Bitcoin mit massiven Kursverlusten durch Grönland-Eskalation
Der Bitcoin startet die Handelswoche mit dramatischen Kursverlusten. Anleger suchen wegen des eskalierten Grönland-Streits sichere Häfen wie Gold.

Der Bitcoin ist mit deutlichen Kursverlusten in die Handelswoche gestartet. Eine stärkere Nachfrage nach sicheren Anlagehäfen nach der Eskalation im Grönland-Streit belastet die Kryptowährung.
Der Bitcoin fiel in der Nacht zum Montag auf Bitstamp unter 92'000 Dollar, wie das «Handelsblatt» schreibt. Dieser Rückgang folgte direkt einem Höchststand von über 95'000 Dollar am Vorabend.
Die Kurse stabilisierten sich montags bei genau 92'900 Dollar. Die wachsende Nachfrage nach risikoarmen Anlagen belastet die besonders volatile Kryptowährung.
Schwere Einbrüche im gesamten Kryptomarkt
Auch Ether und weitere Kryptowährungen erlitten deutliche Kursverluste, berichtet der «Spiegel». Anleger zogen laut der Handelsplattform «CoinGecko» etwa 100 Milliarden Dollar aus dem gesamten Kryptomarkt ab.
Der gesamte Kryptosektor leidet stark unter der geopolitischen Unsicherheit. Bitcoin als älteste und bekannteste Währung wird am härtesten von Verlusten getroffen.
Der Streit zwischen USA und europäischen Staaten um die Insel Grönland verschärfte sich am Wochenende. Die US-Regierung drohte mit neuen Zöllen gegen europäische Handelspartner.
Grönland-Gespräche bringen keinen Durchbruch
US-Präsident Trump bekräftigte erneut sein starkes Interesse an Grönland. Die Gespräche mit Dänemark brachten keinen Durchbruch, wie «IG» betont.
Ein Sondergipfel der EU-Rats- und Regierungschefs steht Ende der Woche an. Dort sollen laut dem «Spiegel» konkrete Gegenmassnahmen gegen die US-Zolldrohungen diskutiert und beschlossen werden.

Die EU prüft verschiedene Handelsoptionen zur Abwehr des Zolldrucks. Diese Entwicklungen verstärken die Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten weiter.
Commerzbank-Analystin warnt
Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank sieht akute Eskalationsrisiken. Die US-Regierung könne «irgendwann eine Grenze überschreitet», wie sie laut «Finanzen.net» betont.
Handelspartner würden sich dann nicht mehr erpressen lassen. Sie würden mit harten Gegenmassnahmen sofort zurückschlagen, heisst es.
Der Kryptomarkt reagiert extrem empfindlich auf globale geopolitische Konflikte. Weitere Eskalationen im Grönland-Streit könnten zu noch tieferen Kursrückgängen führen.
Bitcoin in Krisenzeiten hochriskant
Anleger wechseln Kapital zu traditionellen sicheren Häfen wie Gold. Bitcoin gilt in Krisenzeiten als besonders volatil und hochriskante Anlageklasse.
Im Dezember pendelte der Bitcoin in enger Handelsspanne um 90'000 Dollar, so «boerse.de». Im Oktober erreichte er ein beeindruckendes Rekordhoch von rund 126'000 Dollar.

Weiter war die Kryptowährung im November deutlich unter Druck geraten, heisst es weiter. Die Entwicklungen beim bevorstehenden EU-Sondergipfel bestimmen den weiteren dramatischen Marktausblick.
















