Kapo Bern mit Deutschland-Einsatz – das steckt dahinter
Berner Polizistinnen und Polizisten wurden kürzlich nach Deutschland entsandt. Was steckt hinter dem Einsatz an der Münchner Sicherheitskonferenz?

Das Wichtigste in Kürze
- Kürzlich fand die 62. Münchner Sicherheitskonferenz statt.
- Zur Unterstützung des Sicherheitsdispositives stand auch die Kapo Bern im Einsatz.
- Der Grund: Zwischen Deutschland und der Schweiz besteht ein bilaterales Polizeiabkommen.
Kürzlich fand die 62. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Wie jedes Jahr versammelten sich hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Institutionen und dem Sicherheitsbereich. Diskutiert wurden Fragen zur europäischen Sicherheit.
Zu einem ungewöhnlichen Anblick kam es abseits der Reden: Neben deutschen Polizistinnen und Polizisten standen nämlich auch Einsatzkräfte aus der Schweiz im Einsatz – darunter Angehörige der Kantonspolizei Bern.

Berner Polizistinnen und Polizisten im Auslandseinsatz? Der BärnerBär hat bei der Kapo Bern nachgefragt.
Diese erklärt: «Zwischen Deutschland und der Schweiz besteht ein bilaterales Polizeiabkommen. Im Bedarfsfall ermöglicht dies die Entsendung von Polizeikräften zur Unterstützung des ersuchenden Staates.» Im Falle der Sicherheitskonferenz hätten die bayerischen Behörden für Unterstützung angefragt.
Vor Ort seien die Einsatzkräfte aus Bern in die bestehenden Sicherheitsstrukturen integriert worden. Konkret hätten sie die Sicherheitsdispositive in den an den Veranstaltungsort angrenzenden Bereichen unterstützt.
Wie viele Berner Polizistinnen und Polizisten tatsächlich im Einsatz standen, bleibt offen. Dies könne aus «polizeitaktischen Gründen» nicht kommuniziert werden.
Die Kosten für den Einsatz seien im «Rahmen des bilateralen Polizeiabkommens geregelt».

Der Einsatz an der Münchner Sicherheitskonferenz ist keine Einbahnstrasse. Die Kantonspolizei Bern betont, dass Unterstützung auch umgekehrt stattfindet.
«Neben dem erwähnten bilateralen Polizeiabkommen ist die Kantonspolizei Bern auch in interkantonale Polizeiabkommen involviert», heisst es. «Dass ausserkantonale und/oder internationale Einsatzkräfte die Kantonspolizei Bern unterstützen, kommt entsprechend immer mal wieder vor.»








