Grossbritannien und Neuseeland schaffen fast alle Zölle auf die Exporte untereinander ab. Das Freihandelsabkommen ist aber umstritten.
Boris Johnson mit Fisch
Boris Johnson mit Fisch - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Grossbritannien und Neuseeland schliessen ein Freihandelabkommen.
  • Die Briten sind nach dem Brexit auf der Suche nach neuen Verbündeten.
  • Das Abkommen stösst aber auf der Insel auf Kritik.

Der britische Premierminister Boris Johnson und die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern haben sich nach 16-monatigen Verhandlungen auf ein Freihandelsabkommen zwischen Grossbritannien und Neuseeland verständigt.

«Dies ist ein grossartiges Handelsabkommen für das Vereinigte Königreich, das unsere langjährige Freundschaft mit Neuseeland festigt und unsere Beziehungen zum indopazifischen Raum stärkt», sagte Johnson.

Am Tag des Inkrafttretens des Abkommens werden die Zölle auf 97 Prozent der Export-Produkte beider Länder abgeschafft, so Ardern. Johnson ist nach dem Brexit und der Abkehr vom Handel mit der Europäischen Union (EU) auf der Suche nach neuen Bündnissen.

Bereits im Juni hatte er einen Handelsvertrag mit Australien geschlossen. Beide Deals sind allerdings in Grossbritannien umstritten: Landwirtschaftsverbände fürchten, dass zollfreie Fleischimporte die britischen Schaf- und Rinderzüchter benachteiligen könnten.

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