Studie

Medien: Studie sieht wachsenden Druck durch Plattformen und KI

Keystone-SDA
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Zürich,

Plattformen und KI-Chatbots gewinnen als Zugangswege zu Informationen an Bedeutung, während Medienhäuser Reichweite und Erlöse verlieren. Zero-Click-Effekte dürften bis 2035 weiter zunehmen, wie eine Studie zeigt.

Die Mediennutzung verändert sich laut einer Studie grundlegend, digitale Plattformen und KI gewinnen zunehmend an Einfluss. (Symbolbild)
Die Mediennutzung verändert sich laut einer Studie grundlegend, digitale Plattformen und KI gewinnen zunehmend an Einfluss. (Symbolbild) - Keystone/DPA/HENDRIK SCHMIDT

Die Studie «Mediennutzung 2035» stammt vom Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög) der Universität Zürich und wurde vom Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) gefördert. Sie geht davon aus, dass die Nachfrage nach journalistischen Nachrichten langfristig sinkt und sich die Nutzung weiter fragmentiert.

Aus Sicht des fög reicht eine rein marktwirtschaftliche Finanzierung des Journalismus unter diesen Bedingungen nicht aus. Die Studie sieht politischen Handlungsbedarf bei der Medienförderung, beim Schutz des geistigen Eigentums sowie bei der Förderung der Medienkompetenz. «Plattformen und KI-Anbieter nutzen journalistische Leistungen systematisch, ohne diese angemessen zu vergüten», wurde VSM-Präsident Andrea Masüger in einer Mitteilung zitiert.

Der VSM sieht politischen Handlungsbedarf und fordert Abgeltungsmodelle für die Nutzung journalistischer Inhalte durch KI-Anwendungen. «Menschen mit Medienkompetenz nutzen Nachrichten häufiger und sind gemäss dem fög eher bereit, für journalistische Angebote zu bezahlen», sagt VSM-Direktorin Pia Guggenbühl. Die Förderung der Medienkompetenz gilt dem Verband als langfristige Investition in eine funktionierende demokratische Öffentlichkeit.

Die Forderungen des VSM stehen im Kontext laufender medienpolitischer Entscheide. National- und Ständerat haben eine Motion der FDP-Ständerätin Petra Gössi angenommen, die eine Vergütungspflicht für die Nutzung journalistischer Leistungen durch KI vorsieht.

Kommentare

User #4287 (nicht angemeldet)

Wo soll Problem sein??? Journis können jetzt viel komplexere Artikel inner kürze schreiben mit KI??? Wen ich Zeitung lese wäre es ja von Vorteil wen ich nicht noch zum Thema parallel Ki nutzen müsste für info---

User #3434 (nicht angemeldet)

Wenn man halt nur noch linkes Zeugs berichtet, ist es kein Wunder, wenn die Medienhäuser an Reichweite verlieren.

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