Boeing sichert sich Delta-Auftrag mit bis zu 60 Dreamliner
Delta Air Lines bestellt bei Boeing bis zu 60 Dreamliner-Jets und treibt damit die Erneuerung ihrer Langstreckenflotte voran.

Delta Air Lines treibt die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte voran und hat bei Boeing bis zu 60 Dreamliner bestellt. Wie der US-Flugzeughersteller mitteilte, umfasst die Vereinbarung 30 feste Bestellungen des Typs Boeing 787-10 sowie Optionen auf weitere 30 Maschinen.
Es handelt sich um die erste direkte Bestellung von 787-Dreamlinern und die Airline setzt auf die grösste Variante der Baureihe. Mit den neuen Flugzeugen will Delta sowohl das Wachstum ihres Langstreckennetzes unterstützen als auch ältere, weniger effiziente Grossraumjets ersetzen.
Die Bestellung unterstreicht die langfristige Flottenstrategie der US-Fluggesellschaft, die verstärkt auf moderne, treibstoffeffiziente Langstreckenflugzeuge setzt. Boeing wertet den Auftrag zugleich als wichtigen Erfolg für das Dreamliner-Programm.
Umfang der Bestellung
Der Auftrag ist Teil einer langfristig angelegten Flottenstrategie von Delta Air Lines. Wie Boeing berichtet, sollen die 787-10 insbesondere auf nachfragestarken Transatlantik- sowie Südamerika-Verbindungen eingesetzt werden.
Die Auslieferung der neuen Langstreckenjets ist für den Beginn der 2030er-Jahre vorgesehen, wie «Marketwatch» schreibt. Mit der Vereinbarung wächst Deltas festes Auftragsbuch bei Boeing auf insgesamt 130 Flugzeuge an.
Darin enthalten sind laut der Finanzplattform «Yahoo Finance» bereits 100 bestellte Maschinen des Typs 737-10. Dem Unternehmen zufolge soll 787-10 auf der Langstrecke und 737-10 auf kürzeren Strecken Delta dabei helfen, ihre Kapazitäten zu erweitern.
Strategische Bedeutung für Delta
Delta Air Lines bezeichnet die Bestellung als zentralen Baustein einer Flotte «für die Zukunft». Der Konzern hebt in einer eigenen Mitteilung die Effizienz und moderne Kabinenausstattung der neuen Flugzeuge hervor.
Im Fokus stehen dabei Treibstoffersparnisse, niedrigere Betriebskosten sowie ein aufgewertetes Reiseerlebnis in allen Beförderungsklassen. Finanzchef Dan Janki betont gegenüber «The Points Guy», dass die 787-Bestellung eine wirtschaftlich effiziente Erweiterung der Langstreckenflotte ermögliche.

Die 787-10 soll bei Delta in einer stark auf Premiumkunden ausgerichteten Konfiguration eingesetzt werden. Geplant sind unter anderem Delta-One-Suiten in der Business Class sowie eine erweiterte Premium-Economy-Kabine.
Signalwirkung für Boeing
Laut dem Luftfahrtportal «Simple Flying» ist der Delta-Deal ein weiterer bedeutender Erfolg für Boeing nach mehreren Grossaufträgen im vergangenen Jahr. Der Hersteller konnte damit an eine Reihe wichtiger Vertragsabschlüsse anknüpfen, die seine Auftragslage zuletzt deutlich gestärkt haben.
Bereits zuvor hatte Boeing mit einer grossen 737-Max-Bestellung von Alaska Airlines ein deutliches Marktsignal gesetzt. Die neue Vereinbarung mit Delta stärkt zudem die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen der US-Fluggesellschaft und Boeing.
Nach Angaben des Herstellers sichert der Auftrag zahlreiche Arbeitsplätze in der amerikanischen Luftfahrtindustrie. Gleichzeitig unterstreicht die Bestellung die anhaltend hohe Nachfrage nach modernen, treibstoffeffizienten Grossraumflugzeugen.
















