Bereits Anfang August haben Mitarbeiter der Deutschen Bahn gestreikt. Nun ruft die GDL erneut zum Streik auf – von Samstag bis Mittwoch.
Zahlreiche Reisende warten im Frankfurter Hauptbahnhof auf einen ICE nach Berlin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Zahlreiche Reisende warten im Frankfurter Hauptbahnhof auf einen ICE nach Berlin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die GDL ruft in Deutschland erneut zum Streik.
  • Dieser soll vom Samstag bis am Mittwoch andauern.
  • Zuerst soll der Güterverkehr bestreikt werden, danach der Personenverkehr.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Lokführer der GDL wieder streiken würden. Nun stehen Beginn und Zeitraum des nächsten Bahn-Streiks fest.

Die Lokführergewerkschaft GDL ruft zum Streik bei der Deutschen Bahn von Samstag bis kommende Woche Mittwoch auf. Ab Samstag soll zunächst der Güterverkehr bestreikt werden, ab Montag treffe es dann auch den Personenverkehr, sagte Gewerkschaftschef Claus Weselsky.

Anders als in der vergangenen Woche haben die Fahrgäste dieses Mal mehr Zeit, sich auf den Streik einzustellen. Im Güterverkehr soll der Ausstand jedoch schon am Samstagnachmittag um 17 Uhr beginnen. Im Personenverkehr soll der Streik am Montag um 2.00 Uhr beginnen und am Mittwoch um 2.00 Uhr enden.

Deutsche Bahn musste Grossteil der Fahrten streichen

In der vergangenen Woche hatte die GDL den Fern-, und Nahverkehr bei der Deutschen Bahn über zwei Tage bestreikt. Die Deutsche Bahn richtete einen Notfahrplan ein, musste den grössten Teil der Fahrten aber streichen. Im Güterverkehr dauerte der Streik noch einige Stunden länger.

Die GDL kämpft unter anderem für eine bessere Bezahlung und fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro im laufenden Jahr. Anders als die grössere Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) will sie in diesem Jahr keine Nullrunde bei den Gehältern akzeptieren.

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