Studie

    Wohnraum: Sotomo-Studie zeigt, wo für Schweiz noch Potential liegt

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Zürich,

    Eine Sotomo-Studie zeigt auf, wo die Schweiz noch Wachstumspotenzial hat was den Wohnraum angeht: vor allem in Agglomerationsgemeinden wie Schwerzenbach ZH.

    wohnraum
    In den Agglo-Gemeinden liegt das meiste Potenzial für die Schweiz, noch mehr Wohnraum zu schaffen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Das Forschungsinstitut Sotomo hat ermittelt, dass in der Schweiz Wohnraum für zwei Millionen Menschen entstehen könnte. Dies wäre möglich, ohne neues Bauland erschliessen zu müssen, berichtet das «SRF».

    Die Studie wurde im Auftrag des Thinktanks Urbanistica erstellt und am Mittwoch veröffentlicht. Sie zeigt konkret auf, welche Gemeinden das grösste Potenzial für Innenentwicklung besitzen, schreibt die «NZZ».

    Wohnraum optimieren: Schwerzenbach führt das nationale Ranking an

    Auf Platz eins der Gemeinden mit dem grössten Verdichtungspotenzial steht Schwerzenbach im Kanton Zürich. Die Zürcher Agglomerationsgemeinde ist laut Sotomo-Leiter Michael Hermann unglaublich zentral, aber noch nicht entsprechend entwickelt.

    wohnraum schweiz
    Aktuell ist der Wohnraum in der Schweiz knapp und teuer. (Symbolbild) - keystone

    Hinter Schwerzenbach folgen Opfikon bei Zürich, Killwangen AG, Vernier GE und Pregny-Chambésy GE. Diese Gemeinden verfügen über besonders viel Potenzial für Wohnraum bei hoher Qualität.

    Agglomerationen bieten Raum für 870'000 Menschen

    In den wichtigsten Agglomerationsgemeinden der Schweiz könnte durch Verdichtung Wohnraum für 870'000 Menschen geschaffen werden. Das grösste Potenzial liegt dabei in der Agglomeration, aber auch in den grossen Kernstädten.

    Laut der Analyse müssten nur 30 Prozent der bestehenden Siedlungsfläche entwickelt werden, schreibt «Blue News». Bei 70 Prozent aller heutigen Siedlungen wäre keine Veränderung nötig, erklärt Politgeograf Hermann gegenüber dem «SRF».

    Moderate Verdichtung meist ausreichend

    Bei 22 Prozent der Entwicklungszonen genügt laut der Studie eine moderate Verdichtung für die Innenentwicklung. Nur bei 8 Prozent der Flächen braucht es eine substantielle Entwicklung nach innen.

    Die Studie betont, dass das Wachstum vor allem dort stattfinden soll, wo bereits gute ÖV-Anschlüsse existieren. Der ländliche Raum soll praktisch nichts von diesem Wachstum tragen müssen, erklärt Hermann im SRF-Tagesgespräch.

    Grosse Städte mit erheblichem Entwicklungspotenzial

    Von den grösseren Städten hat Bern das meiste Potenzial für zusätzlichen Wohnraum durch Innenentwicklung. Es folgen Zürich, Lausanne, Luzern und Genf, berichtet die «Handelszeitung».

    Könntest du dir vorstellen, in die genannten Agglomerationsgemeinden zu ziehen und nicht mehr direkt in der Stadt zu leben?

    Hermann betont, dass selbst Städte wie Bern, die fertig gebaut scheinen, noch enormes Entwicklungspotenzial hätten. Dies gelte besonders für bestens erschlossene Standorte in allen grossen Schweizer Städten.

    Politischer Widerstand als zentrale Herausforderung

    Die grösste Hürde für die Umsetzung liegt laut Hermann in der Politik und lokalen Akzeptanz. In Schwerzenbach etwa hat die Bevölkerung eine Verdichtung bereits an der Urne abgelehnt.

    Hermann zeigt sich dennoch optimistisch: Selbst wenn nur ein Drittel der Pläne realisiert würde, entstünde Platz für Hunderttausende. Entscheidend sei, die Akzeptanz der Bevölkerung durch qualitätsvolle Entwicklung mit viel Begrünung zu gewinnen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1512 (nicht angemeldet)

    Was nützen Wohnraum wenn der Mietzins zu hoch ist werden auch dies Wohnung leer sein

    User #1418 (nicht angemeldet)

    baut doch mal höhere Häuser in der Stadt

    Weiterlesen

    Zürich
    412 Interaktionen
    10-Millionen-Schweiz
    airbnb Berner Oberland
    4 Interaktionen
    Berner Oberland
    Leapmotor B03X
    12 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR STUDIE

    Ausgelassene Stimmung, volle Bars und funkelnde Wunderkerzen: In Europas Partystädten wird der Jahreswechsel bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Bild: Adobe Stock
    3 Interaktionen
    Studie
    csd
    Laut Studie
    Gotthard
    22 Interaktionen
    Laut Studie
    Untersuchung Hautkrebs Patrice Aminati
    6 Interaktionen
    Madrid/Berlin

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    golu
    Out in Hongkong
    FC Zürich Marcel Koller
    5 Interaktionen
    5:3-Sieg bei YB