Flash Crash erschüttert Krypto-Märkte

Sandra Morgenroth
Sandra Morgenroth

USA,

Ein beispielloser Flash Crash schockt die Krypto-Märkte: Innerhalb von Minuten verloren Bitcoin und zahlreiche Altcoins massiv an Wert.

Flash Crash
Ein Flash Crash liess Bitcoin und Altcoins binnen Minuten massiv einbrechen. (Symbolbild) - depositphotos

Am 10. Oktober erlebten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Dogecoin den heftigsten Flash Crash seit Jahren. Innerhalb von nur 30 Minuten brachen die Kurse um bis zu 80 Prozent ein, wie «wallstreet-online» berichtet.

Bist du am Kryptomarkt aktiv?

Krypto-Assets mit hoher Hebelwirkung gerieten in eine Verkaufslawine. Über 20 Milliarden Dollar (rund 16 Milliarden Franken) an Long-Positionen wurden zwangsliquidiert.

Orderbücher leerten sich extrem schnell, wodurch sich der Crash weiter beschleunigte, heisst es bei «cvj.ch».

Flash Crash: Auslöser und Marktmechanismen

Laut Experten trugen neue Handelszölle der US-Regierung auf chinesische Importe zur Panik bei. Die konkrete Ankündigung liess grosse Händler ihre Bestände verkaufen.

Flash Crash
Beim Flash Crash wurden Milliarden an Long-Positionen zwangsliquidiert und die Märkte ins Chaos gestürzt. (Symbolbild) - depositphotos

Innerhalb weniger Minuten fielen Bitcoin von 122'000 auf 102'000 Dollar (rund 97'619 und 81'616 Franken). Viele Altcoins verloren nahezu ihren kompletten Wert, erklärt «yellow.com».

Der Analyst Dom (@traderview2) stellte fest, dass im Crash jede Markttiefe plötzlich verschwand. Stop-Loss-Orders und gehebelte Positionen lösten weitere Verkäufe aus, bis algorithmische Handelsprogramme für Stabilisierung sorgten, so «wallstreet-online».

Folgen und Expertenbewertungen

Der Markt erlebte kurzfristige Aussetzer und Fehlpreise. Erst nach einer Stunde zeigte sich wieder Handelstiefe. Branchenkenner sprechen von einer «technischen Marktbereinigung».

Flash Crash
Flash Crash als Systemproblem? Experten warnen vor Derivaten und Hebelwirkung. (Symbolbild) - depositphotos

Sie betonen, diese Flash Crashs hätten mit der Dominanz von Derivaten zugenommen, so «cvj.ch».

Auch Experten wie Oliver Michel sehen in schnellen Rücksetzern keine Trendwende, sondern eine Folge von Hochrisiko-Strategien im Kryptomarkt. Offizielle Untersuchungen laufen, um die genaue Kettenreaktion nachzuvollziehen.

Kommentare

User #2169 (nicht angemeldet)

Bitcoin ist im Sättigungsbereich, heisst, er kann nicht mehr gross steigen, aber grosser Fall ist jederzeit möglich. Somit steigt das Risiko. Bei 126k war der Bitcoin fast 3000Mrd Dollar wert und bei 10% Steigung müssen 300Mrd vom Markt geholt werden. Das ist viel Geld und das für nur 10%. Somit sind weitere moderate Bitcoinsteigerungen nur möglich, wenn der gesamte weltweite Aktienmarkt nach oben geht.

User #3349 (nicht angemeldet)

Je kleiner ein Markt ist, desto leichter lässt er sich manipulieren. Selbst die größte Kryptowährung, Bitcoin, weist im Vergleich zu traditionellen Märkten immer noch eine relativ geringe Größe auf. Viele alternative Kryptowährungen, wie etwa Polkadot, haben in der Vergangenheit binnen kurzer Zeit erhebliche Wertverluste erlitten. Derartige Marktmanipulationen sind keine Seltenheit, doch mit einer zunehmenden Akzeptanz und Verbreitung wird es einzelnen Akteuren zunehmend schwerer fallen, solche Ereignisse hervorzurufen. Das übergeordnete Bild im Kryptomarkt bleibt jedoch klar positiv und sollte nicht durch vereinzelte Vorfälle verzerrt wahrgenommen werden. Die Zukunft der Kryptowährungen wird groß sein – wer daran zweifelt, möge im Jahr 2050 auf die heutige Zeit zurückblicken.

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