Goldpreis

    Goldpreis-Squeeze: Das steckt hinter der EZB-Warnung

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    Deutschland,

    Die Europäische Zentralbank warnt vor einem möglichen Goldpreis-Squeeze. Was hinter dem Begriff steckt und welche Risiken die EZB sieht.

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    Die Europäische Zentralbank warnt vor Risiken durch einen möglichen Goldpreis-Squeeze. (Symbolbild) - Depositphotos

    Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt in ihrer aktuellen Financial Stability Review vor einem sogenannten Goldpreis-Squeeze.

    Dabei handelt es sich um eine Marktsituation, in der die Nachfrage nach physischem Gold sprunghaft steigt. Das Angebot dabei jedoch knapp bleibt.

    Laut «Stuttgarter Nachrichten» kann dies zu plötzlichen Preissprüngen, Lieferengpässen und hohen Nachschusspflichten führen.

    Squeeze am Goldmarkt: Wenn Nachfrage explodiert

    Wörtlich ist unter Squeeze «Herausquetschen oder Hinausdrängen» zu verstehen, so der «Bayrische Rundfunk».

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    Der Goldpreis hat ein Hoch bei etwa 3’674 US‑Dollar erreicht. (Symbolbild) - keystone

    Ein Squeeze bezeichnet eine Situation, in der Anleger, die auf sinkende Preise gesetzt haben. Durch unerwartet starke Kursanstiege werden sie gezwungen, ihre Positionen zu schliessen, um weitere Verluste zu vermeiden.

    Ein Squeeze entsteht also, wenn Investoren physische Lieferung von Gold verlangen, etwa bei Gold-Futures an der US-Börse COMEX. In diesem Fall müssen Händler rasch Gold beschaffen, was bei knappen Lagerbeständen zu erheblichen Problemen führt.

    Warum warnt die EZB vor Goldpreis-Squeeze?

    Die EZB sieht die Gefahr, dass durch die gestiegene Nachfrage nach physischer Lieferung die Lagerbestände in New York wachsen. Während in London Engpässe gemeldet werden.

    Der Goldmarkt ist im Vergleich zu Aktien oder Anleihen zwar kleiner, aber weniger transparent und von wenigen Akteuren dominiert.

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    Anleger hoffen auf neue Impulse für den Goldmarkt. (Symbolbild) - depositphotos

    Viele Gold-Derivate werden ausserbörslich (OTC) gehandelt. Kommt es zu einem Preisschock, könnten Banken und andere Marktteilnehmer in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die EZB betont, dass dies die Finanzstabilität beeinträchtigen könnte.

    Systemrelevanz in Krisenzeiten

    Die strukturellen Schwächen des Goldmarkts, wie hohe Konzentration und geringe Transparenz, bergen laut EZB systemische Risiken. In Krisensituationen könnten diese Schwächen schnell relevant werden, so die «Stuttgarter Nachrichten» weiter.

    Hältst du physisches Gold für eine sichere Geldanlage?

    Experten empfehlen, die Entwicklung am Goldmarkt und die Rolle von Derivaten genau zu beobachten. Die Warnung der EZB rückt den Goldpreis-Squeeze ins Zentrum der Aufmerksamkeit von Finanzaufsehern und Investoren.

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    Kommentare

    User #3006 (nicht angemeldet)

    Sehr interessant, erste Versuche zeigen es geht. Das wäre ziemlich cool, Gold wertlos.

    User #6338 (nicht angemeldet)

    Gold : wer noch keines hat, wird es noch brauchen ! Ohne physisches Gold im Portfolio dürfte es in naher Zukunft sehr sehr schwierig werden seinen Lebensstandart weiter zu geniessen.

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