Fake News

Berner Ex-Komm-Chef Walter Langenegger: Lieber Fake News statt SRG?

Walter Langenegger
Walter Langenegger

Bern,

«Die SRG-Abschaffer wollen schaffen, ohne von kritischen Medienschaffenden hinterfragt zu werden», schreibt Walter Langenegger.

Walter Langenegger
Ein bekanntes Gesicht in Bern: Walter Langenegger.. - zvg

Das Wichtigste in Kürze

  • Walter Langenegger war jahrelang Kommunikationschef der Stadt Bern.
  • Heute schreibt er einen Gastbeitrag zur SRF-Halbierungsinitiative.
  • Am 8. März 2026 kommt es zur Volksabstimmung.

Eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Kommt die Halbierungsinitiative am 8. März an der Urne durch, wird uns die politische Rechte mit noch mehr Fake News überziehen, als dies heute bereits der Fall ist.

Was das heisst, illustrieren die SRG-Abschaffer gleich selbst auf ihrer Kampagnenwebseite – mit vielsagendem Anschauungsmaterial.

Klickt man diese an, wähnt man sich auf einer Plattform der Gewerkschaften. Da wird scheinheilig auf steigende Lebenshaltungskosten hingewiesen.

Und in pseudosozialer Manier so getan, als ginge es bei der SRG-Halbierung tatsächlich um «mehr Geld für unsere Büezer» und «mehr Geld zum Leben».

Ist dir glaubwürdiger Journalismus wichtig?

Fake News pur seitens der SVP

Verantwortlich für diese vorgetäuschte linke Rhetorik sind ausgerechnet rechtsaussen stehende SVP-Politiker wie Gregor Rutz, Thomas Matter und Marco Chiesa.

Politiker also, die seit Jahr und Tag alles bekämpfen, was die Kaufkraft der breiten Bevölkerung mit normalen Löhnen stärken würde.

Und die hartnäckig mehr Mieterschutz, höhere Renten, tiefere Krankenkassenprämien und einen Mindestlohn ablehnen.

Fake News pur also. Genau das wollen die Initianten: Fakten pervertieren, Absichten kaschieren und die Realität manipulieren. So, wie sie es auf ihrer Webseite vormachen.

SRG Generaldirektion
Die SRG-Halbierungsinitiative will die Medienabgabe von 335 auf 200 Franken senken. - srgssr.ch

Am besten gelingt ihnen das, wenn sie dabei nicht von faktenbasiertem, unabhängigem Journalismus gestört werden, wie ihn die SRG betreibt.

Dann können die SRG-Abschaffer «alternative Fakten» schaffen, ohne von kritischen Medienschaffenden hinterfragt zu werden.

Genau deshalb wollen sie die SRG zertrümmern und damit zum Schweigen bringen.

Das sollten wir zum Schutz unserer Demokratie nicht zulassen – und klar Nein sagen.

Walter Langenegger
Walter Langenegger mag keine Fake News. - zvg

Zur Person

Journalist und Politiker Walter Langenegger (66) lebt in Bern. Er war Inlandchef des St. Galler Tagblatts (1994 bis 2007). Von 2007 bis 2022 war er Kommunikationschef der Stadt Bern. Er engagiert sich als Mitglied der SRG-Trägerschaft für einen starken Service public in den Medien.

Kommentare

User #2276 (nicht angemeldet)

Da gibt es einige Youtuber die alles alleine machen und mehr Zuschauer haben als SRG alles zusammen. Ein Hohn.

User #6428 (nicht angemeldet)

Auf das woke, dekadente und übelst linke SF DRS kann getrost verzichtet werden. Das DRS Radio hingegen würde ich vermissen. Ergo: Eine Halbierung der Gebühren passt ausgezeichnet.

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