Studie

Studie zeigt: Autoscheinwerfer blenden jeden dritten Schweizer

Luna Gerber
Luna Gerber

Genève,

Eine Studie zeigt: Die Fahrt in der Nacht stellt für jeden Dritten ein Problem dar. Grund sind falsch eingestellte Scheinwerfer und die LED-Technologie.

Autoscheinwerfer (Studie)
Blendende Scheinwerfer werden für viele Autofahrende in der Nacht zur Schwierigkeit. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Scheinwerfer machen 36 Prozent aller nächtlichen Autofahrenden Probleme.
  • Das zeigt eine repräsentative Studie des Touring Club Schweiz (TCS).
  • Teil des Problems sind moderne LED-Scheinwerfer.

36 Prozent der Autofahrenden in der Schweiz geben an, wiederholt von den Scheinwerfern entgegenkommender Autos geblendet zu werden. Das zeigt eine Studie des Touring Club Schweiz (TCS) und anderer internationaler Automobil-Clubs.

Blenden dich Autoscheinwerfer in der Nacht auch immer wieder?

Der Autofahrer Florian Vuigner klagt beim Westschweizer Radio und Fernsehen RTS: «Autos mit Halogen-Scheinwerfern blenden mich. Aber sogar, wenn sie schlecht eingestellt sind, sind diese weniger aggressiv als Xenon- oder LED-Scheinwerfer.»

Stärker betroffen ist sein Vater. «Sein Sehvermögen lässt nach und er wird viel schneller geblendet», erklärt Vuigner. Darum sei er in der Nacht nur noch ungern mit dem Auto unterwegs.

LED-Technologie macht Probleme – hat aber auch Vorteile

Eine Schwierigkeit stellen zum Teil die neuen LED-Scheinwerfer dar. TCS-Sprecher Laurent Pignot erläutert, dass das menschliche Auge mehr Mühe habe, sich an ihr weisses und intensiveres Licht anzupassen.

Sie hat aber auch Vorzüge. Vorausgesetzt, die LED-Technologie funktioniert korrekt, könnten die Scheinwerfer «präziser, adaptiv und dynamisch gesteuert werden». Das kann den Blendeffekt minimieren – und spricht für den Einsatz von LED-Scheinwerfern.

Doch nicht nur die Technologien, auch andere Aspekte haben einen Einfluss.

Pignot listet auf: «Der erste ist die falsche Einstellung der Scheinwerfer. Der zweite ist die Höhe der Fahrzeuge, die zugenommen hat, insbesondere bei SUVs. Und drittens haben wir auch schmutzige Scheinwerfer oder Windschutzscheiben.»

Was die betroffenen 36 Prozent aus der Studie tun können

Doch was tun, wenn du zu den 36 Prozent aus der Studie gehörst, die von Autoscheinwerfern geblendet werden?

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) rät bei Problemen beim nächtlichen Lenken zu wiederholten Sehtests. Auch Brillengläser mit Entspiegelung sollen helfen.

Zudem gibt Lucien Combaz, Sprecher der BFU, den Autofahrenden noch ein paar Tipps: «Die wichtigste Empfehlung ist, nicht direkt in die Lichtquelle zu schauen, sondern den Blick auf den rechten Fahrbahnrand zu richten.»

Ausserdem sei es wichtig, sicherzustellen, dass man eine saubere Windschutzscheibe hat. «Das hilft, Spiegelungen zu vermeiden, die das Blendungsrisiko erhöhen.»

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Kommentare

User #2678 (nicht angemeldet)

Eine gewaltige Studie. Hoffentlich machen die schlauen Füchse, zuammen mit dem Journalisten viel Geld.

User #4467 (nicht angemeldet)

In den meisten Autos befindet sich noch immer das berüchtigte Rädchen womit man die Leuchtweite reguliert, aber alle meinen sie müssten das nicht einstellen, so auch ein Mitarbeiter bei uns in der Firma. Ignoranten überall

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