecherin der US-Regierung, Karoline Leavitt, in Washington mit.
Die ballistischen Raketenangriffe des Irans seien seit Kriegsbeginn dagegen um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und die Drohnenangriffe um etwa 85 Prozent.

«Die amerikanischen Soldaten gewinnen diesen wichtigen Kampf noch schneller als wir erwartet haben», sagte Leavitt.
Zudem kämen die USA bei ihrem Kriegsziel voran, die iranische Marine zu zerstören. «Wir haben mehr als 50 iranische Marineschiffe zerstört, darunter ein grosses Drohnenträgerschiff.»
US-Sondergesandter warnt vor nuklearer Bedrohung durch den Iran
19.20: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat die Notwendigkeit der US-Angriffe auf den Iran mit Blick auf dessen Atomanlagen betont.
Das «Heimtückische» sei, dass der Iran fast alle nötigen Komponenten zur Urananreicherung selbst herstellen könne, sagte er dem US-Sender CNBC.
Witkoff reagierte damit auf die Frage, wie es zusammenpasse, dass die USA im Sommer die Zerstörung iranischer Atomanlagen verkündeten und nun erneut wegen der nuklearen Bedrohung in den Krieg ziehen.
Witkoff unterstrich die Darstellung des Weissen Hauses, die USA hätten nahezu sämtliche Kapazitäten zur Anreicherung und Umwandlung von Uran zerstört.

Allerdings verfüge der Iran über ein riesiges Programm zur Herstellung hochentwickelter Zentrifugen, die für die Urananreicherung entscheidend sind.
Witkoff sagte, es sei sehr schwierig herauszufinden, wo sich diese Zentrifugen im Iran befinden. Das habe auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mehrfach bestätigt.
Nach den Angriffen im Juni habe keine internationale Kontrolle der Atomanlagen mehr stattgefunden, sagte Witkoff. «Sie lassen sie nicht rein, weil dort schlimme Dinge vor sich gehen.»
Ausländer unter Verdacht: Iran spricht von Spionage für USA und Israel
18.58: Irans Geheimdienst hat nach eigenen Angaben einen ausländischen Staatsbürger wegen Spionageverdachts festgenommen.
Laut der Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionsgarden nahe steht, soll der Mann für Israel und die USA tätig gewesen sein. Die Behörden nannten weder Identität noch Nationalität.
Nach Angaben des Informationsministeriums wurde der Mann in den vergangenen Tagen gemeinsam mit weiteren mutmasslichen Agenten festgenommen. Insgesamt sollen rund 30 Personen unter Spionageverdacht stehen.
Der festgenommene Ausländer soll im Auftrag von zwei Golfstaaten militärische Informationen aus dem Iran weitergegeben haben. Im Iran kann wegen Spionage die Todesstrafe verhängt werden.
Iran-Krieg: Putin für schnelle Deeskalation
18.37: Kremlchef Wladimir Putin spricht sich für ein schnelles Ende des Iran-Kriegs aus und setzt auf eine politische Lösung des Konflikts.
Das habe er in einem erneuten Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian deutlich gemacht, teilte der Pressedienst des Kremls mit.
Peseschkian habe Russland für Unterstützung und insbesondere humanitäre Hilfe gedankt.

Putin und Peseschkian hatten bereits am Freitag telefoniert. Der Kremlchef sprach ausserdem am Montag auch mit US-Präsident Trump unter anderem über den Iran-Krieg.
Russland, das selbst seit vier Jahren Krieg in der Ukraine führt, hat die Angriffe der USA und Israels auf Ziele im Iran verurteilt.
Moskau und Teheran arbeiten eng zusammen und haben im vergangenen Jahr auch eine strategische Partnerschaft geschlossen, die aber keine Verpflichtung zu einem Eingreifen enthält, wenn eins der Länder attackiert wird.
Scharfe Kritik aus Teheran an EU-Kommissionspräsidentin
17.50: Das iranische Aussenministerium hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgeworfen, auf der «falschen Seite der Geschichte» zu stehen.
Von der Leyen hatte zuvor auf X erklärt: «Die Menschen im Iran verdienen Freiheit, Würde und das Recht, über ihre eigene Zukunft zu entscheiden. Auch wenn wir wissen, dass dies während und nach dem Krieg mit Gefahren und Instabilität verbunden sein wird.»

Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghaei reagierte ebenfalls auf X. Er beschuldigte von der Leyen, «Besatzung, Völkermord und Gräueltaten» gebilligt zu haben und jetzt «Kriegsverbrechen der USA und Israels» im Iran reinzuwaschen.
«Schweigen angesichts von Gesetzlosigkeit und Gräueltaten ist nichts weniger als Mittäterschaft», so der Sprecher.
Witkoff: Russen teilen keine US-Militärinfos mit Iran
17.47: Russische Vertreter haben US-Präsident Donald Trump nach Darstellung des Sondergesandten Steve Witkoff versichert, keine Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu teilen.
«Wir können sie bei ihrem Wort nehmen», sagte Witkoff in einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC und fügte hinzu: «Hoffen wir, dass sie tatsächlich keine Informationen teilen.»

Ihm zufolge hatten die Russen in einem Telefongespräch mit Trump bekräftigt, keine Informationen weiterzugeben.
Vergangene Woche hatten US-Medien berichtet, Russland liefere dem Iran Informationen über US-Streitkräfte und mögliche Ziele im Nahen Osten.
17.24: Die Lufthansa profitiert von den durch den Krieg im Nahen Osten ausgefallenen Flüge der arabischen Konkurrenten im Langstreckenverkehr.
Die Fluggesellschaft bietet wegen der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zusätzliche Langstreckenverbindungen auf, teilte die Lufthansa in Frankfurt mit.
Für die kommenden Wochen plant Lufthansa vier Extraflüge von München nach Singapur und zurück sowie zwei Sonderflüge von Frankfurt nach Kapstadt.
Darüber hinaus seien zwei zusätzliche Flüge von Frankfurt nach Riad vorgesehen. Für die Tochter Austrian Airlines wurden bereits zehn Sonderflüge von Wien nach Bangkok und zurück eingerichtet.

Der Lufthansa-Konzern beobachte die Marktentwicklung und schliesse weitere Zusatzflüge nicht aus.
Die Vorbuchungen für Direktflüge in Richtung Asien lägen derzeit 75 Prozent über Vorjahr, sagte jüngst Konzernchef Carsten Spohr bei der Vorlage der Jahresbilanz in Frankfurt.
Die Swiss hält sich abseits. Aktuell seien keine zusätzlichen Flüge geplant, teilte die Fluggesellschaft auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Iran droht bei «Feindhilfe» mit härtesten Strafen
16.55: Die iranische Justiz warnt die Bevölkerung eindringlich davor, mit Israel oder den USA zu kooperieren.
Nach geltendem Recht könnten auf jede Handlung, die als Unterstützung des Feindes eingestuft werden, schwerste Strafen verhängt werden – bis hin zur Todesstrafe oder Beschlagnahme von Eigentum.
Das erklärte Justizsprecher Asghar Dschahngiri auf dem offiziellen Justizportal.

Zudem warnte der Sprecher ausdrücklich Medien davor, sicherheitsrelevante Vorgaben zu missachten und an sensiblen Orten zu filmen.
Laut Kultusministerium dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden.
Weil das Internet im Iran seit Kriegsbeginn blockiert ist, verschickt der Geheimdienst Botschaften per SMS auf Handys.
In einer wurde an das «Gesetz zur Verschärfung der Bestrafung der Zusammenarbeit mit dem zionistischen Regime (Israel) und den feindlichen Staaten» erinnert.
Wadephul-Krisenbesuch in Israel – Warnung vor Chaos im Iran
16.45: Der deutsche AussenministerJohann Wadephul hat sich bei einem Krisenbesuch mitten im Iran-Krieg hinter Israel gestellt, zugleich aber vor Chaos und einem Auseinanderfallen des Irans gewarnt.
«Niemand kann ein Interesse an Chaos oder Bürgerkrieg oder dem Zerfall Irans haben», sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar in Jerusalem.
«Die Auswirkungen wären erheblich und würden wir auch in Europa zu spüren bekommen», fügte er hinzu.

«Wir brauchen eine regionale Friedensordnung, die die Sicherheit der Staaten und Menschen in der Region, insbesondere der Seewege, die wichtige Handelswege sind, gewährleistet», forderte Wadephul.
Mit Blick auf die israelischen Angriffe gegen die islamistische Hisbollah-Miliz im Libanon sagte Wadephul, er habe Saar gebeten, mit der libanesischen Regierung im Kampf gegen die Hisbollah zusammenzuarbeiten und die zivile Infrastruktur im Libanon beim Kampf gegen die Hisbollah zu schützen.
16.18: Israel hat nach den Worten von Aussenminister Gideon Saar kein Interesse an einem dauerhaften Krieg im Konflikt mit dem Iran.
«Wir streben keinen endlosen Krieg an», sagte Saar nach einem Treffen mit dem deutschen Aussenminister Johann Wadephul in Jerusalem. Israel habe seit Kriegsbeginn enorme Erfolge erzielt, über die er seinen Amtskollegen informiert habe, sagte Saar.

Zu gegebener Zeit wolle sich das Land mit den US-Partnern abstimmen, «wann wir denken, dass der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist», erklärte Israels Chefdiplomat auf die Frage, wann Israel seine Kriegsziele erreicht sähe.
Einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen wollte Saar allerdings nicht nennen.
Er bekräftigte, dass ein Machtwechsel im Iran nur vom Volk ausgehen könne. «Dieses Regime kann ohne das iranische Volk nicht gestürzt werden. Das ist klar. Doch ohne externe Hilfe kann das iranische Volk seine Freiheit nicht zurückgewinnen», erklärte Saar.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte die Iraner zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen.
IEA-Sondersitzung zu Ölnotreserven einberufen
16.10: Die Internationale Energieagentur (IEA) hält wegen der angespannten Lage an den Ölmärkten noch heute eine Sondersitzung ab. Es gehe darum, die aktuelle Versorgungssicherheit und die Marktbedingungen zu beurteilen.
Dies habe Einfluss auf eine folgende Entscheidung über die mögliche Freigabe von nationalen Ölreserven, hiess es von der IEA. Agenturchef Fatih Birol habe das Treffen mit den Regierungen der IEA-Mitgliedstaaten einberufen.

Die 32 Mitgliedsländer verfügen über 1,2 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Notreserven Öl. Hinzu kommen laut der in Paris ansässigen Organisation 600 Millionen Barrel Industrievorräte.
Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf Versorgungsengpässe zu reagieren.
Zu diesem Mittel wird selten gegriffen. Der IEA zufolge geschah dies seit ihrer Gründung vor gut 50 Jahren bereits fünfmal in koordinierter Weise.
Iran meldet schwere Luftangriffe
15.58: Der Iran meldet schwere Luftangriffe auf mehrere Ziele im Land. Nach Angaben des Roten Halbmondes wurden allein im Osten der Hauptstadt Teheran 40 Menschen getötet.
Staatsmedien berichteten über Angriffe auf Wohngebiete im Norden, Westen und Osten Teherans sowie im Vorort Merschahr.
Weitere Ziele waren demnach das Hafenareal Haghani in Bandar Abbas im Süden sowie eine Polizeiwache in Isfahan in Zentraliran. Auch der zum Weltkulturerbe gehörende Tschehel-Sotun-Palast in Isfahan soll getroffen worden sein.
Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Augenzeugen in Teheran berichten, dass die Kampfflugzeuge der USA und Israels inzwischen deutlich tiefer fliegen. Sie werten das als Hinweis darauf, dass die iranische Luftabwehr geschwächt ist.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zuvor besonders harte Angriffe angekündigt.
Neue Schweizer Sanktionen gegen den Iran
15.35: Die Schweiz hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Diese wurden von der Uno und teilweise von der EU übernommen und sollten am Dienstagabend in Kraft treten.
Das Wirtschaftsdepartement hat mehrere Verordnungen entsprechend geändert.
Die Massnahmen wurden aufgrund der nuklearen Aktivitäten des Iran, der Lieferung von Drohnen und Raketen an Russland und der Menschenrechtsverletzungen beschlossen.
Dies teilte das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung am Dienstag mit.

Die Schweiz führt neue Massnahmen im Bereich der Rohstoffe ein. Damit will sie verhindern, dass ihr Hoheitsgebiet zur Umgehung der von der EU verhängten Sanktionen genutzt wird.
Der Bundesrat hatte bereits 2007 die von der Uno gegen den Iran verhängten Sanktionen und 2011 diejenigen der EU übernommen.
Diese Massnahmen wurden 2016 nach Inkrafttreten des Atomabkommens mit dem Iran von der EU und der Uno wieder gelockert. Die USA hatten beschlossen, sich aus diesem Abkommen zurückzuziehen.
Deutscher Aussenminister besucht Israel
15.20: Eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist der deutsche Aussenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel gereist.

In Jerusalem kam der Christdemokrat zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar zusammen. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bis zu dem Treffen geheim gehalten worden.
Wadephul ist der erste europäische Aussenminister, der das Land seit Kriegsbeginn am 28. Februar besucht
Merz kritisiert USA und Israel
15.07: Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hat das Fehlen einer Strategie für eine schnelle Beendigung des Krieges gegen den Iran beklagt.
Die USA und Israel führten diesen Krieg nun schon seit mehr als einer Woche, und mit jedem Tag stellten sich mehr Fragen, sagte der Kanzler bei einer Pressekonferenz mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babis in Berlin.

«Vor allem besorgt uns, dass es offensichtlich keinen gemeinsamen Plan gibt, wie dieser Krieg schnell zu einem überzeugenden Ende gebracht werden kann.»
Gleichzeitig gebe es «eine gefährliche Eskalation», fügte der christdemokratische Regierungschef mit Blick auf die Gegenangriffe des Iran hinzu.
Lufthansa bietet wegen Iran-Krieg zusätzliche Fernflüge an
14.58: Die Lufthansa profitiert von den durch den Krieg im Nahen Osten ausgefallenen Flüge der arabischen Konkurrenten im Langstreckenverkehr.
Der Konzern bietet nun Extraflüge nach Asien und Afrika an . Die Swiss indes plant keine zusätzlichen Flüge, wie sie am Dienstag auf Anfrage mitteilte.

Der Iran-Krieg stellt den weltweiten Luftverkehr auf den Kopf, nun reagiert die Lufthansa mit Extraflügen nach Asien und Afrika.
Der Konzern legt wegen der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zusätzliche Langstreckenverbindungen auf, teilte die Lufthansa in Frankfurt mit.
USA hat Irans Minenleger und Waffenlager im Visier
14.48: Das US-Militär geht weiter gegen die iranische Marine vor. Nach der Zerstörung von mehr als 50 Schiffen habe man nun Minenleger und ihre Waffenlager im Blick, sagte US-Generalstabschef Dan Caine.

«Wir machen erhebliche Fortschritte bei der Zerstörung der Marine», sagte er. «Diese Arbeit wird fortgesetzt». Zuletzt hatten die Streitkräfte im Meer vor der Südküste des Irans angegriffen. Dort befindet sich auch die wichtige Strasse von Hormus.
Iran hat Tel Aviv erneut beschossen
14.43: Der Iran hat erneut Raketen auf Israel abgefeuert. In weiten Teilen des Landes heulten Warnsirenen, auch in der Küstenmetropole Tel Aviv.

Nach Angaben des israelischen Senders N12 konnte ein Geschoss abgefangen werden. Der Rettungsdienst Magen David Adom teilte mit, es gebe keine Berichte über Verletzte. Auch grössere Schäden wurden nicht gemeldet.
16'000 Wohnungen im Iran beschädigt
14.29: Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds rund 16'000 Wohnungen zerstört oder beschädigt worden. Zudem seien mehr als 3300 Geschäftseinheiten beschädigt worden, teilte die iranische Rothalbmondgesellschaft auf Telegram mit.

Mehr als 60 Prozent aller Schäden konzentrierten sich dem Bericht zufolge auf nur fünf Provinzen, darunter die Hauptstadt Teheran, die angrenzende Provinz Albors, West- und Ost-Aserbaidschan im Nordwesten sowie die industriell geprägte Provinz Chusestan im Südwesten.
Schäden an zivilen Gebäuden meldete die Hilfsorganisation in 20 der 31 Provinzen. Auch 13 ihrer eigenen Stützpunkte wurden demnach durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogen. Ausserdem seien landesweit 29 Schulen beschädigt worden.
Störungen bei wichtigen Banken im Iran
14.26: Bei zwei wichtigen staatlichen Banken im Iran kommt es im Zuge des Kriegs mit Israel und den USA zu Störungen. Betroffen seien die Banken Sepah und Melli, berichteten Einwohner der Hauptstadt Teheran.
Geldautomaten der Banken seien ausser Betrieb, das Onlinebanking nicht erreichbar und Kartenzahlungen nicht möglich. Der Grund für die Störungen war zunächst unklar.
EU liefert Hilfsgüter in den Libanon
14.18: Die Europäische Union hat Lebensmittel, Winterkleidung und andere Hilfsgüter für die Menschen im Libanon mobilisiert. Verteilen sollen die Materialien das Welternährungsprogramm (WFP) und Unicef, wie die Europäische Kommission bekannt gab.

Aus dem EU-Lager in Kopenhagen sollen unter anderem medizinische Hilfsgüter für mehr als 100'000 Menschen in den Libanon geflogen werden. Das WFP soll Essen für knapp 90'000 Menschen verteilen.
Katar: «Sind keine Partei in diesem Krieg»
14.16: Der Golfstaat Katar will vorerst weiterhin nicht aktiv in die militärische Konfrontation mit dem Iran eingreifen.

«Katar ist keine Partei in diesem Krieg», sagte der katarische Aussenamtssprecher Madschid al-Ansari.
«Wir glauben weiterhin an Diplomatie, werden aber auf jeden Angriff gegen Katar angemessen antworten.» Man sei bemüht, den Konflikt zu entschärfen.
Hegseth droht Iran
14.13: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat am Dienstagnachmittag (Schweizer Zeit) eine Pressekonferenz zum Iran-Krieg abgehalten.
An dieser betonte er noch einmal, dass der Krieg nicht «endlos» dauern werde. Er äusserte sich auch zur Lage des Iran: «Iran steht alleine da, und sie verlieren kläglich.»

Weiter drohte er dem Land und dem Mullah-Regime. Man were nicht nachgeben, bis Iran besiegt sei. Hegseth erklärte: «Wir exekutieren sie mit gnadenloser Präzision.»
Zudem kündigte er weitere US-Schläge im Iran an. «Heute wird der stärkste Tag der Angriffe auf den Iran sein», so Hegseth.
Iran droht Trump mit Vernichtung
13.00: Der Iran hat auf Telegram eine klare Drohung gegen Donald Trump ausgesprochen.

«Der Iran hat keine Angst vor Ihren leeren Drohungen», hiess es dort. «Selbst diejenigen, die grösser sind als Sie, konnten die iranische Nation nicht vernichten.»
Weiter liess der Iran verlauten: «Seien Sie vorsichtig, sonst könnten Sie selbst vernichtet werden!»
Von Deutschen genutzer Militärstandort in Jordanien getroffen
12.52: Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden.
Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Und: «Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war.» Zuerst hatte der «Spiegel» berichtet.
Die Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten oder in dezentraler Unterkunft in Sicherheit und seien wohlauf, sagte der Sprecher.
Bei US-israelischen Angriffen: Unesco-Welterbe im Iran getroffen
12.50: Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran ist nach Angaben der Regierung in Teheran eine Unesco-Welterbestätte beschädigt worden.
In der Kulturmetropole Isfahan im Landeszentrum wurde der berühmte Tschehel-Sotun-Palast in der Innenstadt in Mitleidenschaft gezogen, wie von der Regierung veröffentlichte Aufnahmen zeigen. Die im 17. Jahrhundert erbaute Anlage mit ihren feinen Verzierungen im Innengebäude ist Teil der Persischen Gärten, die seit 2011 zum Unesco-Welterbe zählen.

Bilder in den sozialen Medien zeigten nach Raketeneinschlägen zudem Rauchwolken unmittelbar in der Nähe der bekannten Schah-Abbas-Moschee am «Naghsch-e-Dschahan», dem zentralen Platz in Isfahan, einem der wichtigsten Wahrzeichen der persischen Kultur.
«Die Welt kann nicht schweigen, während die brutalen Verbrechen der Aggressoren das gemeinsame Erbe der Menschheit bedrohen», schrieb Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai auf X.
Hisbollah und Israel beschiessen sich weiter
12.42: Das israelische Militär greift nach eigenen Angaben weiter im Libanon an. Dabei sei in der Nacht eine Kommandozentrale der Hisbollah im Südlibanon getroffen worden, teilte die Armee mit.

Von dem getroffenen Ort aus sollen zuvor Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden sein. Darüber hinaus sei eine Gruppe Verdächtiger in der Nähe israelischer Soldaten identifiziert worden, hiess es.
Sie seien angegriffen und getötet worden. Der Libanon meldete auch am Vormittag mehrere israelische Angriffe.
Trump enttäuscht von Wahl des Chamenei-Sohns
12.14: US-Präsident Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen Religionsführer und Staatsoberhaupt des Irans als «enttäuschende» Wahl bezeichnet.
«Wir denken, dass es nur zu mehr Problemen derselben Art im Land führen wird», sagte Trump am Montag im US-Bundesstaat Florida. Dem Sender NBC News sagte Trump in Bezug auf die neue Führung: «Ich denke, sie haben einen grossen Fehler gemacht. Ich weiss nicht, ob das von Dauer sein wird.»

Der 56-jährige Sohn von Ajatollah Ali Chamenei war in der Nacht zum Montag – neun Tage nach dem Tod seines Vaters bei einem israelischen Luftangriff – zum Revolutionsführer des Landes bestimmt worden. Trump hatte dem Iran zuvor gedroht, dass ein Nachfolger nicht lange im Amt bleiben werde, sollten die USA nicht in die Entscheidung einbezogen werden.
Israel greift Iran weiter an
11.56: Israels Armee greift nach eigenen Angaben erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an.

Das israelische Militär teilte mit, eine weitere Angriffswelle auf Ziele der iranischen Staatsführung gestartet zu haben.
Weitere Details zu den Attacken wurden zunächst nicht genannt. Seit mehr als einer Woche überziehen sich Israel und der Iran mit gegenseitigen Angriffen.
Russland laut EU-Ratspräsident Nutzniesser des Iran-Kriegs
11.36: Russlands Präsident Wladimir Putin ist nach Einschätzung von EU-Ratspräsident António Costa der grosse Nutzniesser der israelisch-amerikanischen Angriffe gegen den Iran.
«Bislang gibt es in diesem Krieg nur einen Gewinner: Russland», sagte der frühere portugiesische Regierungschef vor EU-Diplomaten in Brüssel.

Zur Begründung verwies Costa auf die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.
Mit steigenden Energiepreisen erhalte Russland neue Mittel zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und profitiere von der Umleitung militärischer Fähigkeiten, die andernfalls zur Unterstützung der Ukraine hätten eingesetzt werden können.
«Und es zieht Nutzen daraus, dass die Aufmerksamkeit für die Front in der Ukraine abnimmt, während der Konflikt im Nahen Osten in den Mittelpunkt rückt», erklärte Costa.
Neun Kliniken im Iran nach Angriffen ausser Betrieb
10.37: Im Iran haben neun Spitäler infolge der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ihren Betrieb einstellen müssen.

Seit Beginn des Krieges seien zudem 18 Rettungswachen und 25 Gesundheitszentren beschädigt sowie 14 Rettungswagen zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ilna unter Berufung auf den Parlamentsabgeordneten Mohammed Dschamalian, Mitglied der Gesundheitskommission.
Netanjahu widerspricht Trump
10.28: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag widersprochen. Trump hatte zuvor am Montagabend ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht gestellt.

«Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien», so Netanjahu in einer Erklärung.
Mit Blick auf die israelischen Angriffe auf die Führung in Teheran sagte er: «Wir sind noch nicht fertig.»
Australien schickt Soldaten in die Golfregion
10.21: Australien entsendet auf Bitte der Vereinigten Arabischen Emirate ein militärisches Aufklärungsflugzeug, Luft-Luft-Raketen und rund 85 Soldaten in das Gebiet am Persischen Golf.
Ziel sei es, das Land gegen Angriffe aus dem Iran zu unterstützen, erklärte Ministerpräsident Anthony Albanese. Er betonte, der Einsatz diene ausschliesslich der Verteidigung und dem Schutz australischer Staatsbürger in der Region.

Kern der Mission ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein Frühwarn- und Aufklärungsflugzeug vom Typ Boeing E-7A Wedgetail. Der Einsatz ist zunächst auf vier Wochen angelegt.
Die Regierung begründete den Schritt auch mit den vielen Australiern in der Region: Rund 115'000 hielten sich dort laut dem Verteidigungsministerium zu Beginn des Konflikts auf, etwa 24'000 davon in den Emiraten.
Iran attackiert Treibstofflager in Israel
10.18: Als Vergeltung für die Bombardierung ihrer Ölreserven haben Irans Streitkräfte eigenen Angaben zufolge Treibstofflager in Israel attackiert.
In den vergangenen Stunden seien Teile der Öl- und Gasindustrie sowie Treibstofftanks in der israelischen Hafenstadt Haifa mit Drohnen angegriffen worden, hiess es in einer Armeeerklärung, die der staatliche Rundfunk verbreitete.

In Israel gab es unterdessen Raketenalarm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, berichtete über eine neue Welle an Raketen auf Ziele bei Tel Aviv.
Türkei verstärkt Luftabwehr
09.41: Nach dem Abschuss zweier Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei ihre Luftabwehr.

Im Rahmen entsprechender Massnahmen der Nato werde ein Patriot-Raketenabwehrsystem in der osttürkischen Provinz Malatya für den Einsatz vorbereitet, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara mit.
Damit werde die Verteidigung des Luftraums verstärkt.
Möglicher Waffenstillstand: Irans Regierung fordert Garantien
09.04: Irans Aussenministerium hat für den Fall eines Waffenstillstands mit den USA und Israel Sicherheitsgarantien gefordert.

«Wenn ein Waffenstillstand zustande kommen oder der Krieg beendet werden soll, muss es eine Garantie geben, dass aggressive Handlungen gegen Iran nicht erneut wiederholt werden», zitierte die Zeitung «Shargh» Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi. Andernfalls sei ein Waffenstillstand bedeutungslos.
«Die Islamische Republik Iran war nicht der Initiator des Krieges und der Aggression», sagte Gharibabadi dem Bericht zufolge.
Iran feuert Raketen auf US-Stützpunkt im Irak
08.12: Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen US-Luftwaffenstützpunkt im Nordirak angegriffen.

Der Militärflugplatz Harir in der Autonomen Region Kurdistan sei mit fünf Raketen attackiert worden, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht.
Eine Bestätigung von US-Seite gab es zunächst nicht.
Australien gewährt iranischen Fussballspielerinnen Asyl
07.21: Australien hat fünf iranischen Fussballerinnen ein humanitäres Visa gewährt. Ihnen drohte im Iran Verfolgung, nachdem sie sich geweigert hatten, vor einem Spiel des Asien-Pokals ihre Nationalhymne zu singen.
Australiens Innenminister Tony Burke berichtete, die Spielerinnen hätten in den frühen Morgenstunden an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane mit dem beliebten australischen Schlachtruf «Aussie, Aussie, Aussie» gefeiert, nachdem ihnen die Entscheidung der Regierung mitgeteilt worden war. Auf einem symbolträchtigen Foto waren die Frauen ohne Kopftuch an Burkes Seite zu sehen.

Die Athletinnen hatten während des Asien Cup an der Gold Coast Schutz gesucht und unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren.
Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet – befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.
Syrien meldet Beschuss durch Hisbollah
03.38: Die syrischen Streitkräfte haben einen Artillerieangriff der libanesischen Hisbollah-Miliz auf einen Militärstützpunkt nahe der Grenze gemeldet. Die Geschosse seien unweit der Ortschaft Serghaya nordwestlich der Hauptstadt Damaskus niedergegangen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Militärführung.
Die gestürzte Regierung von Syriens Langzeitmachthaber Baschar al-Assad war ein enger Verbündeter der proiranischen Hisbollah. Die neue Führung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa bemüht sich seit ihrem Machtantritt, den Einfluss des Irans – einem weiteren wichtigen Verbündeten Assads – im Land zu unterbinden.
Revolutionsgarden: Wir entscheiden über Ende des Kriegs
03.15: Die iranischen Revolutionsgarden haben scharf auf Äusserungen von US-Präsident Donald Trump zu einem baldigen Ende des Iran-Kriegs reagiert. «Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. «Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.»

Zuvor hatte Trump in Aussicht gestellt, dass der Krieg mit dem Iran deutlich schneller beendet werden könnte als zunächst erwartet. «Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe», zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe «weit vor dem Zeitplan.»
Asiens Börsen nach Trump-Aussage zu Iran-Krieg im Aufwind
03.00: Asiens Börsen haben nach einer Aussage von US-Präsident Donald Trump zu einem möglichen Ende des Kriegs im Iran den Handelstag mit einem deutlichen Plus begonnen. Japans Leitindex Nikkei 225 legte zum Start um etwa drei Prozent zu.
Südkoreas Leitindex Kospi ging nach einem deutlichen Minus von 6 Prozent zum Vortagsschluss mit einem 5,5-Prozent-Plus in den Handelstag. In China zeigten der Hongkonger Index Hang Seng mit 1,3 Prozent und der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien in Festlandchina abbildet, zum Start mit 0,8 Prozent leicht nach oben.
Iran will Abgaben auf Tanker und Schiffe im Persischen Golf erheben
02.30: Der Iran arbeitet laut einer mit der Führung vertrauten Quelle an Plänen für «Sicherheitsabgaben» auf Öltanker und Handelsschiffe von Staaten, die mit den USA verbündet sind. Die Massnahmen sollen im Persischen Golf gelten. Das berichtet unter anderem «CNN».
Die Quelle des US-Nachrichtensenders erklärte zudem, die Strasse von Hormus sei aus iranischer Sicht «geschlossen», auch wenn Donald Trump das Gegenteil behaupte.
«Wir halten die Schraube des globalen Ölpreises in der Hand», sagte die Quelle. Die Energiepreise seien bereits instabil geworden, und der Iran werde weiter kämpfen, bis Trump eine Niederlage erkläre.
Türkei verbreitet iranisches Dementi zu Raketenbeschuss
02.05: Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat nach Angaben der Regierung in Ankara den Abschuss von zwei Raketen in Richtung Türkei dementiert. In einem Telefonat mit Staatschef Recep Tayyip Erdogan habe Peseschkian beteuert, die im türkischen Luftraum angefangenen Raketen seien nicht iranischen Ursprungs, teilte das türkische Präsidialamt mit. Der Vorfall werde untersucht.
Im Gespräch mit Peseschkian habe Erdogan sowohl die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran als auch die iranischen Attacken auf mehrere Länder in der Region verurteilt, teilte das türkische Präsidialamt mit. Die iranischen Angriffe «auf die Bruderländer» nützten niemandem und müssten aufhören, forderte Erdogan.
Frau bei iranischem Angriff in Bahrain getötet
01.30: Bei einem iranischen Angriff auf das Staatsgebiet von Bahrain ist nach Angaben aus dem Golfstaat eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Acht weitere Menschen seien bei der Attacke auf ein Wohnhaus in der Hauptstadt Manama verletzt worden, teilte das Innenministerium mit.
Erst in der Nacht auf Montag waren bei einem iranischen Drohnenangriff auf die südlich von Manama gelegene Insel Sitra 32 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Zudem griff das iranische Militär eine Wasserentsalzungsanlage an.
Drei Drohnen über der kurdischen Region in Irak abgeschossen
00.15: Drei mit Sprengstoff beladene Drohnen sind am Montag über Erbil im Norden des Irak abgeschossen worden. Das teilte der kurdische Anti-Terror-Dienst mit.
Zwei der Drohnen hätten das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate ins Visier genommen, eine weitere den Flughafen von Erbil nahe einer US-Militärbasis.
Trümmer einer Drohne seien in der Nähe des Konsulats niedergegangen. Verletzte habe es nach Angaben der Behörden jedoch nicht gegeben. Pro-iranische Milizen im Irak bekannten sich zu dem Angriff.
Trump sieht Kriegsziel gegen Iran «so gut wie erreicht»
00.01: US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend in Florida erklärt, die USA hätten im Krieg gegen den Iran «grosse Fortschritte» gemacht und stünden kurz vor dem Erreichen ihrer Ziele. Der Konflikt könne möglicherweise bereits in den kommenden Tagen enden.
Trump sagte, das US-Militär habe seit Kriegsbeginn mehr als 5000 Ziele angegriffen und einen grossen Teil der iranischen militärischen Fähigkeiten zerstört. Entscheidend für den Erfolg sei, dass Teheran endgültig auf ein Atomwaffenprogramm verzichte. Gleichzeitig kündigte der Präsident an, bestimmte Öl-Sanktionen vorübergehend lockern zu wollen, um steigende Energiepreise zu dämpfen.

Zudem bestätigte Trump ein Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Lage im Nahen Osten. Zur Ernennung von Mojtaba Khamenei zum neuen Obersten Führer des Iran äusserte er sich kritisch, liess jedoch offen, ob dieser ein mögliches militärisches Ziel sein könnte.
Heftige Explosion in Teheran
22.13: In der iranischen Hauptstadt Teheran ist eine besonders starke Explosion zu hören gewesen. Zur gleichen Zeit kurz nach Mitternacht Ortszeit seien auch Kampfjets über der Stadt zu hören gewesen, berichteten mehrere Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Die Explosion war demnach an mehreren Orten der Stadt zu spüren. Es war zunächst unklar, was getroffen wurde.















