Krieg

Trump verliert Geduld – «Sie verkaufen uns für dumm»

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

US-Präsident Donald Trump wirft dem Iran vor, Friedensgespräche zu sabotieren – und kündigt härtere US-Angriffe an.

Donald Trump
Donald Trump ist zufrieden: Deal wird am Freitag in Genf unterzeichnet - keystone

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch scharfe Kritik an Teherans Verhandlungsführung geübt. Wie «Euronews» berichtet, erklärte er, der Iran verkaufe die USA «immer wieder für dumm».

«Wir waren einem Abkommen wirklich nahe, aber sie halten uns immer weiter hin, sie verkaufen uns für dumm.» Neue Angriffe auf den Iran kündigte Trump dabei unmissverständlich an.

Glaubst du Trumps Aussagen zum Iran-Deal noch?

Noch am Dienstag hatte sich der US-Präsident deutlich optimistischer geäussert. Er sprach da von «letzten Zügen» der Verhandlungen und einem möglichen Abschluss in «zwei oder drei Tagen».

Trump droht mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken

Kurz vor seinen Äusserungen im Weissen Haus hatte Trump in einem Telefoninterview bei Fox News nachgelegt. Laut «ORF» erklärte er, er sei kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken im Iran anzuordnen.

Der US-Präsident begründete diese Haltung mit der schleppenden Einigung auf ein Kriegsende. «Teheran brauche zu lange, um eine Vereinbarung zu treffen», berichtete der «ORF» über seine Aussagen gegenüber Fox News.

Auf Truth Social bezeichnete Trump die US-Blockade iranischer Schiffe als «die erfolgreichste» der Geschichte und als «Stahlmauer». Laut «Euronews» behauptete er zudem, das iranische Militär sei «vollständig besiegt».

Gegenangriffe auf Golfstaaten

Die Eskalation bleibt nicht ohne Reaktion Teherans. Das «ZDFheute» berichtete, Iran habe nach US-Vergeltungsangriffen Raketen auf Jordanien, Bahrain und Kuwait abgefeuert.

trump g7 gipfel
Frankreich empfängt die G7-Staaten in Evian – und nimmt dabei Rücksicht auf Trump wie kaum je ein Gastgeber zuvor. - keystone

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten laut «Euronews», dabei seien in Jordanien F-35-Unterstände sowie ein US-Kommandozentrum getroffen worden. Jordanien teilte mit, fünf Raketen abgefangen zu haben, ohne dass es Verletzte gab.

Die seit April geltende Waffenruhe gerät damit massiv unter Druck. Laut «ORF» hatte Trump zuvor mehrfach eine baldige Einigung mit Teheran in Aussicht gestellt – stets ohne greifbares Ergebnis.

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Kommentare

User #2629 (nicht angemeldet)

Ist ja auch sehr einfach, Leute wie Dump für dumm zu verkaufen!

User #6479 (nicht angemeldet)

Iran wirst du niemals besiegen und besetzen

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