40 Tote: 113 Verletzte identifiziert – davon 71 Schweizer

Redaktion
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Crans-Montana,

In der Silvesternacht starben rund 40 Menschen bei einem Brand in einer Bar in Crans-Montana, 115 wurden verletzt. Hier im Ticker bleibst du auf dem Laufenden.

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Die Walliser Behörden treten um 15 Uhr vor die Medien, um die neusten Erkenntnisse zum Brand in einer Bar in Crans-Montana zu teilen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Silvesterfeier im Walliser Skiort Crans-Montana sterben rund 40 Personen.
  • Rund 119 sind verletzt, vielen davon schwer. Viele Personen werden noch vermisst.
  • Die Walliser Behörden treten um 15 Uhr in Sion erneut vor die Medien.

Eine Tragödie erschüttert das Wallis, die Schweiz und die Welt: Bei einem Brand in einer Bar in Crans-Montana VS sterben rund 40 Personen, 119 sind teils schwer verletzt. Unter den Opfern befinden sich auch ausländische Touristen.

Zahlreiche Personen, viele davon zwischen 16 und 24 Jahre alt, werden immer noch vermisst.

Die Brandursache ist nicht bekannt. Auch ob die Sicherheitsvorkehrungen der Bar den Vorschriften entsprachen, ist Teil der Untersuchung.

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Die Menschen trauern nach der Tragödie in Crans-Montana. - keystone

Die Walliser Behörden treten um 15 Uhr in Sion vor die Medien, um die neusten Erkenntnisse zu teilen.

Der Nau.ch-Ticker hält dich auf dem Laufenden:

22.00: Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz Babs mitteilt, werden auch Schweizer Brandopfer in ausländische Spitäler gebracht werden. Für eine langfristige Behandlung von schwerverletzten Brandopfern reichten die Kapazitäten der Schweizer Spitäler nicht aus.

Dies, da die langfristige Behandlung dieser Menschen voraussichtlich Monate in Anspruch nehmen werde und die Zahl von Patienten mit schweren Verbrennungen nach dem Brand in der Silvesternacht gross sei.

20.15: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat die Europäische Union schon am Neujahrstag um die Auslösung eines Zivilschutzmechanismus gebeten. Dies für Hilfe bei der Pflege der vielen Brandopfer von Crans-Montana VS.

Das gab ein Mediensprecher des Bundesamts am Freitag auf Anfrage bekannt. Sprecher Philippe Boeglin sagte weiter, parallel dazu und schon bevor die Schweiz ihre Bitte deponierte hätten mehrere EU-Länder der Schweiz Hilfsangebote gemacht. Derzeit seien rund 50 Transporte von Brandopfern ins Ausland geplant.

Die Brandopfer würden in auf die Behandlung von Brandverletzungen spezialisierte Spitäler gebracht.

Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung möglich

19:10: Für die Besitzer des «Le Constellation» könnten strafrechtliche Konsequenzen zukommen. Wie Staatsanwältin Béatrice Pilloud vor den Medien erklärt, gebe es die Möglichkeit einer strafrechtlichen Verfolgung.

Wenn es um die Verantwortung von noch lebenden Personen gehe, könnte eine strafrechtliche Untersuchung wegen fahrlässiger Brandstiftung, fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden.

Sicherheitsdirektor Stéphane Ganzer sagte auf eine Journalistenfrage auch, die Gemeinden seien im Wallis zuständig für die Kontrolle der Sicherheitsvorschriften. Er könne sagen, dass zum Gebäude, in welchem sich die Bar «Le Constellation» befindet, nie ein Bericht zu Mängeln an den Kanton Wallis gelangt sei. Zudem sagte Ganzer, dass die Bar über einen Notausgang verfügt habe.

18.00: Der Besitzer des «Le Constellation» hat nun sein Schweigen gebrochen. Am Tag nach der Silvester-Tragödie in seiner Bar hat er mit dem News-Portal «20 Minuten» gesprochen. «Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht», sagte Jacques Moretti (49).

Der Besitzer kündigte eine vollumfängliche Kooperation mit den Behörden an: «Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären. Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert.»

16.19: Stéphane Ganzer, Staatsrat und Sicherheitsvorsteher, erklärt, dass im Wallis das Feuerschutzgesetz die Zuständigkeiten zwischen Gemeinden und Kantonen regelt. Die Gemeinden, wie Crans-Montana, seien für die jährlichen Kontrollen verantwortlich.

Feuerwehr
Der Kanton habe bezüglich des Unglücksortes keine Informationen über Mängel erhalten und gehe davon aus, dass die jährlichen Kontrollen durchgeführt wurden. - keystone

Der Kanton habe in diesem Fall jedoch keine Informationen über Mängel erhalten und gehe davon aus, dass die Kontrollen durchgeführt wurden.

16.15: Man könne keine Angaben zu der Anzahl der Bar-Besucher machen. Eventuell könne hierzu nie eine genaue Zahl bekannt gegeben werden. Als Ursache des Feuers sei weiterhin die Hypothese der Wunderkerze als Auslöser zentral.

16.10: Beatrice Pilloud sagt, dass im Zuge der Untersuchungen auch der Schaumstoff an der Decke der Bar untersucht werde. Heute sei es jedoch nicht möglich, mit Sicherheit zu sagen, ob es sich um konformen Schaumstoff handelte.

Beatrice Pilloud
Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, äussert sich zum Schaumstoff, der in der Decke der Bar verbaut war. Ob dieser Konform war, kann sie nicht sagen. - keystone

16.02: Beatrice Pilloud, gibt zu bedenken, dass die Zahlen der Opfer Änderungen unterliegen können. Sie bedankt sich für die grosse Solidarität. Nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch international.

16.00: Eric Bonvin, Direktor der Spitäler Wallis erklärt, dass die Verletzten möglichst nahe ihres Wohnorts behandelt werden sollen, um näher bei ihren Angehörigen sein zu können. Und so den Genesungsprozess zu beschleunigen.

Eric Bonvin
Gemäss dem Direktor der Spitäler Wallis, Eric Bonvin, sollen die Brandopfer möglichst in der Nähe ihres Wohnorts behandelt werden. - keystone

15.55: Laut Roten könne die Versorgung gewisser Opfer noch Wochen bis Monate in Anspruch nehmen: «Es gab eine grosse Anzahl Opfer aber nur eine begrenzte Anzahl an Spezialisten.»

Bis zum 4. Januar seien etwa 50 Überführungen von Patienten in Spitälern in anderen Ländern geplant. Vor allem in Nachbarländer sowie unter anderem auch nach Rumänien und Belgien.

15.51: Fredy-Michel Roten, Direktor der Walliser Rettungsorganisationen, bedankt sich bei den Einsatzkräften. Es habe zunächst mehr Opfer gegeben als verfügbare Mittel.

Eine Vielzahl der Opfer mussten intubiert und in ein künstliches Koma versetzen werden. 41 Rettungswagen seien im Einsatz gewesen.

13 Helikopter wurden eingesetzt. Darunter ein französischer und ein italienischer.

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Insgesamt seien über 41 Rettungswagen und 13 Helikopter im Einsatz gewesen, so Fredy-Michel Roten, Direktor der Walliser Rettungsorganisationen. - keystone

15.47: Laut Lengen, wird versucht, versucht, die Opfer anhand verschiedener Merkmale zu identifizieren. So würden etwa DNA-Proben genommen, um sie vergleichen zu können. Zähne, DNA und Kleider, jedoch auch Gegenstände, welche die Personen trugen, würden untersucht.

15.40: Oberste Priorität habe die Identifizierung der Opfer. Rund 30 Personen seien laut Pilloud mit dieser beschäftigt: «Unsere Priorität liegt immer noch bei der Identifizierung der Verstorbenen, damit die Familien mit ihrer Trauerarbeit beginnen können.»

Chef der Kriminalpolizei Wallis, Pierre-Antoine Lengen erklärt: «Wir sind uns bewusst, dass das Warten sehr schwierig ist, doch wir können uns bei diesen Abläufen keine Fehler erlauben.»

15.37: Die Staatsanwaltschaft verfolge mehrere Hypothesen: «Wir gehen davon aus, dass das Feuer von Wunderkerzen ausgegangen ist, die an Champagnerflaschen montiert waren. Von dort ausgehend sei die Decke in Brand geraten.»

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Feuer von Wunderkerzen die Decke in Brand gesetzt hat. - keystone

Aufgrund der Aussagen von Überlebenden und der beiden Barbetreibern konnte eine erste Liste von Teilnehmenden sichergestellt werden, so Pilloud. Es werden Massnahmen ergriffen während den Ermittlungen, um festzustellen, ob es eine strafrechtliche Verfolgung gewisser Personen geben kann.

Mehrere Personen seien bereits vernommen worden. Darunter ebenfalls die Eigentümer der Bar sowie Gäste, die dem Feuer entkommen konnten.

15.32: Die Walliser Behörden sprechen heute von 119 Verletzten, davon seien 113 identifiziert worden. Stand jetzt seien 71 davon Schweizer. Hinzu kommen 14 Franzosen, 11 Italiener, 4 Serben sowie je ein Pole, Bosnier, Belgier, Luxemburger und Portugiese.

Bei 14 Verletzten ist die Nationalität noch nicht bekannt. Die Zahl der Todesopfer liege weiterhin bei 40. Bei zehn von den Todesopfern ist die Identifizierung bislang nur teilweise erfolgt und wird aktiv weitergeführt.

«Hier läuft die formelle Identifikation auf Hochtouren», sagt Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud.

15.27: Am Freitag, den 9. Januar, wird es einen Gottesdienst im Andenken an die Opfer geben.

15.24: Der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard erklärt, dass ein paar Dutzend Brandverletzte ins Ausland verlegt werden.

15.17: Die dritte Pressekonferenz in Sion zu der Tragödie in Crans-Montana hat begonnen.

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