WEF nervt Anwohner: «Es stinkt wegen den vielen Helis»
Davoser Bewohner erleben das WEF hautnah mit. Sie berichten von viel Verkehr, riesigem Sicherheitsaufgebot, Wohnungen zu Wucherpreisen und stinkender Luft.
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Das Wichtigste in Kürze
- Während der WEF-Woche herrscht in Davos Hochbetrieb. Das spüren auch die Einheimischen.
- Nau.ch ist vor Ort und hat mit Anwohnern gesprochen.
- Die Luft sei während des Treffens sehr schlecht, vor allem wegen den Helikoptern.
Während des Weltwirtschaftsforums WEF herrscht in Davos jährlich Hochbetrieb – so auch diese Woche.
Das WEF 2026 soll Rekorde brechen. Mit über 3000 Teilnehmenden, rund 5000 Armeeangehörigen und zahlreichen Sicherheitskräften sind etwa doppelt so viele Menschen in Davos wie sonst.
Die Einheimischen bekommen dies zu spüren.
Wie lebt es sich während des WEF in Davos? «Nicht ganz einfach», sagt Einwohnerin Gabi (55) zu Nau.ch. «Es hat viel Verkehr, wir kommen nirgends durch, es stinkt permanent.»
Margrit (74) ergänzt, der Gestank komme von den vielen Autos und vor allem von oben. «Es stinkt wegen den vielen Helis.»
Daran dürfte sich auch nichts ändern. Morgen, Mittwoch, reist auch US-Präsident Donald Trump per Heli aus Zürich an.
«Es ist sehr gewöhnungsbedürftig»
Auch Christian (70) bekommt die Auswirkungen des WEF zu spüren. «Es ist sehr gewöhnungsbedürftig, wenn so viel Militär und Sicherheitsleute hier sind», sagt er. Dennoch zeigt er Verständnis. «Ich finde es okay, sie müssen sich ja irgendwo treffen.»

Viele Davoserinnen und Davoser füllen sich im Zuge des WEF auch die Taschen. So ist das Vermieten der eigenen Wohnung in der WEF-Woche besonders lukrativ.
Vergangene Woche waren noch ganz wenige Inserate online. Der absolute Spitzenreiter: 43'639 Franken für vier Nächte. Wohlgemerkt, für eine Wohnung.
Dafür gebe es einen «wunderbaren Blick über Davos», einen Lift sowie einen «sehr grosszügigen Wohn- und Essbereich». Fünf Personen müssen sich hier aber in zwei Schlafzimmern zurechtfinden. Dazu gibt es ein zusätzliches Arbeits- oder Kinderzimmer, zwei Badezimmer und einen Balkon.
«Die Preise, die bezahlt werden, sind horrend», sagt Margrit. Sie selbst vermiete ihr Zuhause aber nicht.
Claudia (60) verrät, dass auch Skifahrer vom WEF profitieren: «Die Pisten sind frei, Die Verhältnisse sind genial.»

Die Anwohner stehen also vor der Wahl: Entweder perfekte Pisten oder volle Taschen.

















