WEF: 200 Kontrollen bei Anti-Demo in Bern

    Nico Leuthold
    Nico Leuthold, Redaktion

    Bern,

    Eine unbewilligte Demonstration gegen das WEF hatte am Samstag die Stadt Bern in ihrem Bann. Die Polizei griff mit einem Grossaufgebot durch.

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    Zusammenfassung der Anti WEF Demo in Bern. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Bern fand am Samstag eine unbewilligte Anti-WEF-Demonstration statt.
    • Die Polizei kesselte Demonstrierende und teils auch Passanten ein.
    • Rund 200 Personen wurden kontrolliert, 25 vorübergehend festgenommen.

    In Bern fand am Samstagnachmittag und -abend eine unbewilligten Demonstration gegen das WEF statt. Linke und linksautonome Gruppierungen hatten zu der Kundgebung aufgerufen und sich dabei auch mit Pro-Palästina-Gruppen solidarisiert.

    Die Stadt hatte im Vorfeld davon abgeraten, an der Kundgebung teilzunehmen. Die Behörden waren mit einem Grossaufgebot vor Ort, unterstützt von Polizeikräften aus anderen Kantonen. Das Grossaufgebot war angekündigt.

    Bereits kurz nach dem offiziellen Beginn der Kundgebung führten die Einsatzkräfte erste Personenkontrollen durch und sprachen Wegweisungen aus. Dabei stellte die Kantonspolizei Bern Vermummungsmaterial sowie weiteres Demo-Material sicher.

    Die Polizei tolerierte zwar eine Platzkundgebung auf dem Bahnhofplatz, machte jedoch früh klar, dass ein Umzug nicht zugelassen werde. In der gesamten Innenstadt standen Polizistinnen und Polizisten in Vollmontur bereit.

    Einsatz von Pfefferspray – Beamte mit Lasern geblendet

    Im Verlauf des Nachmittags spitzte sich die Lage zu. Die Polizei riegelte den Bahnhofplatz vollständig ab. Demonstrierende und Schaulustige wurden zurückgedrängt, zeitweise wurden auch Unterführungen und Ausgänge des Bahnhofs geschlossen.

    Nachdem Aufforderungen, den Platz zu verlassen, unbeachtet blieben, griffen die Einsatzkräfte durch. Sowohl Teilnehmende der Demonstration als auch unbeteiligte Passanten gerieten in einen Polizeikessel, in dem weitere Personen kontrolliert wurden.

    Würdest du an einer Anti-WEF-Demo teilnehmen?

    Dabei kam es laut Polizei zeitweise zu Tumulten. In einem Fall wurde kurz Pfefferspray eingesetzt. Zudem meldeten die Behörden, dass mehrere Polizistinnen und Polizisten mit Lasern geblendet worden seien. Drei von ihnen mussten sich zur Kontrolle ins Spital begeben.

    Rund 200 Personen kontrolliert, 25 Personen angehalten

    Am frühen Samstagabend zog die Kantonspolizei Bern schliesslich Bilanz zur Demo gegen das WEF: Rund 200 Personen seien kontrolliert und weggewiesen worden. 25 Personen wurden angehalten und für weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht.

    Die Gründe waren etwa mutmassliche Delikte wie Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte. Gegen 21 Uhr war der Einsatz weitgehend beendet und die Demonstration aufgelöst.

    Weitere Iran-Kundgebung während Demo gegen WEF

    Der Umzug wurde laut den Behörden aufgrund «vergangene ähnlich gelagerte Kundgebungen» nicht toleriert. Ein Grund war aber auch, weil zeitgleich vor der iranischen Botschaft eine bewilligte Kundgebung vorgesehen war. Laut «SRF News» hatten sich dort um 14 Uhr rund 200 Menschen versammelt.

    Kommentare

    User #2099 (nicht angemeldet)

    In den Polizeiräumlichkeiten wurde dann festgestellt, dass diese Personen unter dem Schutz der Stadtregierung stehen. Nach einem Cüpli und ein paar Snaks durften die dann wieder gehen.

    User #2735 (nicht angemeldet)

    Es darf auch mal wehtun. Hart durchgreifen.

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