Die Deutsche Bahn sieht sich mit einem Streik im Güterverkehr konfrontiert. Ab Montag wird mit grösseren Auswirkungen gerechnet als am Wochenende.
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Rangierlok der Deutschen Bahn. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat zum Streik aufgerufen.
  • Ein Sprecher der Güterverkehrsparte DB Cargo spricht von einer «harten Etappe».
  • Ab Montag soll nicht nur im Güter-, sondern auch im Personenverkehr gestreikt werden.

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) im Güterverkehr der Deutschen Bahn (DB) hat begonnen.

«Wir erwarten eine harte Etappe», sagte ein Sprecher der Güterverkehrsparte DB Cargo am Samstagabend. Am Wochenende könnten die Auswirkungen demnach noch überschaubar sein, da generell weniger Züge fahren. Ab Montag wird dann mit grösseren Auswirkungen gerechnet, weil dann die Industrie mehr Nachschub benötigt.

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Ein Güterzug mit Containern. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild - dpa-infocom GmbH

Das Unternehmen habe aber genügend Kapazitäten, um stehen gebliebene Züge zwischenzuparken, fügte der Sprecher hinzu. Die Kunden sind seinen Angaben zufolge informiert. Wirtschaftsverbände hatten zuvor gewarnt: Eine Unterbrechung der Lieferketten durch längere Streiks im Güterverkehr setze die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise aufs Spiel.

Deutsche Bahn und GDL im Tarifkonflikt

Dem Streik im Güterverkehr sollen Arbeitsniederlegungen im Personenverkehr ab Montagmorgen um 02.00 Uhr folgen. Enden sollen die Arbeitsniederlegungen am Mittwoch um 02.00 Uhr.

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Logo der Deutschen Bahn. - AFP/Archiv

Es handelt sich um die zweite Streikwelle im aktuellen Tarifkonflikt zwischen GDL und DB. Die Gewerkschaft fordert eine zweistufige Lohnerhöhung von 3,2 Prozent, eine Corona-Prämie von 600 Euro und bessere Arbeitsbedingungen. Die Bahn bietet zwar 3,2 Prozent mehr Lohn, will die Stufen aber später umsetzen und eine längere Laufzeit.

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