Der französische Haushalt leidet noch immer unter den Folgen der hohen Ausgaben der Pandemie.
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Das Wichtigste in Kürze

  • Staatshaushalt leidet aber noch immer unter hohen Ausgaben während der Pandemie.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Frankreich einen Schuldenstand von 113 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das jährliche Staatsdefizit lag nach Angaben des Statistikamts vom Dienstag bei 6,5 Prozent des BIP. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet es eine leichte Verbesserung: 2020 betrugen die Schulden noch 115 Prozent des BIP, und die Neuverschuldung lag bei neun Prozent des BIP.

Die Entwicklung verdanke sich des Wachstums von sieben Prozent, nachdem die Wirtschaft im Vorjahr um acht Prozent geschrumpft war. «Diese guten Nachrichten bestätigen die Wirksamkeit des Nothilfeplans und des Wiederaufbauplans für unsere Wirtschaft», schrieb der Minister für öffentliche Finanzen, Olivier Dussopt, auf Twitter. Frankreich hatte von der Pandemie betroffene Unternehmen unter dem von Präsident Emmanuel Macron ausgegebenen Motto «koste es, was es wolle» massiv unterstützt.

Für 2022 rechnet die Regierung mit einem Defizit von fünf Prozent. Macron hatte in seinem Wahlprogramm angekündigt, das Defizit bis 2027 auf unter drei Prozent des BIP zu bringen. Der Rechnungshof sieht das mit Skepsis.

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