Trump: Führen Venezuela bis zu sicherem Übergang
Die USA greift Venezuela an und nimmt Präsident Maduro fest. Alle Entwicklungen jetzt im Liveticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Venezuelas Präsident Nicolas Maduro ist von den USA verhaftet und ausgeflogen worden.
- Dies meldet US-Präsident Donald Trump am Samstagmorgen.
- Zuvor hatte Donald Trump von der Möglichkeit von Angriffen auf Venezuela gesprochen.
- Alle Entwicklungen gibt es hier im Live-Ticker.
Venezuelas Hauptstadt Caracas wird von starken Explosionen erschüttert. US-Präsident Donald Trump bestätigt den Angriff und die Festnahme von Präsident Maduro.
Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker:
Selenskyj: USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist
22.13: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit «Diktatoren» umzugehen ist. «Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen», sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten.

Demnach liess der Kontext der Äusserung darauf schliessen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Aussenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.
Macron fordert Übergangsregierung unter González
21.44: Nach der Entmachtung des Staatspräsidenten Nicolás Maduro in Venezuela sollte nach Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Verantwortung in dem Land übernehmen.
«Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen», teilte Macron mit. «Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann.»

Macron hob hervor, das venezolanische Volk könne sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein. Dieser habe die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt, schrieb Macron auf der Plattform X. US-Präsident Donald Trump verbreitete Macrons Stellungnahme auf seiner eigenen Plattform Truth Social weiter.
Der Oppositionskandidat González hatte nach den Präsidentschaftswahlen 2024 den Sieg für sich reklamiert, die USA und mehrere Länder Lateinamerikas erkannten ihn als Wahlsieger an. Als sich Maduro nach der von Betrugsvorwürfen begleiteten Wahl trotzdem für eine dritte Amtszeit vereidigen liess, verliess González das Land.
Macron schrieb, er stehe im Austausch mit Frankreichs Partnern in der Region. «Frankreich ist voll mobilisiert und wachsam, auch um die Sicherheit seiner Staatsangehörigen in diesen unsicheren Zeiten zu gewährleisten.»
Netanjahu gratuliert Trump zur Gefangennahme Maduros
21.20: Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Donald Trump für den US-Angriff in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro gelobt.
«Herzlichen Glückwunsch, Präsident Donald Trump, für Ihre mutige und historische Führungsrolle im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit», schrieb Netanjahu auf der Plattform X. Er sei voller Hochachtung für das entschlossene Handeln der USA und den brillanten Einsatz der mutigen Soldaten, fügte er hinzu.

Maduro war ein enger Verbündeter des Iran, dem Erzfeind Israels. Netanjahu erwähnte den Iran nicht ausdrücklich, aber in Israel wird der Schlag gegen den autoritären Maduro in Zusammenhang mit dem Iran gesehen.
Erst am Freitag nur Stunden vor dem Angriff in Venezuela hatte Trump sich in die Proteste im Iran eingeschaltet und mit einem Eingreifen auch dort gedroht. Wenn der Iran friedliche Demonstranten töte, «werden die Vereinigten Staaten von Amerika ihnen zu Hilfe kommen», schrieb der Republikaner auf seiner Online-Plattform Truth Social. Was er konkret vorhat, liess der US-Präsident offen.
Israels Diasporaminister Amichai Chikli wurde sehr viel deutlicher als Netanjahu und schlug einen direkten Bogen von dem US-Einsatz in Venezuela zum Iran. Die Gefangennahme Maduros habe «der globalen Achse des Bösen einen tödlichen Schlag versetzt und sendet eine klare Botschaft an (den iranischen Obersten Führer Ajatollah Ali) Chamenei», schrieb er auf X.
Auch der israelische Oppositionsführer Jair Lapid griff die möglichen Parallelen zwischen Venezuela und Iran auf. «Das Regime im Iran sollte genau beobachten, was in Venezuela geschieht», schrieb der Chef der Mitte-Rechts-Partei Jesch Atid (Zukunftspartei) auf X. Aus der Sicht des jüdischen Staates bedroht die islamistische Führung in Teheran mit ihren möglichen Plänen, atomare Waffen herzustellen, die Existenz Israels.
Im vergangenen Juni hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert. Das Atomprogramm des Mullah-Staates soll infolgedessen nach israelischer Darstellung um Jahre zurückgeworfen worden sein.
Venezuelas Vizepräsidentin fordert Freilassung von Maduro
21.10: Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.

Rodríguez, die laut Verfassung bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen soll, nannte Maduro den «einzigen Präsidenten» von Venezuela und den US-Angriff einen «schrecklichen Fleck» in den bilateralen Beziehungen. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie und bezeichnete den Angriff einen Verstoss gegen die UN-Charta.
Zuvor hatt Trump bei der Pressekonferenz in seinem Anwesen Mar-A-Lago eine Zusammenarbeit mit Vizepräsidentin Delcy Rodríguez angedeutet.
Merz: Maduro hat sein Land ins Verderben geführt
20.48: Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten. «Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit», teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. «Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.»

Merz sagte weiter, Nicolás Maduro habe sein Land ins Verderben geführt. «Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt», sagte der Bundeskanzler weiter. «Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle.»
UN-Chef Guterres alarmiert über Eskalation in Venezuela
20.43: UN-Generalsekretär António Guterres hat sich angesichts der jüngsten Eskalation in Venezuela und der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär, alarmiert gezeigt. Die Entwicklungen stellten einen gefährlichen Präzedenzfall dar und hätten potenziell weitreichende Folgen für die Region, erklärte ein UN-Sprecher.

Guterres betonte die Notwendigkeit der uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts und der UN-Charta und äusserte Sorge, dass diese Grundsätze nicht gewahrt worden seien. Zugleich rief er alle Akteure in Venezuela zu einem inklusiven Dialog unter Wahrung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit auf
Russland fordert Freilassung von Maduro
20.39: Russland hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Freilassung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aufgerufen. Moskau fordere die amerikanische Führung auf, ihre Position zu überdenken und den «rechtmässig gewählten Präsidenten eines souveränen Landes und seine Ehefrau» freizulassen, teilte das russische Aussenministerium in einer von mehreren Stellungnahmen mit. Die USA, die Maduro für illegitim halten, und Venezuela müssten ihre Probleme auf dem Weg des Dialogs lösen.
Aussenminister Sergej Lawrow telefonierte laut seiner Behörde auch mit Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die nun die Amtsgeschäfte führen könnte, und sicherte ihr Russlands Solidarität zu.

Auch Kremlchef Wladimir Putin hatte Maduro im Dezember noch angesichts wachsender Spannungen mit den USA seine Unterstützung zugesichert. Russland hat eine strategische Partnerschaft mit Venezuela, die zwar keinen militärischen Beistand garantiert – wohl aber etwa Waffenlieferungen beinhaltet.
Experten: Angriff auf Venezuela Völkerrechtswiedrig
20.00: Mit dem Angriff auf Venezuela haben die USA nach Darstellung des Juristen Kai Ambos gegen das Völkerrecht verstossen. Vom WDR zu dem Vorgehen befragt, sagte Ambos: «Es ist völkerrechtswidrig, weil es eigentlich nur zwei Rechtfertigungsgründe für Anwendung militärischer Gewalt gibt.» Nach Worten des Professors der Uni Göttingen sind dies entweder Selbstverteidigung oder ein Mandat der Vereinten Nationen.
Venezuela habe aber die USA nicht angegriffen, auch durch Drogenschmuggel sei dies nicht der Fall. Eine Autorisierung durch den UN-Sicherheitsrat gebe es ebenfalls nicht. «Also es gibt keinen erdenklichen Grund, aus völkerrechtlicher Sicht diese Gewaltanwendung zu rechtfertigen.»
Ähnlich äusserte sich die Professorin der Notre Dame Law School im US-Bundesstaat Indiana, Mary Ellen O'Connell. Sie sprach von Kidnapping. «Die Charta der Vereinten Nationen macht sehr deutlich, dass es nur sehr wenige Fälle gibt, in denen ein Land das Recht hat, militärische Gewalt auf dem Territorium eines anderen Landes anzuwenden», sagte O'Connell dem Sender NBC. «Und es hat niemals das Recht, dies zu tun, um eine Person vor seine Gerichte zu stellen.»
Trump äussert sich skeptisch gegenüber Machado als Maduro-Nachfolgerin
19.50: Nach dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro hat sich US-Präsident Donald Trump skeptisch über die Eignung von Oppositionsführerin María Corina Machado als dessen Nachfolgerin geäussert.
«Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land geniesst», sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida über die Friedensnobelpreisträgerin. «Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung.»

Trump verneinte zuvor eine Frage, ob er wisse, wo sich Machado derzeit aufhalte und ob er mit ihr gesprochen habe. Der Aufenthalt der venezolanischen Regierungskritikerin ist bislang nicht bekannt.
Trump besinnt sich auf Monroe-Doktrin
19.47: US-Präsident Donald Trump hat nach dem Angriff auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro den US-Anspruch auf die Vorherrschaft auf dem amerikanischen Doppelkontinent bekräftigt.

«Die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisphäre wird niemals wieder infrage gestellt», sagte Trump bei einer Pressekonferenz auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida. Washington habe die im 19. Jahrhundert geprägte Monroe-Doktrin über die US-Vorherrschaft in den Amerikas vernachlässigt, so Trump. Er fügte hinzu: «Wir haben sie ein Stück weit vergessen. Sie war sehr wichtig, aber wir haben sie vergessen. Wir werden sie nicht mehr vergessen.»
Die Monroe-Doktrin geht auf Präsident James Monroe (regierte 1817 bis 1825) zurück, wonach die USA in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr dulden und den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren.
USA will mit Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeiten
19.00: Die US-Regierung will nach der Entmachtung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro mit dessen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeiten. «Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder gross zu machen, ganz einfach», sagte US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida.

Nach der venezolanischen Verfassung würde Vizepräsidentin Delcy Rodríguez bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen. Als Aussenministerin (2014–2017) prägte Rodríguez den konfrontativen Kurs gegen die USA, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. In seiner Pressekonferenz kündigte Trump auch an, dass die USA die Führung in Venezuela übergangsweise übernehmen wollten.
«Ich meine, es gibt niemanden, der das Amt übernehmen könnte«, sagte Trump. «Sie hatte ein langes Gespräch mit Marco und sagte: ‹Wir werden alles tun, was Sie brauchen.› Ich finde, sie war sehr zuvorkommend, aber sie hat wirklich keine andere Wahl.»
Rubio: Maduro hat jetzt andere Probleme am Hals
18.32: US-Präsident Donald Trump steht einem Einsatz von US-Streitkräften auf venezolanischem Boden gelassen gegenüber. «Wir haben keine Angst vor Bodentruppen. Und wir müssen welche haben, wir hatten vergangene Nacht Bodentruppen vor Ort», sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Er scheue sich nicht, das zu sagen. «Wir werden sicherstellen, dass dieses Land ordnungsgemäss regiert wird», sagte er.
US-Aussenminister Marco Rubio betonte, der in der Nacht zum Samstag durch US-Spezialeinheiten gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro habe die Wahl gehabt.

«Er hätte jetzt woanders leben und sehr glücklich sein können, aber stattdessen wollte er den starken Mann spielen, und nun hat er, wie Sie wissen, andere Probleme am Hals», sagte Rubio bei der Pressekonferenz.
Trump: Partnerschaft mit USA wird Venezuela «reich, unabhängig und sicher» machen
18.24: US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusagen für Venezuela gemacht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump, grosse US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten «schwer beschädigte» venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen.

Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela «reich, unabhängig und sicher» machen, sagte Trump. Trump sagte zudem, Millionen Venezolaner im Exil – auch in den USA – würden von den geplanten Massnahmen profitieren.
General der US-Luftwaffe: Mehr als 150 Kampfjets im Einsatz
18.17: Dan Caine, Vorsitzender der vereinigten Stabschefs der USA und General der US-Luftwaffe, sagt, das sei eine mutige Operation gewesen. Nur die USA seien in der Lage, gewesen, dies so durchzuführen.
Es sei eine sehr komplexe Operation gewesen, doch man habe sie bis ins grösste Detail vorbereitet. «Das ist eine gut geölte Maschine gewesen», so Caine. Die USA hätten sich monatelang darauf vorbereitet. Man habe herausfinden müssen, wo Maduro wohne oder beispielsweise auch, welche Haustiere der venezolanische Präsident habe.

Zudem erwähnt Caine, welche Mittel die USA für den Angriff auf Venezuela eingesetzt haben. Um 22 Uhr nachts (Ortszeit) habe Trump den Befehl gegeben. Es seien mehr als 150 Kampfjets, aber auch Aufklärungsflugzeuge, Kampfbomber, -helikopter und ferngesteuerte Drohnen im Einsatz gestanden.
Trump: Führen Venezuela bis zu sicherem Übergang
17.57: Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, dass die USA nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf unbestimmte Zeit die Regierung Venezuelas übernehmen werden.
«Wir werden das Land so lange führen, bis wir einen sicheren, ordnungsgemässen und umsichtigen Übergang gewährleisten können», sagte er in seinem Anwesen Mar-a-Lago in Florida.
USA sind bereit, eine «zweite, deutlich grössere Welle durchzuführen»
17.52: US-Präsident Donald Trump hat eine «zweite, deutlich grössere Welle» von Angriffen in Venezuela in Aussicht gestellt. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro «so erfolgreich» gewesen sei, sagte er bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. «Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich grössere Welle durchzuführen.»
17.45: Donald Trump bezeichnet den US-Angriff bei einer Medienkonferenz als «spektakulär». Es habe so einen Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben, sagt der US-Präsident.

Die Operation lief zu Wasser, zu Land und aus der Luft. «Venezuela war überfordert», sagt der Republikaner. Beim Angriff seien keine US-Soldaten getötet worden.
Trump veröffentlicht Bild von Maduro in Gefangenschaft
17.35: Donald Trump veröffentlicht auf Truth Social ein Bild von Maduro in Gefangenschaft. Laut dem Post soll sich Maduro auf dem US-Kriegschiff USS Iwo Jima befinden.

Auf der Plattform Truth Social postete der Republikaner eine Abbildung, auf der Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen ist.
16.55: Die US-Bundespolizei FBI war nach Angaben eines Senators bei der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte beteiligt. Es sei nicht nötig gewesen, den US-Kongress über die Pläne von US-Präsident Donald Trump zu informieren, da es sich um die Festnahme eines Drogenhändlers handele, behauptete der republikanische Senator Tom Cotton in einem Gespräch mit Fox News.
«Der Kongress muss nicht jedes Mal benachrichtigt werden, wenn die Exekutive eine Festnahme vollzieht», rechtfertigte er den US-Angriff. Es sei zudem gut gewesen, dass das US-Parlament nicht im Vorfeld involviert worden sei – sonst hätte der Angriff womöglich öffentlich gemacht werden können, spekulierte Cotton.
16.21: US-Präsident Donald Trump hat die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär nach eigenen Angaben live verfolgt. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News sagte Trump, er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet – es sei gewesen «wie in eine Fernsehsendung zu schauen».

Er sprach von einem sehr komplexen Manöver und lobte die beteiligten Einheiten: «Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten – es war unglaublich.» Nach seinen Worten durchbrachen US-Soldaten unter anderem speziell gesicherte Stahltüren; zudem habe eine grosse Zahl von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets bereitgestanden.
Trump: Maduro und Ehefrau sind auf dem Weg nach New York
16.06: Der von US-Eliteeinheiten festgenommene Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, befindet sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf dem Weg nach New York. Zusammen mit seiner Ehefrau Cilia Flores sei Maduro auf dem Kriegsschiff Iwo Jima, sagte Trump im Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News. Ein Hubschrauber habe sie ausser Landes und auf das Schiff geflogen.
Das Schiff Iwo Jima ist ein amphibisches Angriffsschiff der US-Navy, das in den 1960er-Jahren vor allem für den Transport von Marines und Hubschraubern konzipiert wurde. Bekannt wurde es unter anderem durch seine Einsätze im Vietnamkrieg sowie als Bergungsschiff der Apollo-Weltraummissionen.

Im Gespräch mit Fox News sagte Trump ferner, er habe Maduro vor einer Woche zur Kapitulation aufgefordert. «Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben.» Sie hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Maduro habe sich allerdings geweigert.
Am Samstagmorgen hatte der US-Präsident den Angriff auf Venezuela bestätigt. Im Gespräch mit Fox News sagte Trump, dass die US-Streitkräfte auch für einen zweiten Schlag vorbereitet gewesen wären.
Maduro wird in New York angeklagt
13.45: US-Justizministerin Pam Bondi teilt mit, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau im Southern District of New York angeklagt wurden.
Maduro werde unter anderem wegen «Narco-Terrorism Conspiracy», Kokain-Import, sowie Waffen- und Sprengstoffdelikten angeklagt. «Sie werden sich bald der vollen Härte der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden stellen», sagte Bondi.

Zu den konkreten Vorwürfen gegen Maduros Ehefrau machte sie keine Angaben. Zudem dankte Bondi dem US-Militär für die «hoch erfolgreiche Mission» zur Festnahme der beiden mutmasslichen internationalen Drogenhändler.
Venezuela: Soldaten und Zivilisten getötet worden
11.51: Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. «Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat», sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.
11.37: Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Aussenminister Christopher Landau für seine «Verbrechen» zur Rechenschaft gezogen. «Der Tyrann ist gestürzt», schrieb Landau auf X.

11.32: Wegen des US-Angriffs auf Venezuela hat das südamerikanische Land am Samstag einen «massiven» Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt.
«Die Truppen der Invasoren (...) haben unseren Boden entweiht», sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino. Die US-Armee habe sogar Wohngebiete angegriffen. Derzeit würden Informationen über «Verletzte und Tote» zusammengetragen.
Venezuelas Nachbarland Kolumbien kündigte die Entsendung von Soldaten an die gemeinsame Grenze an. Der linksgerichtete kolumbianische Staatschef Gustavo Petro hatte den US-Angriff zuvor als «Angriff auf die Souveränität» Lateinamerikas verurteilt und vor einer humanitären Krise gewarnt.
US-Botschaft warnt vor Reisen nach Venezuela
11:05: Die USA warnen vor Reisen nach Venezuela. «Reisen Sie nicht nach Venezuela. US-Bürger in Venezuela sollten sich an Ort und Stelle in Sicherheit bringen und das Land unverzüglich verlassen, sobald dies gefahrlos möglich ist», hiess es in einer Reisewarnung.
Die US-Botschaft in Bogota habe Kenntnis von den Berichten über Explosionen in und um Caracas erhalten. Sie warne Landsleute vor Reisen nach Venezuela.
US-Bürger in Venezuela sollten zu Hause bleiben. Venezuela hat die höchste Reisewarnstufe – Stufe 4: Nicht reisen – aufgrund der Risiken für US-Amerikaner.
10:55: Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel hat die Militärschläge in Venezuela als «kriminellen US-Angriff» auf das verbündete südamerikanische Land verurteilt. «Unsere Friedenszone wird gerade brutal angegriffen», schrieb der Präsident des sozialistischen Karibikstaates auf X.
Díaz-Canel forderte die internationale Gemeinschaft auf, dringend darauf zu reagieren. Es handele sich um «Staatsterror gegen das mutige venezolanische Volk und gegen unser Amerika».
10:32: US-Präsident Donald Trump bestätigt auf seiner Plattform Truth Social: Venezuelas Präsident Nicolas Maduro und seine Frau wurden festgenommen und ausser Landes gebracht.

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas hatten sich davor eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen.
Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt.
Offenbar US-Helikopter über der Stadt gesichtet
In sozialen Medien waren Fotos zu sehen, die Helikopter über der Stadt zeigen sollen. Dabei soll es sich um Hubschrauber des Typs Chinook handeln, die vom US-Militär eingesetzt werden.
Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen.
Die US-Streitkräfte hatten in den Tagen davor vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen.

Das Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker.












